Umweltfreundlicher Antrieb für Stadtbusse

BA-Fraktion

Der Brennstoffzellen-Motor ist nicht neu – mittlerweile aber so ausgereift, so dass Betreiber und einschlägige Industrie davon ausgehen, dass brennstoffzellen-elektrische Busse in absehbarer Zeit auf allen Ebenen mit Dieselbussen gleichziehen bzw. sie übertreffen. In einem von den BA-Stadträten Dieter Weinsheimer und Michael Bosch an OB Andreas Starke geschriebenen Antrag, greifen diese das Thema auf und regen an, dass die Stadtwerke Bamberg (StWB) beim Umbau ihrer Busflotte auf brennstoffzellen-elektrische Fahrzeuge setzen. Der Vorteil dieser Busse besteht in anerkannter Weise darin, dass sie in Lebensdauer, Verfügbarkeit und Wartungsaufwand den Dieselbussen überlegen sind. Dies rührt daher, weil Busse mit Brennstoffzellensystemen über eine modulare Bauweise und weniger bewegliche Teile verfügen. „Man könne die Fahrzeuge zum Test aber auch leasen und einen externen Wartungsvertrag abschließen“, gab BA-Stadtratin und StWB-Aufsichtsratmitglied Ursula Redler „als einen vorteihaften Einstiegsschritt“ zu bedenken.

Eindeutige Vorzüge der Brennstoffzellenbusse sind der geringere Energieverbrauch und ein höherer Wirkungsgrad. Die Umweltfreundlichkeit wird bezüglich Lärmentwicklung und Schadstoffausstoß (kein CO2) von keinem anderen Antriebssystem übertroffen. Der Brennstoffzellenmotor stößt deshalb keine Schadstoffe aus, weil die in Wasserstoff und Sauerstoff gebundene Energie direkt in Elektroenergie umgewandelt wird und dann lediglich Wasser abgegeben wird.

Weinsheimer und Bosch schlagen in ihrem Antrag vor, einen schrittweisen Umbau der Bamberger Stadtbusflotte mit dem Einsatz von kleineren Busfahrzeugen bei den Berglinien (910, 913) zu beginnen. Die Kostenersprarnis sollte man dafür einsetzen, diese Pilotfahrzeuge mit der umweltfreundlichen Technik eines brennstoffzellen-elektrischen Antrieb auszurüsten.

BA-Stadträtin und Aufsichtsratmiglied bei den StWB, Ursula Redler, weist freilich darauf hin, dass die Kosten für Brennstoffzellenfahrzeuge immer noch recht hoch sind. Deshalb müsse man klar unterschieden, zwischen dem „einfachen“ Elektromotor für PkWs und einem Brennstoffzellenaggregat bei Großfahrzeugen. Redler sprach sich dafür aus, weitere Straßen auszusuchen, die für die Einrichtung einer Busspur geeignet seien.

2 Gedanken zu „Umweltfreundlicher Antrieb für Stadtbusse

  1. Ich werde skeptisch, wenn

    der Anteil des öffentlichen Personenverkehrs in Bamberg seit Jahrzehnten kontinuierlich sinkt,

    die Stadt angeblich die Verkehrswende einleiten will

    und dann der Vorschlag kommt, angesichts eines ohnehin beschämend geringen Verkehrsanteils künftig kleinere Fahrzeuge einzusetzen.

    Ich schließe hieraus: Ein nennenswerter Ansteig des Fahrgastaufkommens ist nicht gewünscht.

  2. Hallo Zusammen,
    zunächst möchte ich sagen, dass ich diese Idee sehr gut und zukunftsweisend finde.
    Hinweisen möchte ich auf einen Nominierten des Deutschen Zukunftspreises 2018:
    Team III: Flüssige Wasserstoffspeicher – Wegbereiter einer künftigen Wasserstoffgesellschaft
    https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=F89U82-dQd0
    Vielleicht kann Bamberg hier eine Technik mit voranbringen die dem Klima wirklich hilft.
    Herzliche Grüße

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