Tag der Jugend

Mitteilung des Stadtjugendrings Bamberg
An der Kletterwand der Naturfreundejugend versammelte sich der lebende Beweis mit Verantwortlichen aller Beteiligten. Foto: Stadtjugendring Bamberg

An der Kletterwand der Naturfreundejugend versammelte sich der lebende Beweis der Vielfalt der Jugendarbeit in Bamberg mit Verantwortlichen aller Beteiligten. Foto: Stadtjugendring Bamberg

Passanten lassen sich Zeit an diesem Samstag, wenn Sie die Kettenbrücke überqueren. Fast südländisch wirkt die Atmosphäre, die 32 Spiel- und Informationsstände am „Tag der Jugend“ ausstrahlen. Die Bamberger Jugendgruppen stellen ihre Angebote, ihre Aktionen und Projekte vor.

Genauigkeit und Konzentration ist beim Zielwerfen der Handballer des HC 03 und bei den Sportfischern gefragt. „Bei uns kann jeder mitmachen, der Lust hat sich zu bewegen und die Fähigkeiten seines Körpers auszuloten“, wirbt Maria Burgis für die Turnerabteilung der TSG 05. „Einen Nagel ins Brett zu schlagen, ist nicht für jeden ein Kinderspiel. Unsere Jugendlichen lernen viele praktische Dinge, die sie für die Arbeit beim Technischen Hilfswerk, aber auch bei sich zu Hause anwenden können“, ergänzt Stefan Lang am Nachbarstand der THW-Jugend.

Und „ein Haus“ weiter bei der Evangelischen Jugend brauchen die Kinder viel Geduld, um aus kleinen Holzquadern phantasievolle Türme entstehen zu lassen. Sogar eine Partnergruppe der YMCA (CVJM) aus Hongkong ist zu Gast und übt sich daran. „Eine Buttonmaschine kommt immer an!“ behaupten Sylvia Dorsch (BDKJ) und Jürgen Reinisch (Jugendkulturtreff IMMERHIN) nicht ohne Grund, während die Produktion auf Hochtouren läuft. Ihre Nachbarin Claudia Duda von der Offenen Jugendarbeit St. Urban testet die WM-Tauglichkeit der Jugendlichen und lässt sämtliche Flaggen den Ländern zuordnen. Eine Herkulesaufgabe, die viele Kinder überraschend zielstrebig lösen.

Gegenüber feuert Alexander Schock von der Bamberger Rudergesellschaft die Probanden an den Geräten an: „Die Technik zu lernen steht zunächst im Vordergrund, danach kommt die Kraft von alleine.“ Der Jugendmigrationsdienst des SKF sorgt mithilfe einer Popcornmaschine für die entsprechende Verpflegung, dass die Kraft bei den Kindern auch nicht nachlässt und sie die Geschicklichkeitsspiele der Pfadfinder PbW und des VCP erfolgreich bestehen können. Echte Power ist auch bei den Bamberg Phantoms gefragt, die mit ihren Cheerleadern für noch mehr Stimmung sorgen.

„Ich bin am liebsten beim Malen,“ frohlockt die 9-Jährige Merit, die sich beim Jugendrotkreuz und auch beim Bund Naturschutz schminken lässt, während ihre ältere Schwester Ida richtige Erdarbeiten bei der Jugendgruppe des Landesbund für Vogelschutz bevorzugt. „Ich will jetzt auf dem Motorboot mitfahren,“ bewegen zwei Jungs ihre Mutter vom Stand der Wasserwacht auf den RMD-Kanal, nachdem sie zuvor bei bereits mit der Spritzpistole für reichlich Abkühlung gesorgt hatten. Thomas Neubert, Streetworker bei der Stadt Bamberg ist begeistert: „Viele Kinder und Jugendliche können hier einfach mal zwanglos ausprobieren, was ihnen Spaß macht! Körper, Geist und Seele werden da angesprochen.“ Bürgermeister Lange und Sozialreferent Haupt fühlen sich wohl auf dem Tag der Jugend. Wie viele andere Stadträtinnen und Stadträte lassen sie sich von einem Stand zum nächsten treiben. Udo Schoberth, Vorsitzender des Stadtjugendrings, genießt die Stimmung, während er Urkunden und T-Shirts an die Jugendlichen verteilt: „All diejenigen, die ein Ehrenamt ausüben, stehen als Vorbild für soziales Engagement in unserer Gesellschaft. Ich habe selbst Jahrzehnte in der Sportjugend als Ehrenamtlicher mitgewirkt und tue das nun seit 10 Jahren für die Bamberger Jugendarbeit insgesamt. Viele unserer Jugendleiter sind hervorragend ausgebildet, führen 2 bis 3mal die Woche Gruppenstunden oder Trainingseinheiten durch und leiten Wochenendveranstaltungen oder Projekte. Sie brauchen noch mehr Unterstützung und vor allem Freiräume, um ihr Ehrenamt weiterhin ausüben zu können.

Die Vielfalt der Jugendarbeit in Bamberg ist beeindruckend, das hat der „Tag der Jugend“ auf der Kettenbrücke nachdrücklich bewiesen. An der Kletterwand der Naturfreundejugend versammelte sich der lebende Beweis mit Verantwortlichen aller Beteiligten. Ein symbolträchtiges Bild für die Herkulesaufgabe, die Jugendarbeit zu bewältigen hat.“

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