Maienbrunnen: frostiges Klima für Fußgänger mit Kinderwägen und Radfahrer

Redaktion

Maienbrunnen

Vor wenigen Tagen wurde durch die deutschlandweite Umfrage des ADFC das Fahrrad-Klima in Bamberg als eher frostig eingestuft und die Entwicklung seit 2005 als unterdurchschnittlich. Mit einem „mangelhaft“ (4,74) wurde die Führung an Baustellen bewertet. Von der Baustelle am Maienbrunnen berichten die Bergbewohner. Interessant in diesem Zusammenhang, dass die Vernachlässigung der Fußgänger mit Kinderwagen Hand in Hand mit der der Radfahrer geht.

Maienbrunnen. Foto: Bewahrt die Bergstadt

Bewahrt die Bergstadt

Seit einem Rohrbruch an Weihnachten ist die Abfahrt des Maienbrunnens zur Schweinfurter Straße für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Angesichts der Unterspülungen war dies zunächst verständlich. Nachdem diese nun aber bereinigt wurden, müssen dort nur noch das Pflaster und der zugehörige Unterbau hergerichtet werden. Ebenfalls nachvollziehbar ist, dass diese Arbeiten während Frosteinwirkung nicht erfolgen können. Die Sperrung wird nach Fertigstellung der Pflasterung – wann immer dies möglich sein wird – noch weitere vier Wochen andauern, da der Beton erst aushärten muss.

Maienbrunnen. Foto: Bewahrt die Bergstadt

Allerdings müssen nun Eltern ihren Kinderwagen und Kinder-Radanhänger, Radfahrer ihre Räder tagein tagaus über den Treppenabgang nach unten tragen. Auf dem Heimweg, mit Einkäufen beladen, erwartet einen die gleiche Plackerei wieder nach oben. Niemand dachte daran, eine entsprechende Schiene, die es an dieser Stelle schon einmal gab, als Hilfe anzubringen. Angesichts der vorherrschenden Ruhe auf der Baustelle gäbe es sicher auch die Möglichkeit einen provisorischen Abgang durch die Baustelle einzurichten. Dies wurde von den Verantwortlichen jedoch striktweg abgelehnt. Stattdessen richtete man Barrikaden ein, die den Eindruck von Panzersperren erwecken.

Der Verein Bewahrt die Bergstadt hat sich erlaubt, auf diesen Missstand mit einigen Zusatzschildern hinzuweisen.

Allerdings passt die Vorgehensweise der Stadt, der Stadtwerke und der ausführenden Baufirma  zu dem Eindruck, dass Radfahrer und Fußgänger in dieser Stadt Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse sind. Seit der großen Werbeaktion der Stadt „Kopf an: Motor aus“ ist bei den Verantwortlichen eher das Gegenteil passiert.

Das spiegelt auch die in der Bamberger-Onlinezeitung dargestellte Studie zur Radverkehrsfreundlichkeit wieder. Dort wird als Negativum die mangelhafte Führung an Baustellen aufgeführt.

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