Villa Schröppel: ehemals ein Kleinod am Michaelsberg 8e – Garten kaputt saniert

Christiane Hartleitner und Erich Weiß

Es gibt viele Sehnsuchtsorte in Bamberg. Ist ein solcher Sehnsuchtsort mit dem weitbekannten Namen des Architekten Gustav Haeberle verknüpft, fangen nicht nur in Kennerkreisen Augen an zu glänzen. Eine solche Adresse befindet sich am Michaelsberg, Hausnummer 8e, auch bekannt als Villa Schröppel. Privatier und Schokoladenfabrikbesitzer Albrecht Schröppel reichte 1902 nach Plänen von Gustav Haeberle ein Baugesuch für diese Villa ein, mit dem Versprechen, der Bürgerspitalstiftung „um nicht zu hohen Preis“ Gartengrundstück und Neubau weiterzuveräußern (Inventarband Michelsberg und Abtsberg, 2009, S. 797–804). Mit diesem Versprechen vorab durfte Schröppel also bauen. Seit spätestens 1921 ist die Villa Schröppel mit Garten nun im Besitz der Spitalstiftung, keine weiteren Umbauten sind seither bekannt. Über 100 Jahre verblieb die Villa mit hochwertiger Ausstattung an bunten Glasfenstern und schmuckem Treppenhaus mit schmiedeeisernem Geländer und Hartholzgriff sowie einer eigenen Grotte im terrassierten Garten mit altem Baumbestand unverändert.

Schröppel Villa aus dem Inventar Michelsberg und Abtsberg, S. 798

Schröppel Villa aus dem Inventar 2009, Michelsberg und Abtsberg, S. 798

Seit dem Kunstdenkmäler-Inventarband Michelsberg / Abtsberg von 2009 stellt die Villa Schröppel „mit ihrem Garten, der bauzeitlichen inneren Ausstattung und der äußerlichen Unversehrtheit ein in außergewöhnlich authentischem Zustand erhaltenes Gesamtensemble der Zeit um 1900″ dar (S. 804). Diese Einschätzung muss nach dem Eingriff durch das Immobilienmanagement revidiert werden.

Treppenhaus. Foto: Christiane Hartleitner

Treppenhaus. Zustand vor der Sanierung, 2008

Finanzreferent Bertram Felix gibt eine hochwertige Sanierung in Auftrag …

Das in „außergewöhnlich authentischem Zustand erhaltene Gesamtensemble der Zeit um 1900“ bestand bis 2008, bis – ja, bis Bertram Felix glänzende Augen bekam. Felix ist nicht nur Finanzreferent und Kämmerer der Stadt Bamberg und somit für die Finanzen der Kommune zuständig. In Personalunion obliegt ihm das Stiftungsmanagement und die Immobilienverwaltung mit Amtssitz am Michaelsberg. Seiner Aufsicht unterliegt ebenjene Villa Schröppel. Seit vielen Monaten wird dort mit Mitteln des Investprogramms Welterbestätten „Konjunkturpaket“ umfangreich umgebaut. Im Februar 2014 fehlten zwar noch die aufwendig gearbeiteten Türschlösser und -griffe, doch die Türblätter waren bis dahin vorbildlich restauriert, auch die bunten Glasfenster.

Villa Schröppel Teppenhaus. Foto: Christiane Hartleitner

Villa Schröppel Teppenhaus während der Sanierung, Februar 2014. Foto: Christiane Hartleitner

Die historischen Bodenbeläge jedoch – ehemals Parkettböden in den Wohnräumen und Sechseckplatten im Flur – haben den Umbau nicht überstanden, sondern sind nach Auskunft der Handwerker alle ersetzt worden. Ohne Not, denn der Erhaltungszustand war in Ordnung.

Steinfliesen, historischer Bodenbelag, 2008 noch erhalten. Foto: Chrisitiane Hartleitner

Steinfliesen, historischer Bodenbelag, 2008 noch erhalten.

Parkett, historischer Bodenbelag, 2008 noch erhalten. Foto: Chrisitiane Hartleitner

Parkett, historischer Bodenbelag, 2008 noch erhalten.

Der Garten – Vorzustand und heute

Im Garten allerdings wurde Tabula Rasa veranstaltet – von der Pergola (ehemals auf der obersten Terrasse), einer Laube (ehemals an der südwestlichen Grundstücksmauer) und dem kleinen Pavillon (ehemals im Nordosteck) sind im Sommer 2014 keinerlei Spuren mehr zu sehen.

