Viele Fragezeichen bei Marktkauf

ver.di Presseinformation

Die Lage hat sich seit Herbst 2012, als ver.di die Situation bei Marktkauf darstellte bis zum heutigen Tage nicht entspannt – eher das Gegenteil ist eingetreten.

Nachdem sowohl Betriebsrat als auch Belegschaft weiterhin im Unsicheren gelassen wurden, gab es im Rahmen einer Betriebsversammlung am 22.1. erstmals deutlichere Worte der Geschäftsführung. Herr Ort persönlich äußerte sich sehr kritisch was die Zukunft des Marktes anging, und konnte auch nicht versprechen, dass alle Mitarbeiter an diesem Standort erhalten werden können. Auch ließ er offen, ob eine Marktschließung oder der Verkauf an einen „Privatmann“ anstünde. Man befinde sich in Gesprächen mit der Stadt Bamberg, und hätte eine Studie zur wirtschaftlichen Fortführung bei der Stadt eingereicht. Man warte nun auf das Feedback.

Mit diesen neuen Erkenntnissen im Gepäck, sprachen Vertreter des Betriebsrats und Gewerkschaftssekretär Dominik Datz bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg vor. Hierbei wurde klar signalisiert, dass man bis in den Herbst zwar in Gesprächen mit Edeka über die Zukunft des Marktkauf Markts gewesen sei, aber eine derartige Studie läge nicht vor. Man warte selbst auf ein Zeichen zum weiteren Prozedere.

Für den Betriebsrat stellen sich nun Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Geschäftsführung. Man vermutet eine Hinhaltetaktik um die Belegschaft ruhig zu halten, und dann in einer Nacht und Nebel Aktion „Fakten zu schaffen“.

Aus Sicht von ver.di sind die Ängste der betrieblichen Arbeitnehmervertreter absolut berechtigt. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Märkte in Gera, Fürth, Zindorf und Roth geschlossen wurden, gab man seitens der Edeka-Gruppe jüngst bekannt, auch den Markt in der Kölner Straße in Nürnberg zu schließen. Zudem werden weiterhin weder kosmetische noch technische Investitionen in den Markt getätigt. Selbst bei kältesten Temperaturen wurde eine Eingangstür nicht repariert, womit Mitarbeiter und Kunden unzumutbaren Bedingungen ausgesetzt sind.

Neben der Betroffenen selbst, wäre eine Marktschließung auch für die Region ein weiterer wirtschaftlicher Einschnitt. Nach Honer und Schlecker würde ein weiterer großer Einzelhandelsarbeitgeber in der Region fehlen.

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