Mit Essen spielt man nicht

Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Bank aufs Spiel zu setzen

Gemeint hat damit Josef Ackermann seine Bank, die Deutsche Bank in seinem Antwortschreiben an Foodwatch, die im Herbst vergangenen Jahres die Spekulationen mit Nahrungsmitteln anprangerte und so das täglich Brot immens verteuere.

Hohe Preise für Grundnahrungsmittel und minderwertiges Essen sind die unmittelbaren Folgen der Preistreiberei. Weitere Lebensmittelskandale werden nicht lange auf sich warten lassen und sind derzeit wie die um Müller Brot /Freising und die Hähnchen von Wiesenhof in vieler Munde. Die ARD berichtete bereits im Sommer letzten Jahres, nachdem Tierschützer belastendes Filmmaterial veröffentlicht hatten.

Einen Lesetipp können wir einstweilen weitergeben: Thilo Bode: Die Essensfälscher. 2010 erschienen im S. Fischer Verlag, 14, 95 €

Doch der Verbraucher muss dem nicht tatenlos zusehen. Schon gar nicht in Bamberg. Gibt es doch allenthalben Alternativen: die vor Ort angebauten Gemüsesorten, Apfelsaft von regionalen Streuobstwiesen, Fleisch von Metzgern, die fränkisches Vieh auf der Ladentheke anbieten. In erster Linie geht es nicht um weniger Wohlstand, sondern um besseren Wohlstand. In loser Folge werden wir versuchen, regionale Produkte und Händler unseres Vertrauens vorzustellen. Garantiert sind dabei kurze Wege, was den Energieaufwand allein über die Transportkosten erheblich reduziert und zudem die Wertschöpfung in der Region belässt.

Eine weitere Möglichkeit hat jeder Bankkunde: Er kann seine Bank direkt auf ihre Wertevorstellungen ansprechen. Und er sollte sich ehrlich fragen, ob die eigenen Gewinnerwartungen mit den Erwartungen an Moral und Vertrauen übereinander zu bringen sind. In der Konsequenz bedeutet das, Abstriche bei Renditen zu machen.

In diesen Zusammenhang passt die gemeinsame Erklärung der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) und Occupy:Occupy

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