Wagner, Verdi und wir

Richard-Wagner-Verband Bamberg

Ein Abend mit dem Musikjournalisten und Musikwissenschaftler Holger Noltze am 11. März in Bamberg

„Selten ist so erhellend, selten so gut über das, was im Maschinenraum des Musiktheaters geschieht, geschrieben worden“, konstatierte Uwe Schweikert in der internationalen Fachzeitschrift „Opernwelt“, wo wenig später das so gepriesene Werk zum „Buch des Jahres“ gekürt wurde. Und Wolfram Goertz bezeichnete das 2013 erschienene Buch „Liebestod. Wagner, Verdi, Wir“ von Holger Noltze gar als einen Quantensprung: „Wie Noltze Wagner und Verdi vergleicht, wie er anhand des Phänomens vom Liebestod Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Komponisten aufspürt – das ist eine Oase in der literarischen Wüste.“

Wenn man Kritikern glaubt – und die eben Zitierten gehören gewiss zu jenen wenigen, denen man tatsächlich glauben darf –, dann ist dem Musikjournalisten und Medienwissenschaftler Professor Holger Noltze mit diesem seinem sechsten Buch etwas ganz Besonderes gelungen. Was auch den Richard-Wagner-Verband Bamberg auf den Plan gerufen hat. Auf seine Einladung kommt Noltze am 11. März nach Bamberg und wird im Gespräch mit Matthias Hain, dem Wagnerkenner und PR-Manager der Bamberger Symphoniker, sicher nicht nur über Wagner und Verdi sprechen, sondern auch darüber, welchen Stellenwert die Kultur in unserer Gesellschaft, in der Politik und in den Medien hat.

Holger Noltze ist 1960 in Essen geboren, studierte Alt- und Neugermanistik und Hispanistik in Bochum und Madrid und promovierte zum Dr. phil. mit einer Dissertation über den „Parzival“-Roman Wolframs von Eschenbach. Seine journalistische Ausbildung erfolgte beim WDR, wo er als Redakteur und Moderator vieler Kultursendungen wirkte, ab 1995 auch über die Bayreuther Festspiele berichtete und von 2001 bis 2015 die Gesprächsrunde „West.art Talk“ moderierte. Von 1996 bis 2004 war er Gastdozent im Studiengang „Literaturvermittlung und Medienpraxis“ an der Universität Essen, von 2000 bis 2005 er Ressortleiter für aktuelle Kultur beim Deutschlandfunk. Seit 2005 ist Holger Noltze Professor für Musik und Medien an der TU Dortmund, wo er den Studiengang Musikjournalismus aufgebaut hat und die Vortragsreihe „Dortmunder Lektionen zur Musikvermittlung“ im Konzerthaus Dortmund begründete. Er ist Mitglied im Fachausschuss Medien des Deutschen Musikrats und seit 2013 nicht nur Mitglied, sondern auch Sprecher des Rats für Kulturelle Bildung deutscher Stiftungen.

Daneben ist er mit Features und Beiträgen vor allem im WDR zu hören und schreibt unter anderem für die „Frankfurter Rundschau“, die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Fono Forum“. Noltze veröffentlichte bisher Bücher über Goethe, Wagner und Verdi sowie über musik- und mediengeschichtliche Themen. Sein jüngstes Buch, das im April erscheinen soll, ist ein Gesprächsband mit Menachem Pressler, dem über 90-jährigen Konzert- und langjährigen Pianisten des Beaux Arts Trios. Die Neuerscheinung heißt „Dieses Verlangen nach Schönheit“. Es ist das erste Werk mit und über Menahem Pressler in deutscher Sprache, in dem der Künstler auf die Stationen seines epochalen Musikerlebens zurückschaut und über Interpretation und Stilempfinden ebenso diskutiert wie über die Entwicklungen des Musikbetriebs und die Kunst des Übens.

Der Gesprächsabend mit Holger Noltze und Matthias Hain findet am Freitag, 11. März um 19.30 Uhr in den Seminarräumen des Hotels Bamberger Hof am Schönleinsplatz statt. Der Eintritt ist frei, wie immer sind auch Nicht-Mitglieder sind willkommen.

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