Zum Gedenken an die Mutigen des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944

Willy-Aron-Gesellschaft

Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V. lädt herzlich zum Gedenken an die Mutigen ein, die sich am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 beteiligten haben. Die Gedenkveranstaltung findet am 20. Juli 2020 um 11 Uhr am Mahnmal für Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Zivilcourage im Harmoniegarten in Bamberg statt.

Die Willy-Aron-Gesellschaft bittet darum, das geltende Abstandsgebot einzuhalten und einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen.

Das diesjährige Gedenken wird von der Klasse 9c der Graf-Stauffenberg-Realschule Bamberg mit ihrer Lehrerin Verena Heinrich mitgestaltet. Mit ihrem „Gallerywalk“ führen die Schülerinnen und Schüler die Teilnehmenden aktiv ins Thema und beantworten deren Fragen. Hauptfeldwebel Mathias Müller, Trompeter des Heeresmusikkorps Veitshöchheim, umrahmt die Veranstaltung musikalisch. Es spricht Oberbürgermeister Andreas Starke. Einführung und Verabschiedung erfolgen durch die stellvertretende Vorsitzende der Willy-Aron-Gesellschaft Mechthildis Bocksch.

Am 20. Juli 1944 unternahm das Militär einen Militärputsch, der Hitler und das NS-Regime beseitigen sollte. Ziel war es, den seit 1939 wütenden Vernichtungs-, Eroberungs-, Rassen- und Beutekrieg, wie die Gewaltverbrechen der Nationalsozialisten zu beenden. In Deutschland sollte der Rechtsstaat sollte wieder hergestellt werden. Hinter dieser generalstabsmäßig geplanten militärischen Operation stand der damals 37-jährige Oberst Claus Graf Stauffenberg, der auch an zentraler Stelle mitwirkte.

Im Anschluss an den Militärputsch sollte das Militär wesentliche staatliche Funktionen übernehmen. Unterstützt werden sollte es dabei durch ein breites ziviles Netzwerk von Widerstandskämpfern aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Für die Gewerkschaften hatte Wilhelm Leuschner, gebürtig in Bayreuth, eng mit Claus Graf Stauffenberg zusammengearbeitet, ferner Sozialdemokraten, wie Julius Leber sowie Nationalkonservative, wie Carl Friedrich Goerdeler, Monarchisten und christliche Kreise, wie der Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke. So sollte Deutschland aus der entsetzlichen nationalen Krise geführt werden, in der es sich befand.

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