Trotz Bedauern: Uni.fest findet erst 2014 wieder statt

Redaktion

Neben den städtischen Medien berichtet bereits der Bayerische Rundfunk von der Absage des Unifestes von Seiten der Bamberger Universitätsleitung (hier). Das Bamberger Ordnungsamt müht sich nach Kräften, den gesetzlich verankerten Bedürfnissen von Bewohnern gerecht zu werden und deren Belastung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, um ein erquickliches gesellschaftliches Miteinander der Bedürfnisse zu erreichen.

Die hohe Veranstaltungsdichte in Bamberg, die nach Aussage des Citymanagers Klaus Stieringer die höchste nach der Landeshauptstadt München ist, wird zu einer zunehmenden Belastung der Anwohner. Die Stadträte Bambergs hatten sich nach Empfehlungen der Polizei und Beschwerden der Anwohner zu einer Ausweitung der Sperrzeit entschlossen, was jedoch bei Gastronomen und Diskothekenbetreibern kritisiert wird. Allerdings gibt es Ausnahmegenehmigungen, über die wir berichtet hatten: Sperrzeit: die Verkürzung und die Ausnahmen. Nach Informationen des BR ist für den 1. Juli eine Demonstration gegen die Sperrzeitverordnung der Stadt geplant.

Unifeste nehmen zu

Auf unsere Nachfrage hin, teilte uns die Stadt Bamberg mit, dass „der Bereich der Universität an der Austraße mittlerweile sehr oft als Ort für Festveranstaltungen genutzt wird. Neben einer Mensa-Party des AStA Ende April, die mit einer Sperrzeitverkürzung bedacht wurde, fand gestern (20.6.2013) eine Veranstaltung der Fakultät GuK dort statt. Das Uni-Fest war im identischen Rahmen und Größenordnung für den 5.7., ebenfalls im Burgershof, geplant. Der Bescheid wurde aufgrund von Vergleichbarkeit auf 24 Uhr ausgestellt. Musikende 23 Uhr analog zur Sandkerwa.“ … „Natürlich wäre eine Ausnahmegenehmigung möglich gewesen, aber es gab bereits eine an dieser Stelle. Im Hinblick auf eine von Stadtrat, Anwohnern und Polizei gewünschten Reduzierung von Ausnahmegenehmigungen, hat man sich dagegen entschieden, weitere Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Dass es ausgerechnet das traditionelle Uni.fest getroffen hat, bedauern wir zutiefst. Für die Zukunft bitten wir auch um Abstimmung mit der Uni zwecks der verschiedenen Feste.“

Die Universität Bamberg ist keine Bildungseinrichtung auf einem außerhalb der Stadt liegenden Campus. Die Einbindung der Bamberger Uni in die Innenstadt mit diversen Standorten im Herzen der Altstadt und darüber hinaus war grundsätzliche Strategie der Unileitung. Der heute in facebook vom Rektor der Bamberger Uni Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert gepostete Satz „Unser Campus ist das Weltkulturerbe!“ unterstreicht dies. Das studentische Leben mit internationaler Befruchtung der oberfränkischen Kleinstadt und die immer qualitätvollere Nutzung der wertvollen Bausubstanz – nach anfänglichen Bausünden – haben Vorbildfunktion. Für ein erquickliches weiteres Miteinander sind Toleranz und Rücksichtnahme Voraussetzung.

 Pressemitteilung der Stadt Bamberg und der Universität Bamberg

Die Stadt Bamberg und die Universität Bamberg bedauern die Absage des traditionsreichen Uni-Altstadtfests „uni.fest“ sehr. Obwohl die Stadt Bamberg inzwischen angeboten hat, das Fest zu annähernd den selben Bedingung wie im letzten Jahr zu genehmigen, ist eine Rücknahme der Absage aus organisatorischen Gründen nun nicht mehr möglich.

Selbstverständlich ist es wünschenswert, dass das uni.fest auch zukünftig einen attraktiven Rahmen für ein gemeinsames Miteinander von Studierenden, Dozierenden, Bamberger Bürgern, Ehemaligen und Freunden in zwanglosem Ambiente bietet.

Ein Runder Tisch von Universität und Stadtverwaltung soll für die Zukunft ein Konzept ausarbeiten, wie eine Koordinierung und Steuerung universitärer „Open-Air“-Veranstaltungen auf dem Gelände der Universität stattfinden kann. Insbesondere der Bereich der Universität an der Austraße wird mittlerweile sehr oft als Ort für Festveranstaltungen genutzt. Neben einer Mensa-Party des AStA e.V. Ende April, die mit einer Sperrzeitverkürzung bedacht wurde, fand gestern (20.6.2013) eine Veranstaltung der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften dort statt. Im Gegensatz zum uni.fest sind dies keine öffentlichen Veranstaltungen und sie haben geringere Besucherzahlen, finden allerdings am fast identischen Ort statt.

Die Universität muss als staatliche Einrichtung ihre Haushaltsmittel für Forschung und Lehre einsetzen und nicht für Festveranstaltungen, daher muss sich das uni.fest eigenständig finanzieren. Da bereits der Kompromiss von 2012, der eine Verlängerung der Sperrzeit um eineinhalb Stunden vorsah, die Finanzierung sehr eng werden ließ, musste die Universität bei einem diesjährigen Ende um 24 Uhr davon ausgehen, dass eine kostendeckende Durchführung nicht möglich sein wird.

Noch im Juli ist ein Gesprächstermin zwischen Oberbürgermeister Andreas Starke und Universitäts-Präsident Godehard Ruppert geplant um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Stadt und Universität sind zuversichtlich, dass eine einvernehmliche und gute Lösung gefunden werden kann, die beiden Seiten gerecht wird.

2 Gedanken zu „Trotz Bedauern: Uni.fest findet erst 2014 wieder statt

  1. vielleicht hätte sich der so umtriebige präsident vorher überlegen sollen, ob er die stadt mit 1000en neuen studenten überschwemmt.

    man kann nicht immer nur kassieren und unmengen junger leute anlocken und sich nicht um die infrastruktur kümmern! bamberg verkraftet diese horrenden zahlen nicht mehr und deshalb kommt es immer stärker zu ausbrüchen und missstimmung.

    mieten, lebensmittel, haushaltswaren und sogar fahrräder steigen in uferlose preisregionen, weil niemand, absolut niemand vorher darüber nachgedacht hat. hauptsache der präse hat seine rekorde und seine kohle!

    macht weiter so – schließt die kneipen beim sonnenuntergang und glaubt weiter daran, dass die stadt damit leiser wird! die zeche zahlen alle, weil sich die wut an einzelnen veranstaltungen aufhängt. doch dazu fehlt manchen leuten grips und weitblick.
    je näher die wahlen, desto verrückter die kapriolen der ewig gestrigen!

  2. Ob dieses Gespräch zum erfolg führen wird ist fraglich:
    Denn nur wenn Andi’s (Partei-)Freund Stieringer ein „Event“ veranstaltet wird von der Stadt (fast) alles genehmigt!

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