Biodiversität in Bamberg, äh … Entenhausen!

hpe

Entenhausen in Bamberg

Nur auf den ersten Blick ungewöhnliche Wesen stellt zur Zeit (noch bis zum 31. Dezember 2012) das Bamberger Naturkunde-Museum aus: Gurkenmurkser, Indische Plaudervögel, Hasenzahnhaie, Laufbarsche, Grimmige Igelfische, Knickbeinige Hausrinder, Viereckige Hühner und andere Kuriositäten (bzw. Normalitäten) der Schöpfung mehr. Die erfahrenen Ausstellungsmacher des Museums haben sich mit gelehrten Donaldisten – vgl. www.donald.org –  und Schülern des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums zusammengetan, um zoologisch aufgeschlossenen Besuchern Einblicke in die Tierwelt Entenhausens zu geben, das im wissenschaftlichen Kommentar als Parallelwelt Bambergs bezeichnet wird. Was ich einigermaßen bezweifle, findet man das Viereckige Huhn (Gallus quadraticus), um nur ein Beispiel anzuführen, doch schon immer ein paar Zimmer weiter ausgestopft im Vogelsaal in der Vitrine gleich rechts neben der Eingangsschleuse, bequemer Weise auf Augenhöhe.

Und auch die anderen Objekte der Ausstellung werden ortskundigen Tag- und Nachtbegehern von Au- und Sandstraße nicht gänzlich unbekannt vorkommen, wenn man sich einmal nicht pedantisch an bestimmten Namen oder bestimmten Gesichtsfärbungen bzw. Frisurmoden festklammert. Somit lädt die Präsentation nicht nur dazu ein, genannte Objekte im Hause hinsichtlich ihrer Anatomie, Fressgewohnheiten und sonstigen Gepflogenheiten zu studieren, sondern motiviert erfahrene Wissenschaftler wie hoffnungsvolle Talente zur empirischen Feldforschung. Ein Besuch dieser – finanziell erschwinglichen – Ausstellung, bei der Fotografieren netter Weise ausdrücklich erlaubt ist, kann daher vorbehaltlos als lehrreich und erbaulich jedermann und -frau anempfohlen werden. Klatsch, klatsch, klatsch (= donaldistische Beifallsbekundung).

Der Laufbarsch, auch: Fliehender Fisch (Perca ambulans)

Die Dickbackenschlange (Vipera musicalia)

Entenhausener Gorilla (Gorilla entenhausensis)

Der Rüsselschnurps (Proboscides nihilaliquid)

Man kann!

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