Alt-Oberbürgermeister Paul Röhner 85 Jahre alt

Stadt würdigt die Verdienste des Ehrenbürgers bei einem Empfang

Im Namen der Bamberger Gärtner übergaben Michael Niedermaier und Gundi Wolf dem Jubilar einen Korb mit Biogemüse.

Mit einem Empfang hat die Stadt Bamberg Alt-Oberbürgermeister Paul Röhner an seinem 85. Geburtstag geehrt. Im Renaissancesaal von Schloss Geyerswörth würdigte Oberbürgermeister Andreas Starke am Dienstag die Leistungen des Ehrenbürgers, die „entscheidende, nachhaltige und erfolgreiche Spuren hinterlassen“ haben. Zuvor hatte eine Abordnung des Jugendspielmannszugs St. Otto während der Gratulationscour ehemaliger enger Mitarbeiter, Weggefährten aus dem öffentlichen Leben und Repräsentanten der Stadt einige Geburtstagsständchen zu Ehren des Jubilars zum Besten gegeben.

Als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bamberg von 1965 bis 1982 und als Oberbürgermeister von 1982 bis 1994 habe Paul Röhner „Bamberg und der Region wie kein anderer tatkräftig gedient“, betonte OB Starke. Als wichtige Entwicklungen und Ergebnisse nannte er den Bau der Konzert- und Kongresshalle, die Inbetriebnahme des neuen Klinikums am Bruderwald, die Generalsanierung von St. Getreu (jetzt Klinikum am Michelsberg) oder den Bau der Fachschulen für Krankenpflege. „Auch unsere Otto-Friedrich-Universität hat durch den Ausbau und die Schaffung eines zweiten Standortes in der Innenstadt während der Ära Röhners einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht, von dem wir noch heute profitieren“, so Starke.

Außerdem gehören richtungsweisende Impulse in der Denkmalpflege und städtebauliche Entscheidungen großer Tragweite zur Habenseite von Röhners Amtszeit. Beispielhaft dafür stehen das Stadtarchiv in der ehemaligen Chirurgie, das Hotel Residenzschloss im alten Krankenhaus oder die Volkshochschule im Alten E-Werk. Durch geschicktes Verhandeln und gute Beziehungen hat er nach Starkes Worten viel Gutes für seine Stadt bewirkt: „Neben München gab es auch in Bayreuth und in Bonn als damaliger Hauptstadt kaum eine Geld versprechende Tür, deren Klinke er nicht eigenhändig geputzt hat, um Fördergelder für Bamberg herauszuholen.“

„Paul Röhner verstand seine Aufgaben immer als Dienst am Bürger, für die er als hilfsbereiter Anwalt stets da war und für die er ein großes Herz hatte“, würdigte das Stadtoberhaupt den Menschen Paul Röhner. Die ihm vom Bürger übertragenen Ämter und Mandate habe er stets als Aufgabe und Pflicht zugleich definiert und mit Leib und Seele erfüllt. Dabei sei auch seine soziale Seite, der Blick für den Schwachen und Hilfsbedürftigen nie zu kurz gekommen. Im Beisein von Paul Röhners Familie dankte Starke dem Jubilar für alles, was er für „seine“ Stadt getan habe: „Du bist und bleibst in unserer Mitte.“

Im Namen seines Vaters und seiner Geschwister dankte Stephan Röhner der Stadt für die Würdigung und den Empfang: „Als Familie freuen wir uns sehr über die Anerkennung, die unserem Vater auch nach so langer Zeit noch zuteil wird.“

Zu den vielen Gratulanten gehörten auch der Leiter der Stadtgärtnerei Michael Niedermaier und Gundi Wolf, die dem Jubilar im Namen der Bamberger Gärtner für seine Unterstützung dankten und ihm einem Korb Biogemüse überreichten. Schüler der Musikschule brachten mit Flöte und Akkordeon musikalische Glückwünsche dar. Als der Kanon „Viel Glück und viel Segen“ gespielt wurde und alle Gäste einstimmten, klatschte der Jubilar am Ende gerührt Beifall.

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