Rio+20

eine Nachbetrachtung von BUND e.V.

unsere Zukunft wurde vertagt, die Rio-Abschluss-Erklärung hilft der Erde nicht weiter. Zweieinhalb Tage waren angesetzt, die Welt zu retten. Für mehr war offensichtlich keine Zeit. Die brasilianische Konferenz-Leitung sträubte sich, einzelne Punkte der schon zu Beginn des Rio-Plus-20-Gipfels fertigen Abschlusserklärung zu diskutieren. Noch wenige Tage vor dem Gipfel waren etliche Punkte dieser Erklärung strittig.

Nichts gewonnen – viel verloren

Doch die Einigung, die nun da ist, hat die Welt nicht gebraucht. Unsere Befürchtung, dass der Rio-Gipfel eine reine Alibi-Veranstaltung wird, um die kritische Lage der Welt zu verschleiern, hat sich leider bewahrheitet. Da, wo beherztes und mutiges Handeln notwendig gewesen wäre, wurde nichts vereinbart oder die Entscheidung vertagt.

Es gibt keine neuen Gelder für die nachhaltige Gestaltung von Entwicklung. Es gibt keine Verpflichtung der internationalen Finanz-Institutionen wie der Weltbank, Geld nur noch für nachhaltige Investitionen zu gewähren. Es gibt keine Verpflichtung aller Länder, Subventionen abzubauen, die einer nachhaltigen Entwicklung im Wege stehen. Stattdessen wird das hohe Lied auf den Freihandel angestimmt, der dazu beitragen solle, nachhaltiges Wachstum und den Handel mit Umweltgütern und Umweltdienstleistungen voranzutreiben. Green Economy gaukelt uns die Illusion grenzenlosen Wachstums vor. In den letzten drei Tagen ließen die Staaten in Rio eine weitere Chance für echten Wandel ungenutzt.

So leicht kommt ihr uns nicht davon

Die Politik darf sich vor ihrer Verantwortung nicht drücken. Wenn unsere politischen Vertreter in ihre Heimatländer zurückkehren, müssen wir sie an ihre Verpflichtungen erinnern. Wir brauchen klare Leitlinien für Energiesparen und Energieeffizienz, für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für ambitionierten Klimaschutz. Dafür wird der BUND weiter kämpfen!

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