Der Mauer-Wahnsinn der Bahn rückt bedrohlich näher

Pressemitteilung der AG Bahnsinn-Bamberg

Vorbereitung auf die erste Einspruchs-Welle

Die Planungen der Bahn haben jetzt die erste heiße Phase erreicht. Der nördliche Landkreis steht vor den Trümmern der jahrelangen Hinhaltetaktik der Bahn. Dieses Machwerk an Diskriminierung und Zerstörung geht hinein bis in die Nordflur von Bamberg. Damit wird auch die Ergebnisoffenheit der Bamberger Gespräche massiv bedroht. Ein möglicher Tunnel wäre gefährdet und eine unterirdische Güterzugumfahrung sogar ohne jede Prüfung ausgeschlossen. Die Mauern rücken bedrohlich näher!

Die beiden BIs „AG Bahnsinn“ und „Das bessere Bahnkonzept“ haben die notwendigen Schritte eingeleitet, um die aktuellen Bahn-Planung nachhaltig zu stoppen. Unsere Abgeordneten verweigern bislang jede notwendige Hilfe. Die Bamberger Fraktionen, vornehmlich CSU-Ost sowie Teile der SPD erzeugen mit falschen Informationen und unqualifizierten ICE-Aussagen vor allem im Osten unnötige Ängste. Man spielt der Bahn damit ohne jede Not in die Karten. Die droht nun mit dem im Landkreis beantragten Baurecht alle Verhandlungen auf den Kopf zu stellen. Dagegen werden sich die Bürger jetzt aktiv zur Wehr setzen. Gemeinsam – in Bamberg genauso wie im Landkreis. Denn der neutrale, offene Weg zur Prüfung aller machbaren Lösungen darf niemals unterwandert werden.

Drei extrem markante Beispiele sollen zeigen, wie diskriminierend und fehlerhaft die kurzfristig vorgelegten, aber eigentlich schon 20 Jahre alten Pläne sind:

  • im Landkreis wird es – außer in Bamberg – keine Aufzüge oder Rollstuhl-Rampen geben! Nahverkehrszüge fahren aber alle in der Mitte der 4 Gleise
  • bei Ebing wird der Main vollständig umverlegt, sogar das FFH-Gebiet wird bedrohlich tangiert
  • im Kemmern legt man gleich 2 verschiedene Pläne vor und verschweigt dabei wichtige Details

Unglaublich? Leider nur die Spitze des Eisbergs, der die Willkür der Bahn wenigstens im Ansatz verdeutlichen kann.

Mit dem erstmaligen Schulterschluss ist es gelungen, die Gemeinden zusammen mit der Stadt Bamberg zu einem aktiven und vor allem gemeinsamen Handeln zu formieren. Darauf sind die beiden Bürgerinitiativen besonders stolz und hoch erfreut.

Damit den Plänen im Landkreis Einhalt geboten werden kann, müssen bis zum 30. Oktober massiv Einwendungen der Bürger ermöglicht und unterstützt werden. Eine Internetseite wird in Windeseile entwickelt, um allen Bürgern die Chance zu geben, ihre Einwendungen selbst zu gestalten und Formfehler zu vermeiden. Fachkundige Rechtsberatung von Bahnexperten steht ebenfalls bereit, um Anliegern, Hausbesitzern und Gewerbebetrieben größtenteils kostenfrei zu helfen.

Die Kommunen sowie die Stadt Bamberg unterstützen diese Aktion zusätzlich mit Veranstaltungen vor Ort sowie Informationen über eigene Wege und Broschüren. In allen Gemeinden wird es Infotage und Einwendungs-Meetings geben, bei denen mit kundiger Hilfe direkt am PC die Einwendungen fertig gestellt werden können. Es geht darum, möglichst alle Betroffenheiten und Anliegen rechtzeitig einzubringen. Denn jede zukünftige Einschränkung, die heute vergessen wird, ist für immer verloren.

Es gibt berühmte Beispiele, bei denen große Änderungen erzielt wurden. Offenburg z.B. bekommt seinen Tunnel ausschließlich durch die Aktivität von Stadt und Bürger. 45000 Einwendungen haben der Bahn und der tatenlosen Verkehrspolitik die Grenzen schlechter Pläne gezeigt. Dies wird auch das Vorbild für die Region Bamberg sein. Jetzt im Landkreis Nord – später dann auch in Bamberg und auch im Süden. Die Bürger lassen ihre Region nicht von Lobbyisten an die Bahn verhökern!

Die Inforationsabende, Meetings und auch die Internetseite wird in den nächsten Tagen von allen Gemeinden und auch über die Medien intensiv veröffentlicht. Anfragen und Anregungen können zu jeder Zeit auch über das neutrale Forum der AG Bahnsinn-Bamberg per Mail gesendet werden: orga-bahnsinn@aktiveto.de

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