Bevor des erschta Lichtla brennt

Lebenshilfe Bamberg

Der vorweihnachtliche Markt der Lebenshilfe am 22. November bekam großen Zuspruch

Lebenshilfe 1„Man hat das Gefühl in eine andere Welt eingetaucht zu sein. Es hat etwas Magisches und Zauberhaftes“. Die junge Frau lächelt freundlich und führt fort: „Man kriegt schon Gänsehaut, irgendwie“. Der Mann neben ihr nickt zustimmend: „Und es ist tatsächlich eine Veranstaltung von besonderer Art.“

Unter dem Motto „Bevor des erschta Lichtla brennt“ hatte die Lebenshilfe Bamberg am letzten Samstag zu einem außergewöhnlichen vorweihnachtlichen Markt eingeladen. In die liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten der Werkstatt an der Moosstraße 114  lockte der Verkauf von kunsthandwerklichen Produkten wie Holzspielzeug, Keramikprodukten und Schmuck Scharen an jungen und alten, behinderten und nicht behinderten Menschen. Die Helferinnen und Helfer „legten sich mächtig ins Zeug“, um den Ansturm bewältigen zu können. „Sie haben alle Hände voll zu tun und sind trotzdem so freundlich“, lobt eine alte Dame die Mitarbeiter der Lebenshilfe. Sie zeigt den Weihnachtskranz, den sie gekauft hat und freut sich zu wissen, dass es „für einen guten Zweck“ ist.

Viel Interesse gab es für die Eigenprodukte und Dienstleistungen der Werkstätten

So wurde der Bau der Veeh-Harfe gezeigt, ein spezielles Musikinstrument, das auch von Menschen ohne Musikkenntnissen gespielt werden kann. Daneben demonstrierten Mitarbeiter das Ausflechten von Stühlen. Kaffee der hauseigenen Marke „Adesse“ wurde vor Ort geröstet. An der Lasermaschine konnten die Besucher zudem USB Sticks mit einem persönlichen Schriftzug versehen lassen. Immer wieder zeigte sich das Publikum beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der Arbeit.

Lebenshilfe 2Auf Begeisterung stieß das Kulturprogramm. Umhüllt von besinnlichem Kerzenschein verwandelte sich die Metallabteilung der Werkstatt in eine fantastische Bühne. Zwischen Stanzen und Drehautomaten, Fräs- und Bohrmaschinen konnten die vielen Besucher in eine Welt von zauberhaften Klängen und Worten eintauchen.

Die Vielfalt der Künstler war erstaunlich: Violinistinnen (Mira Rauh und Anika Schmidt), das „Veeh-Harfen-Ensemble der Englischen Fräulein“, der frankenweit bekannte Mundartautor Wilhelm Wolpert, die Sängerinnen der „Mädchenkantorei am Bamberger Dom“ sowie das „Percussionduo“ Sarah Rempe & Felix Uttenreuther. Stimmungsvollen und berührenden Ausklang bot das Konzert der „Harfenlichter“ (Judith und Michael Weisel).

Mit großem Applaus und euphorischen Zurufen der Zuschauer wurden die eindrucksvollen Aufführungen des Theater-, Tanz- und Gesangs- Ensembles der Bamberger Lebenshilfe Werkstätten begleitet.

Auch Harald Waldhäuser, ein Mitorganisator der Veranstaltung, zeigte sich begeistert über die Resonanz der Veranstaltung und bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der vielen Helfer und Eltern der behinderten Mitarbeiter der Werkstätten: „Es hat saumäßig Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir das nächstes Jahr wieder machen können“.

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