GAL schlägt Doku-Zentrum Erinnerungskultur vor

GAL-Pressemitteilung

Gedenktafel Obere Brücke. Foto: Erich Weiß

Doku-Zentrum soll Hintergründe zu Krieg und Judenverfolgung, NS-Terror und Widerstand liefern

Die jüngsten Diskussionen um Beschmierungen der Stauffenberg-Gedenktafel, einem Entfernen des Mahnmals für NS-Opfer, der Einrichtung eines Hexen-Mahnstätte und auch aktuellen rechtsextremistischen Aktivitäten im oberfränkischen Raum haben GAL-Stadtrat Andreas Reuß nun veranlasst, ein umfassendes Konzept der Stadt für Erinnerungskultur anzuregen.

In einem Antrag an die Stadt schlägt er vor, ein Ausstellungs-, Raum- und Finanzierungskonzept für ein „Zentrum der Erinnerungskultur Bamberg“ zu erstellen. Konkret stellt er sich dieses im Untergeschoß des Alten Rathauses auf der Oberen Brücke vor. Darin sollten die Themen Krieg, NS-Terror, Judenverfolgung, Gewalt und Widerstand und die Hintergründe dieser Phänomene behandelt werden. „Der Raum liegt gewissermaßen hinter bzw. zwischen zwei der Gedenktafeln zur NS-Zeit: die Stauffenberg-Tafel im Torbogen des Rathauses auf der Oberen Brücke und das Mahnmal für NS- und Kriegsopfer an der Rathauswand zur Unteren Brücke hin“, meint Reuß.

Gedenktafel Untere Brücke. Foto: Erich Weiß

Nach seiner Idee soll ein Doku-Zentrum, wie es in vielen anderen Städten bereits besteht, eingerichtet werden und zudem eine historisch-informative Klammer auch für alle anderen Gedenkstätten in Bamberg ermöglicht werden. Auch die Hexenverfolgung soll nach seinem Wunsch darin berücksichtigt werden. Reuß strebt außerdem eine überregionale Vernetzung an. Projekte für Schule und andere Bildungseinrichtungen, eine lokale Bibliothek und Gedenkveranstaltungen zu den Themen sollen einen Platz im künftigen Doku-Zentrum finden.

Transparent für Denkmal zur Hexenverfolgung an Schloß Geyerswörth. Foto: Erich Weiß

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