Lesetipp: Fränkischer Tag und die Wichtigtuerei der Pressestelle der Stadt Bamberg

 Redaktion

Brunnen am Kaulberg nicht vergessen. Foto: Erich Weiß

Hinter der Überschrift „Was interessiert die Menschen in Bamberg?“ versteckt die Leitende Redakteurin des FT, Gertrud Glössner-Möschk, einen Seitenhieb auf die Schaumschlägerei, ja Wichtigtuerei der Pressestelle der Stadt Bamberg unter der Leitung von Ulrike Siebenhaar: eifrig und dienstbeflissen, in der Arbeitsauffassung allein zum Wohle der Bamberger? – nein, allein ihres Dienstherren, Oberbürgermeister, Andreas Starke (SPD) tätig. Übrigens eine Kritik, die nahezu jeder Stadtrat – außer SPD-Mitglieder – bereits geäußert hat. Im Zentrum der Kritik stehen die üppige Personalausstattung der städtischen Pressestelle, der Hang zur Hofberichterstattung, das Aussehen des Rathaus-Journals – eigentlich das öffentliche Amtsblatt, das allerdings mittlerweile wie ein Familienphotoalbum daher kommt. Die Omnipräsenz des Oberbürgermeisters in Wort und Bild kommt einer Dauerschleife eines Wahlkampfes gleich. Erst jüngst erhielt die Pressestelle Verstärkung durch Tim Niklas Kubach, der zuvor als SPD-Sprecher tätig war.

Wie politisch darf eine Pressestelle einer Stadt sein?

Über das Ziel hinausgeschossen: Im Interview im BR verstärkt Ulrike Siebenhaar das Kunstwerk „Circles“ von Wang Shugang mit ihrer Interpretation, noch mehr rote Männer nach Bamberg, auch ins Rathaus, zu setzen. Immer im Auftrag der Partei unterwegs, auch und gerade hinsichtlich von Kunst? Wäre der Einsatz der städtischen Oberen auch so intensiv, hätte Wang Shugang blauen oder grünen Lack verwendet?

Diesen Gedanken weitergetragen, führt zu dem Bild, am Maxplatz ebenjene Installation auf Bamberger Verhältnisse zu übertragen, mit grünen, roten, schwarzen Männla vor dem Rathaus zu platzieren, mit dem Namen: „Öffentliche Sitzung“.

Rote Männla. Foto: Erich Weiß

Manche politische Interpretation von Kunst ist dann doch etwas weit hergeholt und mitunter „gefährlich“, vielleicht handelt es sich ja um Chinesische Kommunisten, die sich die Pressesprecherin in den Stadtrat wünscht.

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