Hinter den Kulissen der Bamberger Tafel: Wie Spenden und ehrenamtliche Arbeit helfen können

Kuchen und süße Feinkost für Hilfsbedürftige: Wolfgang Knoblach sortiert am Lebensmittelausgabe-Tag die gespendeten Waren von Betrieben und Supermärkten der Region. Foto: Bamberger Tafel e.V.

Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. ist eines der größten und wichtigsten sozialen Bewegungen unserer Zeit. Tagtäglich werden unzählige Tonnen verzehrfähiger Lebensmittel vernichtet, obwohl bei vielen Menschen Mangel herrscht. Die Tafeln haben es sich zur Aufgabe gemacht, die überschüssigen und doch einwandfreien Lebensmittel an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte zu verteilen. So auch die Bamberger Tafel e.V., die seit nunmehr 28 Jahren ihr Vereinskredo „Lebensmittel retten, Menschen helfen“ in die Tat umsetzt und den notwendigen Ausgleich in der Region Bamberg schafft.

Durch Kooperationen mit über 70 Supermärkten in Bamberg und Umgebung und durch die Arbeit eines Teams von 60 ehrenamtlichen Helfern wird dies zuletzt möglich. Tagtäglich werden Lebensmittel, die kurz vor oder am Mindesthaltbarkeitsdatum stehen mit Transportwagen abgeholt, in den Räumlichkeiten der Bamberger Tafel sortiert und während der Ausgabentage an Bedürftige verteilt. Mittlerweile sind es 1000 Menschen, die wöchentlich die Hilfe und die Bereitschaft der Tafel in Anspruch nehmen. Armut betrifft damit nicht mehr nur Randgruppen, sondern zunehmend Familien und ältere Menschen. Ein soziales und gesamtgesellschaftliches Problem, dem sich die Bamberger Tafel regional widmet. „In der gesamten Vereinsgeschichte haben wir über eine Million Taschen mit Lebensmitteln befüllt und sind hunderte Kilometer mit dem Lebensmitteltransportwagen gefahren“, so der 1. Vorsitzende Wilhelm Dorsch.

Es ist Lebensmittelausgabe-Tag: Annerose Dechant und Brunhilde Schmitt (v. l.) sortieren das gespendete Obst und Gemüse für Hilfsbedürftige. Sie zeigen soziales Engagement und sind ehrenamtliche Mitglieder der Bamberger Tafel e.V. Foto: Bamberger Tafel e.V.

Eine Aufgabe, die der ehrenamtlich und durch Spenden getragene Verein, nur durch die Hilfe von Privatinitiativen und durch finanzielle Unterstützung erfüllen kann. So sucht die Bamberger Tafel anhaltend bei den Lebensmitteltransporten, der Ausgabe oder in der Beratung nach ehrenamtlichen Helfern und ist dankbar für jedes Engagement. „Wir setzen uns bedingungslos für Menschen in unserer Heimat ein. Dabei liegt uns auch das Wohl Geflüchteter sehr am Herzen, die in den vergangenen Jahren vermehrt unsere Unterstützung suchten. Wir ermöglichen somit Bedürftigen in allen Notlagen eine unbürokratische und vor allem schnelle Hilfe. Sie werden in unserem Team gebraucht“, mit diesen Worten wendet sich Wilhelm Dorsch, der die Bamberger Tafel in den 1990er Jahren in Eigeninitiative gründete, an die Bevölkerung der Stadt.

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