Bauhaus, Puppenkiste und Stipendiatenkonzert

Der Richard-Wagner-Verband Bamberg bietet bis Jahresende wieder ein attraktives Programm

Richard-Wagner-Verband
Jonathan Weimer und Veronika Böhm, die diesjährigen Stipendiaten des RWV Bamberg. Foto: Harald Schneider

Zwischen einer großen Bauhaus-Fahrt und dem Besuch einer „Ring“-Vorstellung der Augsburger Puppenkiste hat der Richard-Wagner-Verband Bamberg (RWV) in seinem Programm bis zum Jahresende wieder allerhand vor. Und der Höhepunkt darf nicht fehlen: das Konzert der diesjährigen Bayreuth-Stipendiaten Veronika Böhm und Jonathan Weimer am 21. November im Spiegelsaal der Harmonie.

Der Veranstaltungsreigen beginnt am 24. September um 19.30 Uhr im Hotel Bamberger Hof mit einem Vortrag von Jochen Hörisch zum Thema „Wonne – Wagners Lieblingswort“. Der Germanist und Medienanalytiker wird erläutern, was es mit diesem Zauberwort und den Erfahrungen, die es bezeichnet, auf sich hat. Der Eintritt ist frei.

Wie es sich für einen Verein gehört, betreibt der RWV auch Innenschau: Am 2. Oktober um 19.30 Uhr beleuchtet Rainer Fineske, Präsidiumsmitglied des internationalen Dachverbands, in Wort und Bild die Geschichte der Wagner-Verbände im Laufe von fast 150 Jahren und deren Beziehungen zum Festspielhaus und zur Wagner-Familie. Der Eintritt ist frei.

Bei der Bauhaus-Reise nach Dessau und Weimar von 20. bis 23. Oktober 2019 stehen nicht nur der Besuch der zwei neuen Museen und weiterer Sehenswürdigkeiten an, sondern mit der Dvořák-Oper „Katja und der Teufel“ auch eine Opernrarität – inszeniert von Jakob Peters-Messer, an dessen Arbeiten in Coburg sich viele Opern- und Wagnerfreunde gern erinnern. Für die Bauhaus-Fahrt sind noch vier Plätze frei, weitere Infos unter www.rwv-bamberg.de auf der RWV-Homepage.

Hans Rudolf Vaget, der in den USA lebende Germanist, kommt am 6. November nach Bamberg: „Das Meistersingerland: Zum Wagnerkult im Dritten Reich“ heißt das Thema, über das er ab 20 Uhr im Hörsaal U2 der Universität Bamberg spricht. Der Thomas-Mann- und Wagner-Experte untersucht, ob die „Meistersinger“ formale Aspekte und Inhalte aufweisen, die diese Oper als besonders Nazi-affin erscheinen ließen. Der Eintritt ist frei.

Das alljährliche Stipendiatenkonzert findet am 21. November um 19. 30 Uhr im Spiegelsaal der Harmonie statt. Die Geigerin Veronika Böhm (Jahrgang 1997) und der Klarinettist Jonathan Weimer (Jahrgang 1998), die auf Kosten des Verbands im August gemeinsam mit 250 Nachwuchskünstlern aus der ganzen Welt unter anderem drei Festspielaufführungen erleben dürfen, präsentieren ihr Können mit einem tollen Programm. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind erbeten.

Zum Jahresabschluss haben sich die Wagnerianer ein besonderes Schmankerl gesichert. Sie besuchen am 7. Dezember bei ihrer Jahresabschlussfahrt die „Ring“-Inszenierung der Augsburger Puppenkiste – offensichtlich ein attraktives Vorhaben, denn die Tagesfahrt war sofort ausgebucht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.