Serenadensommer im Rosengarten

Der Tubist der Bamberger Symphoniker Heiko Triebener und der Schauspieler Martin Neubauer

Auch in diesem Sommer wird es wieder Highlights klassischer Kammermusik im Rosengarten der Neuen Residenz im Zentrum des Weltkulturerbes gegenüber vom Bamberger Dom geben, seit 1962 zum 58. Mal. Neben drei Konzerten im Rosengarten wird eines erstmals auf dem Ostplateau unterhalb des Klosters St. Michael stattfinden. Was diesen „Versuchsballon“ betrifft, so ist der Verein der Rosengartenserenaden bei der Planung von den dortigen Verantwortlichen sehr freundlich und aufgeschlossen empfangen worden, insbesondere auch von der Pächterin des „Café-Restaurant am Michaelsberg“, die sowohl die Konzertbesucher in der Pause bewirten wird und dem Verein darüber hinaus auch in verschiedener Weise unterstützt, was den Vereinsvorstand nach den bisherigen Erfahrungen nachgerade hat euphorisch werden lassen.

Die Saison eröffnet das Duo Matthias M. Beckmann, Violoncello, und Margit-Anna Süss, Harfe, aus Salzburg am 20. Juli um 20 Uhr vor dem Pavillon im Rosengarten. Auf dem Programm stehen Miniaturen von Fermo Bellini, Camille Saint Saëns, Gabriel Fauré und Edward Elgar, eine Sonate von Carl Philipp Emanuel Bach sowie die „Arpeggione“ Sonate von Franz Schubert.

An zweiter Stelle in dieser Saison präsentiert das Bamberger Kammerorchester, teilweise unter Leitung seines Gründers Gerhard Olesch, ein Programm mit Werken von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach, den hierzulande seinerzeit berühmtesten Komponisten der Barockzeit. Im Zentrum des Konzertes am 3. August im Rosengarten steht erstmals die Bratsche als Soloinstrument – und dies, obwohl der nunmehr im 30. Jahr seiner Amtszeit stehende künstlerische Leiter und Vorstand der Rosengartenserenaden selbst studierter Bratschist ist. Das Konzert beginnt mit der Suite „Les Nations“ von Telemann, gefolgt von dessen Bratschenkonzert, dem ersten Solokonzert für dieses Altinstrument überhaupt, interpretiert von der jungen Solistin Lilia Rubin. Von Bach werden die Brandenburgischen Konzerte Nr. 3 und 6 aufgeführt, letztere mit Lila Rubin und Martin Timphus von den Bamberger Symphonikern als Solisten. Das Orchester wird noch ergänzt um Professor Hertwig Groth aus Nürnberg und Maximilian Fahnler an der Viola da Gamba.,

Das dritte Konzert findet am 17. August wie erwähnt erstmals auf dem Ostplateau von St. Michael statt. Konzertbeginn hier ist schon um 19 Uhr; dies wurde möglich aufgrund der vor Ort gegebenen größeren zeitlichen Flexibilität. Das Novalis Quartett aus Münchenspielt Streichquartette von Joseph Haydn (Quartett in Es- Dur Op. 64, Nr. 6), Peter Iljitsch Tschaikowsky (Quartett in B-Dur Op. posth.) und Robert Schumanns Quartett in A-Dur, Op. 41, Nr. 3.

Das Abschlußkonzert – nun wieder um 20 Uhr im Rosengarten – gestalten der Schauspieler Martin Neubauer und der Tubist der Bamberger Symphoniker Heiko Triebener mit ihrem Programm Bambageno oder „Die Zaubertuba“, einem heiteren „Crossover“, ausgehend von Mozarts „Zauberflöte“ bis hin zu einer „apokalyptisch erfolglosen Musikunterrichtsstunde von Karl Valentin“.

Einlaß zu den Konzerten ist eine halbe Stunde vor Beginn, Karten sind erhältlich beim Bamberger Veranstaltungsdienst und an der Abendkasse, dort auch mit Ermäßigungen für Inhaber der „Bamberg Card“. Seit einigen Jahren haben Kinder in Begleitung ihrer Eltern bis einschließlich Grundschulalter freien Eintritt.

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