Trend zum Tauschen unter die Lupe genommen

4. Bamberger Hochschultag widmete sich der Sharing Economy

Ob Car- oder Bikesharing, Urban Gardening, Couchsurfing, Crowd Funding oder Food Sharing – Projekte aus dem Bereich der Sharing Economy gibt es viele. So werden Gärten gemeinsam bewirtschaftet und gepflegt, Gäste aus aller Welt auf der heimischen Couch kostenlos empfangen oder Kleider auf Tauschbörsen getauscht. Wie beliebt der Trend zum Teilen ist, zeigt die aktuelle Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, auf Eigentum zu verzichten und stattdessen Produkte zu tauschen und zu teilen. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen – und damit der Studierenden – findet sogar fast jeder zweite diesen Gedanken reizvoll.

„Mittlerweile sind immer mehr gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen hin zur Nachhaltigkeit zu beobachten. Hier ist auch das Konzept der sogenannten Sharing Economy einzuordnen“, sagte Prof. Dr. Frank Wimmer, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere für Absatzwirtschaft der Universität Bamberg. Wimmer führte am 8. Juni beim Bamberger Hochschultag für ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit nach einer Begrüßung durch Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert in die Grundzüge der Sharing Economy ein, bevor fünf Vorträge und Praxisberichte das Thema unter die Lupe nahmen.

Auf den Auftakt des Bamberger Hochschultages folgten Workshops: Am Donnerstag, den 9. Juni, zeigte die Umweltinitiative Transition Bamberg, wie solidarisches Teilen in einer Stadt organisiert werden kann. So wurden eine Besichtigung des Umsonstladens und des Selbsterntegartens angeboten. Am Freitag, den 10. Juni, fand der Open Water Day in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Energieeffiziente Systeme, statt, der sich in offenen Vorträgen mit der Steigerung der Wasser- und Energieeffizienz beschäftigte.

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