Bamberg braucht mehr Perspektiven als „Autostadt“

Mitteilung der GAL

GAL will nach über einem Jahr Pause das Thema Wirtschaftsbeirat wieder auf die Tagesordnung bringen

Es ist ein gutes Jahr her, dass das Thema Wirtschaftsbeirat zur Diskussion im Stadtrat stand – nun will es die GAL-Stadtratsfraktion per Antrag wieder auf die Tagesordnung holen. Im Dezember 2015 hatte es verschiedene Vorstellungen über eine Wiederbelebung des Wirtschaftsbeirats gegeben. Die GAL plädierte für einen Zukunftsrat mit externen Fachleuten und weiter gefasster Aufgabenstellung als der rein klassischen Wirtschaftspolitik. CSU und SPD rieben sich vor allem wegen der Personalfrage aneinander, ob der damalige IHK-Präsident und CSU-Mann Heribert Trunk als Vorsitzender eines solchen Beirats fungieren sollte oder nicht.

Am Ende vertagte sich der Stadtrat mit dem Auftrag an die Verwaltung, einen Satzungsentwurf für einen Wirtschaftsbeirat oder Zukunftsrat zu erarbeiten und dabei die inhaltlichen GAL-Anregungen zu berücksichtigen.

„Jetzt, nachdem Heribert Trunk das Amt des IHK-Präsidenten bald abgibt, könnte der Weg frei sein für eine Diskussion über die Inhalte und Aufgaben des WB statt über einzelne Personen“, hofft GAL-Antragsteller, Stadtrat Wolfgang Grader. Er hält den Zeitpunkt – gerade auch nach der umstrittenen Gastrede von Brose-Chef Stoschek beim Neujahrsempfang – für genau richtig: „Stoscheks einfache Definition Bambergs als ‚Autostadt‘ hat zu Recht Widerspruch hervorgerufen und kann eine dringend nötige Debatte nur befeuern.“

Jonas Glüsenkamp, GAL-Vorstandsmitglied und aktiv beim Arbeitskreis „Grüne im Wirtschaftsdialog“ meint: „Ein solcher Beirat oder Zukunftsrat kann, besetzt vor allem auch mit externer Expertise, einen Perspektivwechsel hin zu einer nachhaltigen kommunalen Wirtschaftspolitik fördern. Er sollte dabei Zukunftsthemen aufgreifen und Chancen und Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Bamberg ausloten, und zwar losgelöst vom Tagesgeschäft im Stadtrat.“

 

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