Tarifrunde Telekom und T-Systems

Mehr als 300 Beteiligte an Warnstreiks und Aktionen in Bamberg

ver.di-Betriebsgruppe Telekom Bamberg
Streikende bei der Kundgebung am Standort in der Bamberger Gartenstadt. Foto: ver.di

Streikende bei der Kundgebung am Standort in der Bamberger Gartenstadt. Foto: ver.di

Telekom-Beschäftigte in Bamberg waren im Laufe der Woche an drei Tagen an Warnstreiks und Aktionen in den laufenden Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom und T-Systems beteiligt.

Zum Start der Tarifrunde bei T-Systems beteiligten sich am Dienstag, den 5.4.2016 etwa 100 Beschäftigte am Standort in der Gutenbergstraße an einer Mittagspausenaktion. „Die Arbeitgeberseite hatte bereits vor Aufnahme der Tarifverhandlungen Entgelterhöhungen ausgeschlossen“, berichtete Klaus Grasser, ver.di-Vertrauensmann bei T-Systems. „Diese Ankündigung ist bei der Belegschaft auf Unverständnis gestoßen. Kostensenkungen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzuführen, kann nicht hingenommen werden“, so Grasser.

Am Mittwoch, den 6.4.2016 legten 75 Beschäftigte aus dem Technischen Service ihre Arbeit nieder. „Im Bereich Telekom Training macht die Telekom Werbung mit dem Slogan ‚Menschen machen Erfolge‘. Die Beschäftigten erwarten, dass sich die schönen Worte am 12. und 13. April 2016 in der entscheidenden Verhandlungsrunde bemerkbar machen“, mahnte Stefan Hofmann, regionaler Arbeitskampfleiter bei ver.di.

130 Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Telekom Technik, die sich am Donnerstag, den 7.4.2016 am Warnstreik beteiligten, zogen mit wehenden ver.di-Fahnen ins Streiklokal in der Lichteneiche ein. „Die Kolleginnen und Kollegen in den technischen Bereichen leisten seit Monaten beim Netzausbau hervorragende Arbeit“, sagte Maik Gütlein-Drechsler, Sprecher der ver.di Betriebsgruppe Telekom Bamberg. „Die Beschäftigten erwarten in der aktuellen Tarifrunde, dass die Arbeitgeberseite ihre Spitzenleistungen honoriert und in der nächsten Verhandlungsrunde eine ordentliche Entgelterhöhung anbietet.“

An den drei Aktionstagen wurden die Arbeitskämpfer von Dr. Manfred Böhm von der katholischen Betriebsseelsorge, der ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Doris Stadelmeyer und dem DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt begleitet.

In der laufenden Tarifrunde für die rund 63.000 betroffenen Tarifangestellten und Auszubildenden bei der Deutschen Telekom fordert ver.di eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus will die Gewerkschaft den Vertrag über den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängern. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden.

Auch bei T-Systems fordert ver.di eine Entgelterhöhung von 5 Prozent sowie den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen.

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