Kulturförderpreis für Festival „kontakt“

Mitteilung der Stadt Bamberg

Seit elf Jahren von Studierenden ehrenamtlich organisiert

Das Kulturfestival „kontakt“ erhält den Kulturförderpreis 2015 der Stadt Bamberg. In diesem Jahr fand die von Studierenden organisierte kulturspartenübergreifende Veranstaltungsreihe bereits zum elften Mal statt. Der Zuspruch des Publikums ist dabei anhaltend hoch. An die 17.000 Menschen besuchten zwischen dem 21. und 25. Mai die rund 70 Veranstaltungen in der ehemaligen Lagarde-Kaserne an der Weißenburger Straße. Der mit 6.000 Euro dotierte Kulturförderpreis wird am 4. November offiziell verliehen.

Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

Der Stadtrat bestätigte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Mittwoch, 29. Juli, eine einstimmige Entscheidung der Jury, bestehend aus Bürgermeister Dr. Christian Lange, Referent für Bildung, Kultur und Sport, Nora-Eugenie Gomringer (Leiterin Villa Concordia), Dr. Barbara Kahle (1. Vorsitzende Kunstverein Bamberg), Andrea Paletta (1. Vorsitzende Musikverein Bamberg), Prof. Dr. Friedhelm Marx (Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft Uni Bamberg) und Gerhard Schlötzer (2. Vorsitzender Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberfranken).

Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

Den Veranstaltern gelinge es immer wieder, „interessante Orte mit kulturellem Leben zu erfüllen“, begründete die Jury die Entscheidung für den Preisträger. So im vergangenen Jahr das ehemalige Maiselbräu-Gebäude und nun in der Lagarde-Kaserne die Reithalle von 1890 und die KfZ-Reparaturhalle von 1936. Der Name „kontakt – Festival“ sei dabei Programm, denn es gehe den rund 30 ehrenamtlichen Organisatoren „nicht nur darum, Kulturangebote zu machen, sondern ein Forum für den Austausch von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Interessen zu bieten“. Die Jurymitglieder waren sich einig: „Für die Erweiterung des Kulturangebotes, für die Vernetzung etablierter und neuer Kulturakteure mit dem Publikum und für die Entwicklung von Leerständen in neue Kulturräume verdienen die Kontakt-Akteure“ die Auszeichnung. Insbesondere habe sich die Initiative von Anfang an für eine kulturelle Nutzung des Kasernengeländes ausgesprochen.

Der Kulturförderpreis der Stadt Bamberg wird laut Satzung an Personen oder Gruppen verleihen, die „durch ihre innovativen Aktivitäten das kulturelle Angebot in und für Bamberg bereichert haben“ oder an „junge Künstlerinnen und Künstler, die eine besondere Förderung verdienen und durch ihr Leben oder ihre Arbeit mit Bamberg verbunden sind“.

"Ich muss groß" / Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

„Ich muss groß“ / Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

"Ich muss groß" / Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

„Ich muss groß“ / Kontakt-Festival 2015 auf dem Konversionsgelände. Foto: Erich Weiß

Kinetische Lichtskulptur von Jürgen Schabel. Foto: Christiane Hartleitner

Kinetische Lichtskulptur von Jürgen Schabel. Foto: Christiane Hartleitner

Die Amygdala (griech. Mandelkern) ist Teil des Limbischen Systems und in unserem Gehirn für die Steuerung von Emotionen und Ängsten verantwortlich. Die Arbeit nimmt Bezug auf die permanente Konfrontation mit optischen und emotionalen Reizen, denen wir uns mit städtischen Raum unablässig ausgesetzt sehen. Bewegung und Stillstand, Farbe und monochrome Strukturen, Bilder und Textfragmente in sich laufend ändernden Schnittmengen bilden das Material für eine Collage der unterschiedlichsten Aspekte urbanen Lebens. Da der Abstrahlwinkel der Projektion nicht nur die kinetische Objekte beleuchten, sondern darüber hinaus auch den Raum erfassen, werden die Besucher mit ihren sich permanent verändernden Schattenwürfen selber zu interaktiven Protagonsten der Installation.

Eva Nüsslein. Foto: Christiane Hartleitner

Queens of the mesozoic I + II von Eva Nüsslein. Foto: Christiane Hartleitner

Vor 225 Millionen Jahren begann die Zeit der Dinosaurier. Sie zählten zu den erfolgreichsten Wirbeltieren der gesamten Erdgeschichte. Die Dinosaurier liefen aufrecht auf säulenförmigen Beinen. Bereits im Oberjura beginnen einzelne Arten von Tieren enorm an Größe zuzunehmen. Der Grund für dieses Riesenwachstum scheint in der Zunahme des Sauerstoffanteils der Luft zu liegen. Das Gewicht wächst ebenfalls ins Gigantische, um diesen riesigen Körper mit Energie zu versorgen, muss der Dinosaurier Unmengen an Nahrung zu sich nehmen. Somit haben einige der riesigen Sauropoden eine Art „zweites Gehirn“ ausgebildet. Hin und wieder wird die These laut, dass gerade dieser Riesenwuchs zum Aussterben führte.

Eva Nüsslein verfügt nur über einen sehr kleinen Körper (kleiner 160 cm). Trotz erstaunlichem Nahrungsbedarf findet sich bei ihr allerdings lediglich ein Gehirn. Um diese Mängel zu kompensieren, malt sie großformatige Dinosaurier-Bilder. Sie studiert Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.

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Ein Revival der Performance: Performancefestival im Skulpturenpark

 

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