CSU-Huber: Raus aus dem Auto, rauf auf’s Fahrrad!

Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister, Dr. Marcel Huber, hielt jüngst anlässlich des dritten Mittagsgesprächs des ADFC ein Impulsreferat „Renaissance des Fahrrads“. Offensichtlich wurde es zu einem flammenden Plädoyer für den Drahtesel. So sei das Fahrrad die ideale Lösung für drei „gesellschaftliche Problemzonen“: die Gesundheit, die bedrohten Innenstädte und die Energiewende. Die Radfahrer Bambergs würden dem CSUler sicherlich gespannt zuhören, gibt es doch reichlich Problemzonen in Bamberg, wie die Gaustadter Hauptstraße, der Regensburger Ring, die Lange Straße mit der Verlängerung an den Markusplatz.

Wolfgang Bönig

„Fahrrad statt Auto? Alles (linke) Öko-Spinner!“ ist wahrscheinlich noch immer einer der ersten Gedanken, die manchem/r eingefleischtem/r Benzin- oder Dieselkutscher/in in den Sinn kommen. „Feinstaub? Erderwärmung? Meine Klimaanlage hat Filter!“

Wie ich feststellen mußte, haben die „Öko-Spinner“ Zuwachs bekommen: „‚Die Überschreitung der Feinstaubrichtlinie ist in diesem Jahr bereits mit Händen zu greifen’, … müsse es daher schnellstens gelingen, das Verhalten der Menschen zu verändern: raus aus dem Auto, rauf aufs Fahrrad … auch und gerade im innerstädtischen Raum … Während Elektroautos noch in der Entwicklungsphase steckten, seien Pedelecs, also die Fahrräder mit eingebauten Elektromotoren, bereits ‚uneingeschränkt zu empfehlen’.“

Vorfahrt für CarSharing, öffentlichen Personenverkehr und „das logistische Ineinandergreifen“

Der neue Radikale heißt Dr. Marcel Huber, ist Umwelt- und Gesundheitsminister des Freistaats Bayern und äußerte sich wie vorstehend zitiert beim Mittagsgespräch des ADFC-Landesverbandes: Darüber hinaus sprach er sich für weitere Alternativen zur bisherigen, am Vorrang des motorisierten Individualverkehrs (MIV) ausgerichteten Politik aus: CarSharing, öffentlicher Personenverkehr und „das logistische Ineinandergreifen“, gemeinhin als Umweltverbund bekannt – sieht man einmal von schwarzen (jetzt nicht parteipolitisch gemeint) Löchern, wie sie auch in Bamberg zu finden sind, ab.

Es bleibt zu hoffen, daß Herr Dr. Huber nicht nur im fränkischen Rom, sondern auch in München Gehör findet und entsprechend Einfluß auf die Entscheidungen der Landesregierung haben wird. Bedeutend für die Verkehrsmittelwahl ist nicht allein die Verkehrspolitik. Raumordnung und Siedlungsplanung setzen die ersten Pflöcke.

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