Am 1.12. ist Weltklimaschutztag

Vierether Kuckucks-Ei e.V.

Energiesparen fängt einfach im Haushalt an!

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins Vierether Kuckucks-Ei e.V. organisierte der Verein eine Besichtigungs- und Informationsfahrt zur Firma Megaman, einem Hersteller von Energiespar- und LED-Lampen, in Langenselbold. Damit möchte das Kuckucks-Ei klar machen, dass die Region das Ziel der Energieautarkie bis 2035 nur durch sparsamen Umgang mit Energie erreichen kann. Energieeffizienz muss stärker in den Fokus gerückt werden. Alle reden davon – diese Exkursion zeigte auf, wo jeder von uns ganz einfach damit anfangen kann.

Am 17.11.12 besuchten insgesamt 18 Interessierte Menschen im Rahmen einer Exkursion des Vierether Kuckucks-Ei e.V. die Firma Megaman im hessischen Langenselbold. MEGAMAN ist eine der ersten Firmen, die sich der modernen Leuchtmittel jenseits der überholten Glühbirne angenommen haben; also Energiesparlampen und LED-Leuchten. Aus einer Garagentüftelei des Seniorchefs, Werner Th. Wiesner, wurde eine Firma, die in fast die ganze Welt exportiert. Die Fertigung geschieht in zwei Inhabergeführten Betrieben in China, die nach verschiedenen ISO-Normen und Sozialstandards arbeiten; in Hessen wird entwickelt, das Design entworfen und der Vertrieb organisiert.

Bei gleicher Lichtausbeute (gemessen in Lumen) verbrauchen diese Lampen nur ca. 1/5 soviel Strom wie Glühlampen. Dies liegt daran, dass LED und Sparlampen den Strom direkt in Licht umwandeln und nicht primär einen Draht erwärmt wird, der dadurch 4/5 Energie nicht als Helligkeit abgibt. Auch wenn der Anteil für Beleuchtung im Haushalt nur ca. 10–15 % des gesamten Stromverbrauchs ausmacht, lässt sich die Stromrechnung um 8–12 % senken, steigt man auf die effizienten Lampen um. Die aktuelle Strompreiserhöhung kann man so gut kompensieren. Der höhere Anschaffungspreis von Sparlampen und LED macht sich im Laufe der um ein Mehrfaches längeren Lebensdauer wieder bezahlt. Die früher oft unnatürlich wirkende Lichtfarbe und schlechte Einbaugeometrie in gegebene Lampenschirme ist heutzutage bei Sparlampen guter Qualität kein Thema mehr. Großes Erstaunen gab es bei dem sehr großen Sortiment an Lampen MEGAMANs – es wurde für jedes Einsatzgebiet etwas Passendes gefunden, auch die Farbtöne können gewählt werden.

Als die Diskussion um die Entsorgung und die giftigen Inhaltsstoffe ging, wurde als Lösungsvorschlag 1-Euro-Pfand pro Lampe als akzeptabel empfunden.

Die viel diskutierten giftigen Inhaltsstoffe von Sparlampen und LED sieht man gelassen: Wir umgeben uns bei sonstigen Geräten (Computer, mobile Kommunikation, Unterhaltungselektronik, …) inzwischen ständig mit derartigen Substanzen; es kommt v.a. darauf an, dass diese Güter nach Ablauf ihrer Lebensdauer ordnungsgemäß getrennt entsorgt und so wiederverwertet werden können. Aber das versteht sich in unserer industrialisierten Konsumwelt ja von selbst. In Bamberg können E-Sparlampen zur fachgerechten Entsorgung z.B. im Rathaus abgegeben werden, außerdem bei guten Fachhändlern, die ihrer Verantwortung gerecht werden, und freiwillig am „lightcycling“ teilnehmen.

Um zu vermeiden dass beim Bruch der Sparlampe Quecksilber frei wird, bietet MEGAMAN Modelle mit speziellem Überzug an: Herr Christoph Seidel, der sich uns annahm, ließ eine nagelneue Energiesparlampe von 2 Metern Höhe fallen und das Ergebnis war überzeugend: Die Lampenhülle sah aus wie ein angedötztes gekochtes Ei, die Lampe war funktionstüchtig, das Leuchtgas (mit dem Quecksilber) ist nicht entwichen. (Allerdings sollte man diese dann ausmustern). Die Beschichtung der Leuchtröhre funktioniert ähnlich dem Sicherheitsglas das für Windschutzscheiben von Autos verwendet wird. Zudem sollte man bei der Diskussion über Quecksilber in E-Sparlampen die Mengen bedenken: Eine gute E-Sparlampe enthält nur wenige Mikrogramm (1,5–3) Quecksilber, ein Fieberthermometer dagegen ca. 800 mg. Man müsste über 250 000 Sparlampen zerdeppern, um die gleiche Quecksilberbelastung zu bekommen, wie beim Bruch eines Thermometers. Die Lampe fasst man einmal an und schraubt sie ein, und dann hängt sie sicher unter der Decke, wogegen man mit dem Fieberthermometer zum Fiebermessen freihändig hantieren muss.

Im neuen, sehr schönen Showroom waren wir die erste Gruppe, von nicht-Fachleuten, also Architekten/Bauherren, bzw. Lampenhändler. Dort konnte die Gruppe zwischen Glühbirne, Sparlampe und LED vergleichen und sich gut beraten lassen und diskutieren.

Der Einkaufstipp lautet so:

Vor dem Kauf einer Lampe sollte man genau klären wo die Lampe eingesetzt werden und welche Stimmung sie dort erzielen soll, – und natürlich auch, wieviel Licht dort gebraucht wird. Dann kann man aufs Lumen genau die passende Lampe auswählen. Von Lampen für Kristalllüster bis zur Werkstattbeleuchtung – für jede Gelegenheit findet sich die optimale Lösung!

Eine kleinere Auswahl der hessischen Lampen werden in manchen Baumärkten angeboten, besonders designgerechte Lampenformen sind am besten über Fachgeschäfte zu beziehen.

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