Gedenken an Pogromnacht vor 75 Jahren

Mitteilung der Stadt Bamberg

Synagoge von 1910 am heutigen Synagogenplatz Foto: aus "Jüdisches Bamberg"

Am Samstag, 9. November, jährt sich die sogenannte Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zum 75. Mal. Die traditionelle Gedenkstunde der Stadt Bamberg und der Israelitischen Kultusgemeinde findet in diesem Jahr um 18 Uhr am Synagogenplatz statt.

Nur 28 Jahre nach ihrer feierlichen Einweihung mit Vertretern aus Gesellschaft und Politik wurde Bambergs fünfte Synagoge – wie so viele andere jüdische Gotteshäuser und Einrichtungen in ganz Deutschland – in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Opfer des nationalsozialistischen Wahns. Im Auftrag der Naziregierung hatte der damalige Oberbürgermeister Lorenz Zahneisen die Zerstörung der Synagoge durch Brandschatzung angeordnet. Die Ruine wurde schließlich im März 1939 gesprengt – und die Kosten dafür der Israelitischen Kultusgemeinde auferlegt.

Synagoge nach der Sprengung 1938. Foto: aus "Jüdisches Bamberg"

Zum Gedenken an die schrecklichen Ereignisse vor 75 Jahren werden Oberbürgermeister Andreas Starke und Arieh Rudolph, 1. Vorsitzender der Kultusgemeinde Bamberg, vor dem Mahnmal am Synagogenplatz Kränze niederlegen und Gedenkworte sprechen. Die Gedenkfeier wird von Mitgliedern des Synagogenchors Bamberg mitgestaltet.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und der Opfer der Reichspogromnacht und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken. Die Urbanstraße ist für die Dauer der Gedenkstunde für den Verkehr gesperrt.

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