Wie ist das heutzutage mit dem Katzenjammer nach sportlichen Niederlagen?

Serien halten, Serien platzen: Deutschland hat seit 41 Jahren wieder einen Zehnkampf-Europameister

W.W.

Trauert man heute – außerhalb ,harter’ Fan-Zirkel – eigentlich noch wirklich über sportliche Niederlagen oder doch eher darüber, dass eine große Party vorzeitig zu Ende geht? Dass der Aschermittwoch schneller als gerechnet auf dem Kalender steht, die lustigen Kostüme weggepackt werden müssen und man für ein paar Tage nicht weiß, was man abends so machen soll? Ich tendiere stark zur zweiten Ansicht. Die cool-gefassten Reaktionen der meisten Kommentatoren und Medienvertreter nach dem gestrigen Italienspiel scheinen in die gleiche Richtung zu deuten.

Aber keine Sorge: Im modernen Profisport-Business gibt es keine Fastenzeit mehr. Ein Event jagt das andere. Freuen wir uns also über das im Fußball-Trubel beinahe vergessene Zehnkampf-Gold von Pascal Behrenbruch ist. Seit 41 Jahren sind ,wir’ damit wieder einmal ,König der Athleten’. Der Frankfurter holte sich am Donnerstag bei der Leichtathletik-EM in Helsinki den Titel mit der europäischen Saisonbestleistung von 8558 Punkten. Behrenbruch trainiert übrigens nach Ärger mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband auf eigene Kappe in Estland bei Andrej Nazarow und Erki Nool.

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