Das „Zelt der Religionen“ wurde in Bamberg wieder eingeweiht

Pressemeldung Evang.-Luth Dekanat
Wiedereinweihung Zelt der Religionen

Das Zelt war nicht groß genug für die vielen Gäste, die zur Wiedereinweihung gekommen waren.

Der Psalm 150, gesungen auf Hebräisch von Rabbinerin Dr. Yael Deusel; das christliche Lied „Lobe den Herren“, gespielt von der Bläsergruppe der Evang. Studierendengemeinde; der muslimische Gebetsruf durch Imam Coskun Sirri Mert; ein christliches Friedensgebet, vorgetragen durch den evangelischen Dekan Otfried Sperl und den katholischen Regionaldekan Dr. Gerhard Förch: Am 22. Juni war der Bamberger Markusplatz erfüllt von Gebeten und Liedern der drei großen monotheistischen Religionsgemeinschaften. Anlass war die feierliche Einweihung des „Zeltes der Religionen“, das nun seinen endgültigen Standort auf der Wiese vor dem Markushaus gefunden hat. Regionaldekan Dr. Gerhard Förch bedankte sich zu Beginn der Feierlichkeiten, zu denen nicht nur viele Vertreter der Kirchen gekommen waren, sondern u.a. auch Oberbürgermeister Andreas Starke, Landrat Johann Kalb und Staatsministerin Melanie Huml, bei all denen, die sich für den Wiederaufbau des Zeltes eingesetzt haben. Das bunte Zelt mit Schriftzeichen und Symbolen der drei monotheistischen Religionen lud als ein gemeinsames Projekt der Israelitischen Kultusgemeinde, der Evangelischen und Katholischen Kirche sowie der Türkisch-Islamischen Gemeinde auf der Landesgartenschau 2012 in Bamberg ein, Judentum, Christentum und Islam in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu entdecken und näher kennen zu lernen. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte in seinem Grußwort bei der Wiedereinweihung noch einmal die Wichtigkeit dieses gelungenen Miteinanders und die Bedeutung eines von Toleranz und Respekt geprägten interreligiösen Dialogs für die Gesellschaft. Das Zelt sei ein sichtbares Zeichen für dieses engagierte Zusammenleben der Religionen in der Domstadt.

Beteiligt am Wiederaufbau waren viele: Die Stadt Bamberg überließ dem nach der Gartenschau gegründeten Förderverein „Zelt der Religionen e.V.“ den Grund am Markusplatz, auf dem das Zelt jetzt steht. Das Erzbistum Bamberg, Eigentümer des Zeltes, übergab dieses an den Verein, der wiederum den Aufbau organisierte, den erst viele Spender und Unterstützer möglich gemacht hatten.

Während der Feier gedachte Chasan Arieh Rudolph, Vorsitzender der israelitischen Kulturgemeinde, des langjährigen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Heiner Olmer, der 2012 verstorben ist, und erinnerte an dessen maßgebliches Engagement für den interreligiösen Dialog in Bamberg.

Das „Zelt der Religionen“ soll aber nicht nur als Symbol für den interreligiösen Dialog auf dem Markusplatz stehen. Immer wieder soll es Anlass zu Begegnungen geben. Bereits jetzt stehen erste Veranstaltungen fest:

  • 1. Juli, 10:30 Uhr Drei Religionen unter einem Dach – Informationen zur Geschichte und Bedeutung des Zeltes
  • 7. Juli, 18:00 Uhr Begegnung im Zelt der Religionen – Thema: Ramadan
  • 11. Juli, 17:30 Uhr Drei Religionen unter einem Dach – Informationen zur Geschichte und Bedeutung des Zeltes
  • 23. Juli, 18:30 Uhr Drei Religionen unter einem Dach – Informationen zur Geschichte und Bedeutung des Zeltes
  • 27. Juli, 21:00 Uhr Fastenbrechen der Ditib Moschee
  • 4. August, 18:00 Uhr Begegnung im Zelt der Religionen – Thema: Das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel
  • 8. August, 18:00 Uhr Drei Religionen unter einem Dach – Informationen zur Geschichte und Bedeutung des Zeltes
  • 24. August, 16:30 Uhr multireligiöse Feier für Kinder
  • 1. September, 18:00 Uhr Begegnung im Zelt der Religionen – Thema: noch offen
  • 12. September, 18:00 Uhr christlicher Gottesdienst in gerechter Sprache mit der Frauengruppe der Erlöserkirche
  • 29. September, 17:00 Uhr Musik verbindet Menschen – offenes Singen – interkulturell und interreligiös
  • 6. Oktober, 18:00 Uhr Begegnung im Zelt der Religionen – Thema: noch offen

Bis 9. Juli, jeweils Mo und Mi, bei gutem Wetter Mittagsgebet der ESG um 12:00 Uhr

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