Einbruch war nur vorgetäuscht

BAMBERG. Offensichtlich um von sich abzulenken, zeigte ein 20-jähriger Bamberger Ende Juni einen vermeintlichen Wohnungseinbruch bei der Polizei an. Den Kripobeamten gelang es nun, den jungen Mann zu überführen, der mit dem Verkauf der angeblich gestohlenen Ware selbst das schnelle Geld machen wollte.

Am letzten Juniwochenende meldete der 20-Jährige bei der Bamberger Polizei den Einbruch in seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Zollnerstraße. Nach seinen damaligen Angaben, seien Unbekannte in die Räume eingedrungen und hätten die Spielkonsole einer Bekannten samt Zubehör und mehreren Spielen im Wert von rund 400 Euro entwendet. Das Fachkommissariat der Kripo übernahm die Ermittlungen zu dem Fall.

Der Anzeigeerstatter rechnete allerdings nicht mit der akribischen Ermittlungsarbeit der Kriminalbeamten, die nun die Wahrheit ans Tageslicht brachte. Wie sich herausstellte, hatte der 20-Jährige nämlich das elektronische Spielgerät seiner Bekannten bereits am Nachmittag in einem Geschäft gewinnbringend veräußert. Um das Fehlen des Gerätes nun zu erklären, gaukelte er schließlich wenige Stunden später den Polizisten vor, dass in seine Wohnung eingebrochen worden sei und die Täter mit der Konsole verschwunden wären. Nun muss sich der 20-Jährige selbst strafrechtlich verantworten, die Beamten leiteten gegen ihn ein Strafverfahren ein.

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