Narrenzeit findet ihren Höhepunkt beim Faschingsumzug

Jérôme Grad

SPD-Wagen zum umstrittenen ICE-Ausbau. Foto: Jérôme Grad

Am Gaudiwurm nahmen ca. 50 Gruppen teil, darunter zahlreiche Faschingswägen, sowie Fußgruppen und Vereine. Spielmannszüge und die Musik auf den Wägen sorgten bei den Schaulustigen für gute Laune.

Motto: „Ritter, Drachen, Burgfräulein – in Bamberg tanzt der Bär“

Das Motto in diesem Jahr lautete „Ritter, Drachen, Burgfräulein – in Bamberg tanzt der Bär“. Und so trotzten die Jecken der Kälte und zogen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt am gestrigen Dienstag ausgehend vom Markusplatz durch die Innenstadt. Auch wenn nach Schätzungen des Veranstalters die Zahl der Besucher vom letzten Jahr nicht ganz erreicht werden konnte, verwandelten die Kostümierten am Straßenrand das Weltkulturerbe dennoch in ein buntes Treiben.

Über die Kapuzinerstraße, entlang der Langen Straße bis hin zur Luitpoldbrücke standen Groß und Klein zu Hauf am Straßenrand und warteten geduldig auf Attraktionen des Umzugs – eine davon war sicherlich die in Ritterrüstung auf Friesenpferden majestätisch galoppierenden  Reiter und Reiterinnen.

Reiter und Reiterin auf Friesenpferden. Foto: Jérôme Grad

Bamberger und regionale Vereine vertreten

Neben weiteren Umzugswägen und Spielmannszügen war der MCC (Memmelsdorfer Carneval Club) samt seinem Prinzenpaar Alexander I. und Christiane I. ebenso vertreten wie der Elferrat des BRK und ein Wagen des FC Eintracht Bamberg.

Für rhythmische Klänge sorgten u.a. das Rock´n´Roll Dancing Team des MTV Bamberg und die Gruppe des Sambafestivals aus Coburg, für „Angst und Schrecken“, die Hexen.

Süßigkeiten verteilende Hexen. Foto: Jérôme Grad

Der „Süßigkeitenregen“ entschädigte für das Verharren und erwärmte vor allem das Herz der jungen Besucher. Die gut vorbereiteten Bonbon-Jäger erkannte man an den eigens für die Leckereien mitgebrachten Beuteln und Taschen, die gut gefüllt werden möchten. So muss ein Wagen mit ca. 50 kg „Wurfgeschoss“ rechnen, soll auch der letzte Besucher am Maxplatz, wo der Umzug traditionell endet, noch mit Kamellen versorgt werden können.

Lokalpolitik und aktuelle Ereignisse finden Berücksichtigung bei Umzugswägen

Neben dem Hauptmotto fanden natürlich auch lokale Themen Berücksichtigung, u.a. der umstrittene ICE-Ausbau, welcher gekonnt in das diesjährige Motto eingebettet wurde. Auch die wechselhafte Politik in der Stadtfraktion wurde aufgegriffen.

SPD-Wagen zum umstrittenen ICE-Ausbau. Foto: Jérôme Grad

Zwischen den Fußgruppen mischte sich zudem aus aktuellem Anlass ein Papamobil, das von vielen Besuchern mit einem Lächeln honoriert wurde.

Papamobil. Foto: Jérôme Grad

Nach dem Umzug ließen viele Narren in den zahlreichen Cafés und Kneipen der Stadt die Faschingszeit ausklingen. Am heutigen Aschermittwoch beginnt für die Katholiken die bis Ostern währende Fastenzeit.

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