Planungswerkstatt „Spiegelfelder“: Den Planern über die Schulter schauen

Stadt Bamberg

Meinungen und Anregungen gefragt – Einladung zum öffentlichen Planungsdialog zwischen Fachleuten und Bürgern

Spiegelfelder
Spiegelfelder

Die „Spiegelfelder“ – ein bislang wenig bekannter Stadtraum zwischen Brenner-, Zollner-, Neuerb- und Katharinenstraße – sollen nach den Vorstellungen des Stadtplanungsamtes dazu beitragen, dringend benötigten Wohnraum in zentraler Lage zu schaffen. Die Stadt Bamberg hat, im Nachgang eines EUROPAN-Wettbewerbes aus dem Jahr 2015 im Sommer 2016 dazu einen Rahmenplan erstellt. Anlässlich einer öffentlichen Planungswerkstatt am 1. und 2. Februar 2019 (Ort: Pfarrsaal St. Heinrich, Eugen-Pacelli-Platz 3) gilt es nun, die bestehenden städtebaulichen Vorstellungen um landschafts- und freiraumplanerische Aspekte zu konkretisieren – im direkten Dialog mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die Grundidee der Rahmenplanung „Spiegelfelder“ sieht eine großzügige Grünfläche für Bamberg Ost sowie den Ausbau einer grünen Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Bahnhof, Heinrich-Weber-Platz und Lagarde-Kaserne vor. Bereits im bisherigen Verfahren konnten unter Einbindung der Bevölkerung wertvolle Ideen gesammelt werden, die in ein konkretes Umsetzungskonzept einfließen sollen. Das zentrale städtebauliche Element bilden öffentliche Grünräume mit einem hohen Erholungswert, die sowohl der übergeordneten Versorgung des Gebietes als auch der unmittelbaren Nachbarschaft dienen. Im erweiterten Umgriff sind die Anschlüsse an die in der Nachbarschaft vorhandenen Straßen zu betrachten.

Spiegelfelder Lageplan
Spiegelfelder Lageplan

Darüber hinaus ist vor allem die Verbindung über Neuerbstraße – Heinrich-Weber-Platz – Eckbertstraße als Radwegeverbindung zur künftigen Wohnbebauung der Lagarde-Kaserne interessant. Durch ihre Lage sind die „Spiegelfelder“ für die stadträumliche Verflechtung von zentraler Bedeutung. Über das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ sollen hochwertige innerstädtische Grünstrukturen geschaffen werden.

Wichtiges Ziel der Planungswerkstatt ist es, eine Aufwertung und Qualifizierung des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes im Bestand und die gestalterische Verknüpfung mit den neu zu planenden Grün- und Freiflächen im Bereich der „Spiegelfelder“ zu erreichen. Unter Einbeziehung der bisher vorliegenden Konzepte sollen Gestaltungsvorschläge diskutiert werden. Drei Landschaftsarchitekturbüros wurden eingeladen, im Rahmen einer öffentlichen Planungswerkstatt am 1. und 2. Februar 2019 entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln.

Die „offene“ Planungswerkstatt – Möglichkeit, Ideen mitentwickeln!

Zur Ideenentwicklung steht die Planungswerkstatt an beiden Tagen ab 9 Uhr offen. Dabei besteht für Interessierte die Möglichkeit, den Experten bei der Arbeit zuzuschauen und Fragen zu stellen. Gelegenheit im direkten Dialog eigene Vorstellungen, Meinungen und Anregungen einfließen zu lassen, gibt es insbesondere am Freitag um 19 Uhr und am Samstag um 17 Uhr. Zu diesen Zeiten sind Kurzvorstellungen und Beurteilungsrunden der Jury vorgesehen, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Am Freitag besteht außerdem um 9 Uhr die Möglichkeit, an einer öffentlichen Führung durch das Plangebiet teilzunehmen. Treffpunkt ist das Fahrradparkhaus in der Brennerstraße.

Das abschließende Arbeitsergebnis – Skizzen und Ideen mit grafischen und textlichen Erläuterungen – wird dem Bau- und Werksenat voraussichtlich am 3. April 2019 vorgestellt. Danach ist eine Ausstellung der Arbeiten im Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34, vorgesehen.

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