Staatssekretärin Huml eröffnet die Ausstellung „Gefühlswellen“ in Bamberg

Bamberg bricht ein Tabu. Die Ausstellung „Gefühlswellen“ im Landratsamt Bamberg informiert über psychische Erkrankungen junger Mütter. „Statistisch gesehen erkranken 15 bis 20 Prozent der Frauen nach einer Geburt an Depression oder Angststörungen, allein in Oberfranken sind jährlich etwa 1.350 Frauen betroffen. Leider weiß die Öffentlichkeit bisher viel zu wenig darüber, dass es solche Krisen und natürlich auch Hilfe gibt. Mir ist besonders wichtig, dass junge Mütter keine Scheu haben, sich Unterstützung zu holen“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml (CSU) bei der Eröffnung der Ausstellung. Landrat Dr. Günther Denzler zeigte sich in seinem Grußwort überrascht, von der hohen Zahl solcher Erkrankungen. Er sei daher sehr gerne bereit gewesen, die Idee zu unterstützen.

Das Netzwerk „Krisen nach der Geburt“ am Landratsamt Bamberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fachleute zu vernetzen und über psychische Erkrankungen nach der Geburt zu informieren. Die Idee zu dem bundesweit einmaligen Präventionsprojekt zur Aufklärung und Enttabuisierung des Themas „Psychische Krisen nach der Geburt“ hatten die Dipl-Psych. Antje Neundorfer und Alexandra Hölzlein vom Fachbereich Gesundheitswesen am Landratsamt Bamberg.

„Wir haben die Ausstellung unter pragmatischen Gesichtspunkten konzipiert“, so Hölzlein. In einfacher, aber umfassender Form soll die Ausstellung über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der einzelnen Krankheitsbilder aufklären sowie kostengünstig und flexibel einsetzbar sein. Ideale Ausstellungsorte seien Arztpraxen und Geburtshäuser aber auch Kindergärten, Gesundheitsämter und sozialpsychiatrische Dienste, so Neundorfer.

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