Hauptsmoorwald erhalten, Bamberg nachhaltig gestalten – auch mit Blick auf das Gärtnerland!

Antonia Grim, Björn Scharf, Volker Braun im Namen der BI „Für den Hauptsmoorwald“
Kartoffelernte. Foto: Erich Weiß

Die Bürgerinitiative für den Hauptsmoorwald (BI) unterstützt das Anliegen der Bamberger Gärtner, landwirtschaftliche Flächen im Norden Bambergs zu erhalten. Gleichzeitig betont die BI, dass dies nicht zu Lasten schützenswerter Wald- und Naturflächen auf der Muna gehen darf.

Im Bürgerentscheid vom November 2018 hatte eine überwältigende Mehrheit der Bamberger*innen ihren Willen klar zum Ausdruck gebracht, Wald und Naturflächen auf der Muna zu erhalten und dort kein riesiges Gewerbe- und Industriegebiet zu errichten. Seither tritt die BI für eine nachhaltige und behutsame Entwicklung Bambergs ein. „In der Debatte um die Gärtnerflächen wird wieder deutlich, dass gute Lösungen für anstehende Herausforderungen nicht zu erreichen sind, wenn immer nur unverbaute Teile des Stadtgebietes in den Blick genommen werden, die auf die eine oder andere Weise zubetoniert werden sollen.“ so Björn Scharf. „Als BI treten wir für ein Gesamtkonzept einer nachhaltigen Stadtentwicklung ein, bei dem der Flächenverbrauch möglichst gering ist und die verbliebenen Natur-, Garten- oder Landwirtschaftsflächen im Stadtgebiet erhalten bleiben“ ergänzt Antonia Grim.

„Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass wertvolle Flächen auf der Muna als Bannwald, als zusätzliches Naturschutzgebiet und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden, so wie es die Bürgerversammlung im September 2019 von Politik und Verwaltung eingefordert hat“ stellt Volker Braun klar. „Diese Ausweisungen sind möglich, völlig unabhängig davon, wer Eigentümer ist und sollten die Voraussetzung sein für jegliche Entwicklungsprozesse, die wir uns natürlich mit aktiver Bürgerbeteiligung von Beginn an wünschen.“ so Braun weiter. Damit sieht sich die BI auf einer Linie mit den Bamberger Gärtnern, die einen Dialog um die Zukunft der Stadt angeregt haben.

Bei der Suche nach guten Strategien zur Bewältigung der anstehenden ökologischen und ökonomischen Herausforderungen müssen lt. BI alle Optionen in den Blick genommen werden. „Es gilt nun endlich interkommunale Lösungen zu forcieren, die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen zu priorisieren und durch eine Überbauung bzw. eine andere Organisation des Parkraums neue Potenziale für den Wohnungs- und Gewerbebau zu erschließen“ so Björn Scharf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.