Lesetipp: SZ und FAZ zum Drogenbericht der Bundesregierung

Redaktion

Der neue Drogen- und Alkoholbericht der Bundesregierung lässt aufhorchen: Fast 10 Millionen Deutsche trinken zu viel Alkohol (Süddeutsche). Besonders heikel bei Alkohol ist dessen niedere Einstiegsschwelle. Als riskanter Konsum gelten für Männer mehr als ein bis zwei Gläser Wein (0,2 Liter) oder Bier (0,33 Liter) täglich. Für Frauen liegt die Grenze bei etwa einem Glas pro Tag. Die Jugend scheint dagegen insgesamt weniger anfällig zu werden: Unter den Zwölf- bis 17-Jährigen ist der regelmäßige Alkoholkonsum seit 2001 von 18 Prozent auf 14 Prozent zurückgegangen. Allerdings, so die SZ, ist das exzessive Trinken unter Jugendlichen besorgniserregend. So stieg die Zahl der 10- bis 20-Jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik gebracht wurden, um 350 auf zuletzt mehr als 26.000 im Jahr 2011. Erstmals überstieg die Zahl der Mädchen und Frauen die Zehntausender-Marke. Laut FAZ ist die Gruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre) dabei am auffälligsten: Gut 32 Prozent der Frauen und knapp 45 Prozent der Männer wird ein riskanter Konsum bescheinigt.

Michael Soyka, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erläutert in einem Interview die Auswirkungen jahrelangen Alkoholkonsums auf die Psyche: „Das intellektuelle Niveau sinkt.“

Daneben werden Crystal und Crystal Meth offensichtlich immer problematischer. Wie die FAZ berichtet, trete einer Erhebungen des Bundeskriminalamts zufolge die Droge bisher vor allem in den Grenzgebieten zu Tschechien (Bayern, Thüringen oder Sachsen) und nicht bundesweit auf. Hierzu auch ein interessanter Bericht in der ZEIT: „Der Seelenfresser“

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