Rainfarn (Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulgare)

Pimpinella Dotterweich

Rainfarn. Foto: kve

Auch der Rainfarn blüht schon in Bamberg, obwohl er eigentlich erst von Juli bis September ,dran’ sein sollte. Er bildet leicht zu erkennende Scheindolden mit gelben, etwa 1 cm breiten strahlenlosen Körbchen („Westenknöpfe“) aus, die von Kindern gelegentlich als Spielgeld benutzt werden. Die krautigen Stauden werden 60–120 cm hoch und begegnen uns bevorzugt auf Schuttplätzen, an Wegrändern und auf Hackfrucht-Äckern. Sie lieben frische, nährstoffreiche und kalkarme Sandböden. Der Rainfarn ist eine sogenannte ,Kompasspflanze’, weil er seine Blätter bei vollem Sonnenlicht genau nach Süden ausrichtet.

Die ganze Pflanze enthält starke ätherische Öle (Campher, Borneol, Thujon) und Bitterstoffe, die von manchen Menschen gemocht, von anderen aber gehasst werden. Das Thujon führte in früheren Zeiten nicht selten zu tödlichen Vergiftungen, weil man die Pflanze für Abtreibungen missbrauchte. Heute verwendet man Rainfarn-Aufgüsse im Biogarten eher gegen Blattläuse. Getrocknet im Schrank deponiert vertreiben sie angeblich Motten. Auch gegen Kartoffelkäfer ist der Rainfarn hochwirksam. Andererseits ist er wieder eine Futterpflanze für mehrere Raupenarten.

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