Ulm geht in der Playoff-Serie gegen Würzburg mit 2:0 in Führung

Winnie Wenzel

Wie Bamberg steht jetzt auch Ulm nur noch einen Schritt vor dem Finaleinzug. Dank eines überragend aufspielenden Per Günther (25 Punkte) setzten sich die Schwaben in einem hektischen, manchmal geradezu wilden Kampfspiel mit vielen individuellen Fehlern, Ballverlusten und verschossenen Bällen letztlich verdient mit 74:82 durch. Der Ausfall Chester Fraziers auf Würzburger Seite wurde durch den des Ulmer Scharfschützen Isaiah Swann, der sich im Training am Sprunggelenk verletzt hatte, ungefähr ausgeglichen, so dass die Chancen beider Teams letztlich vor der Begegnung wieder gleich standen. Das Spiel wogte mit vielen kleineren Läufen beider Mannschaften hin und her, wobei Ulm über längere Strecken deutlich vorn lag. Im Schlussviertel kam Würzburg noch einmal heran, gab aber zwei Minuten vor Ende die Siegchance durch Fehlwürfe und einige misslungene Aktionen wieder aus der Hand. Besonders auffällig waren 1. die extrem schlechte Wurfquote der Heimmannschaft (wobei die Gäste in dieser Disziplin auch nicht wirklich gut waren), 2. die hohe Anzahl Würzburger Fouls, die es brauchte, um den Ulmer Spielfluss zu unterbinden, obwohl Swann beim Aufbau fehlte, und 3. die überraschend gute Leistung der Kommentatoren bei der Fernsehübertragung, die in einer völlig überraschenden Weise Kluges zum Spiel beizutragen hatten, statt herumzublödeln oder plumpe Werbung für den Sender oder das Medienprodukt Basketball zu machen. Deshalb ist für mich auch nach Per Günther, der die wirklich dominante Persönlichkeit auf dem Spielfeld war, Pascal Roller am Mikrophon ,Man of the Match’. Oder der junge Ulmer Vater Dane Watts? Glückwunsch an alle drei!

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