Regionalflughäfen sind Verkehrspolitik von vorgestern, meinen Bündnis 90/Die Grünen

In einer Pressemitteilung vom 20. Februar 2012 stellen Bündnis 90/Die Grünen ihren Standpunkt zum geplanten Flughafenbau in Coburg dar.

Coburg braucht keinen neuen Verkehrslandeplatz

Gote fordert: BürgerInnen bereits vor Verfahrensbeginn beteiligen!

Die Planungen der Stadt Coburg für einen neuen Verkehrslandeplatz stoßen bei der oberfränkischen Landtagsabgeordneten Ulrike Gote, MdL auf Ablehnung. „Es wird Zeit, dass man auch in der Stadt Coburg einsieht, dass Regionalflughäfen nicht nur ökologisch schädlich, sondern wirtschaftlich völlig unrentabel sind“, findet die Abgeordnete, die darauf verweist, dass aktuelle Studien belegten, dass die Bedeutung der Regionalflughäfen für die lokale Wirtschaft überschätzt werde.

„Regionalflughäfen sind Verkehrspolitik von vorgestern, wer zukunftsfähig plant, setzt auf die intelligente Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger, bessere Logistik und Verkehrsvermeidung“, fordert Ulrike Gote. Der regionale Flugverkehr hätte keine Zukunft, daher täte man besser daran, sich für eine bessere Einbindung Nordostbayerns in das Fernverkehrsnetz der Bahn einzusetzen und zum Beispiel die Lücke der Werrabahn zwischen Eisfeld und Coburg zu schließen.

Nicht nur die Proteste gegen Stuttgart 21 und die dritte Startbahn des Flughafens München, sondern auch gegen die Fichtelgebirgsautobahn, den Ausbau des Flughafens Hof-Plauen und bereits vor Jahren gegen den Flugplatz Rattelsdorf hätten gezeigt, dass die BürgerInnen eine Infrastruktur-Politik gegen ihre Interessen nicht mehr akzeptieren. „Es ist daher unerlässlich, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bereits vor Beginn des offiziellen Planungsverfahrens zu beteiligen“, fordert Ulrike Gote. „Bürgerinnen und Bürger sind durch ein steigendes Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Lärm- und Schadstoffbelastung nicht nur in ihrer Lebensqualität betroffen, sondern auch davon, dass die für den Flughafenausbau eingesetzten Mittel für andere Investitionen, z.B. im Bereich Bildung, für Ganztagsschulen, Krippen, kulturelle Einrichtungen, den öffentlichen Personennahverkehr und anderes fehlen würden.“ Daher sei es ihr gutes Recht, bei den anstehenden Planungen aktiv beteiligt zu werden.

Die Stadt Coburg dürfe darüber hinaus ihre Lasten nicht länger in den Landkreis verlagern. „Die Überlegungen der Firma Brose, Neuinvestitionen nicht in Coburg, sondern im Raum Bamberg zu tätigen, müssen mit Blick auf das geplante Flugplatzprojekt ebenfalls berücksichtigt werden“, so Gote, die darauf hinweist, dass man sowohl von Coburg wie von Bamberg, den Flughafen Nürnberg gut erreichen könne.

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