Zu viel Fremdstoffe im Biomüll

Stadt Bamberg

Falsche Befüllung gefährdet Kompostherstellung / Bamberger Service Betriebe lassen diese Tonnen stehen und bringen Hinweis an.

Eine rot-weiße Karte gibt es ab dem 15. November für alle Biomülltonnen im Stadtgebiet, die zu viele Fremdkörper enthalten. Die Tonnen bleiben stehen und werden erst dann von den Bamberger Service Betrieben mitgenommen, wenn die falschen Stoffe entfernt wurden. Die Stadt Bamberg sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, da leider immer mehr Biomülltonnen mit Abfall befüllt werden, der dort nicht hineingehört.

„Wir müssen handeln, da die Wiederverwertung des Biomülls gefährdet ist“, sagte Umweltreferent Jonas Glüsenkamp. Er bat alle Bamberger zu mehr Achtsamkeit bei der Mülltrennung. „Aus dem Inhalt der Biomülltonne entsteht größtenteils hochwertiger Kompost. Der Rest, der dafür nicht geeignet ist, wird zu Energie und Abwärme verarbeitet. Leider muss die Fa. Eichhorn, welche den Kompost anfertigt, den Inhalt der Tonnen mittlerweile bis zu fünf Mal durchsieben, um den hohen Qualitätsstandard zu halten“, erläuterte der Zweite Bürgermeister.

Glüsenkamp machte zudem auf eine anstehende Gesetzesänderung aufmerksam. Derzeit darf Kompost bis zu fünf Prozent Störstoffe enthalten. „Demnächst sollen es aber maximal ein Prozent sein.“ Es sei daher unbedingt notwendig, dass in den Biotonnen auch nur Bio- und Grünabfälle entsorgt werden.

Ab Mitte November werden daher nur noch die Biotonnen entleert, die keine Fremdkörper enthalten. Alle anderen werden mit einer rot-weiß Karte versehen, die auf die falsche Befüllung aufmerksam macht. Die Eigentümer der Tonne können dann diese entfernen, den Tonneninhalt nachsortieren und in der darauffolgenden Woche erneut zur Entleerung bereitstellen. Auch eine Anmeldung als kostenpflichtige Sonderleerung ist möglich. In diesem Fall kann auf Antrag bei den BSB die Tonne am Leerungstag für Restmüll bereitgestellt werden.

„Auf der Karte kann nachgelesen werden, was alles in die Biotonne darf. Wer sich unsicher ist oder Fragen hat, kann gerne unsere Abfallberatung anrufen (Tel. 87-1729) oder die Bamberger Service Betriebe (Tel. 87-7100)“, betonte Jonas Glüsenkamp.


Das darf in die Biotonne:

Küchenabfälle:

  • Obst- und Gemüseabfälle (auch Schalen von Zitrusfrüchten)
  • Speisereste aus Haushalten
  • Fisch-, Wurst- und Fleischreste aus Haushalten
  • Brot- und Gebäckreste
  • Eierschalen
  • Kaffee- und Teefilter
  • Topf- und Balkonpflanzen

Gartenabfälle:

  • Laub, Stroh, kleine Zweige
  • Grasschnitt, Unkraut
  • Abfälle von Blumen und Gemüse
  • Sägemehl von unbehandeltem Holz

Außerdem:

  • Papiertüten zum Sammeln des Biomülls
  • Zeitungspapier zum Einwickeln des Biomülls
  • Küchenpapier oder Eierkartons als Strukturmaterial
  • Kleintierstreu in haushaltsüblichen Mengen (keine mineralischen Produkte)

Nicht in die Biotonne dürfen:

Verpackungen, wie z.B.:

  • Abbaubare Kunststoffbeutel für die Sammlung von Bioabfällen
  • Milch- und Safttüten
  • Kunststoffe aller Art (z.B. Plastikbestecke)
  • Glas, Blech
  • Kaffeekapseln aus Aluminium
  • Kaffeepads mit Plastikeinsätzen

3 Gedanken zu „Zu viel Fremdstoffe im Biomüll

  1. Biotonnen in der Stadt…
    Die im Garten befülle ich ja brav und zentnerweise mit Grünschnitt und dergleichen.
    Die im Hof des Mehrfamilienhauses meide ich wie die Pest. Ein einfaches Öffnen und Schließen dürfte die Jahresdosis an Schimmelpilzsporen um ein Vielfaches überschreiten. Aber die ausschließlich bei Ebl und Denns einkaufenden Nachbarn praktizieren es mit religiösem Eifer und inhalieren den nach Verwesung stinkenden Brodem im Dienste des Guten. Kein Wunder, dass sie trotz all der gesunden, teuren Nahrung so grau und pastös aussehen. ;-)

  2. na ja um zu verstehen, was mit oder unter *BIO* sich verbirgt, braucht man nicht unbedingt den doktortitel, schliesslich stellt man sich im bioladen ja auch nicht krampfhaft blöde an.

  3. Alles Bio oder was?
    Entschuldigung, man muss ja schon seinen Doktor auf „Bio und Nachhaltigkeit“ machen um sich als normaler Mensch noch zurechtfinden zu können.
    Da braucht es eine Dissertation über 3000 Seiten, was in den Biomüll oder Hausmüll oder in sonst eine der vielen teuer Tonnen gehört.
    Wir machen das ja gerne und Zeit haben wir unendlich, gibt ja sonst keine Verpflichtungen!

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