Pavillon. Foto: Christiane Hartleitner

Pavillon. 2008 noch vorhanden

Seit Donnerstag vergangener Woche steht kein Baum mehr, eine einzelne Eibe oberhalb der Grotte sollte erhalten bleiben, doch auch die ist Geschichte. Sämtlicher Obstbaumbestand, alle Eiben, jegliche wegbegleitende Buchsbaumhecke – alles gefällt und entfernt. Doch nicht nur das Grün ist entsorgt, von jeglicher Gartenausstattung (und hiervon war reichlich vorhanden!) ist nichts mehr da, keine Mauer, keine Treppenläufe, kein Rankgitter, kein Pavillon. Und eigentlich wollte man demnächst der Frage nachgehen, ob die Gartenanlage ursprünglich auch auf Gustav Haeberle zurückgeht. Dieser Frage muss sich in der Gärtnerstadt Bamberg am Michelsberg 8e kein Wissenschaftler mehr widmen, denn es muss konstatiert werden:

Tabula Rasa des Denkmals Garten am Michaelsberg 8e

Abb ehemaliger Aufgang zur Villa bis zum Klostereingang von Süden (Sem.arbeit, S.18 rechts), Zustand 2008

Ehemaliger Aufgang zur Villa bis zum Klostereingang von Süden, Seminararbeit, Zustand 2008

Bereits der Aufgang mit der Treppe, die zur aufwändig gestalteten Eingangspforte ins ehemalige Kloster (und heute zum Büro und Machtzentrum des Immobilienmanagements) führt, wurde einer alle Substanz vernichtenden Generalsanierung unterzogen: die komplette, original erhaltene Sandstein-Treppe wurde entfernt, die die Treppe begleitende Sandsteinmauer (derzeit mit Pappe bedeckt) ebenfalls komplett neu errichtet. Dort tätige Handwerker empfahlen eine Konsolidierung der Stufen mit Bodenankern, die Bauleitung entschied eine komplette Erneuerung.

Blick von unten zum Kloster Michaelsberg, 2014. Foto: Erich Weiß

Gleiche Situation 2014: Blick vom Eingang des Grundstücks zum Kloster Michaelsberg. Foto: Erich Weiß

Die neu zu errichtende Treppe soll zukünftig mit 42 Punktstrahlern auf jeder zweiten Stufe in Wandnähe in Szene gesetzt werden. Offenbar war dieses Ansinnen Grund genug, eine historische, hochwertige und funktionstüchtige Sandsteintreppenanlage komplett zu entfernen. Nach den Wünschen der Planer der Sozialstiftung gilt: maschinell gefertige (und erfahrungsgemäß sehr teuere), mittels Licht inszenierbare Sandsteinstufen statt handwerklicher Steinmetzarbeit mit Patina aus über 100 Jahren.

Stromleitungen entlang der neu errichteten Mauer. Foto: Erich Weiß

Blick von oben: bereits verlegte Stromleitungen entlang der neu errichteten Mauer. Foto: Erich Weiß

Jedoch ist der Blick auf die Eingangssituation erst der Anfang …

… der Anfang der Zerstörung eines Gartendenkmals. Dabei waren die Bedingungen für eine denkmalgerechte Instandsetzung denkbar günstig: Jüngste Untersuchungen von 2008 wurden sowohl von Inventarmitarbeitern des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege als auch im Rahmen einer Abschlussarbeit der Denkmalpflege von der Universität Bamberg durchgeführt. Hierbei entstand u.a. folgender maßstabsgerechte Plan:

Aufmaß von 2008

Lageplan von 2008, Seminararbeit Universität Bamberg

Der über vier Terrassen in leichter Hanglage und in einem spitzen Dreieck gelegene Garten wurde nicht nur über jene große, am östlichen Rand verlaufende Treppe erschlossen, sondern auch über zwei parallel dazu weiter westlich gelegene Treppen.

Oberste Terrassenebene

Oberste Terrassenebene mit Obstbaumbepflanzung und erhaltener Laubengangkonstruktion, 2008

Ausblick von oberste Terrassenebene über Garten

Ausblick von der obersten Terrassenebene über den Garten mit Wege begleitenden Buchshecken, 2008

Terrassen. Foto: Christiane Hartleitner

Vorzustand Garten mit Laubengang, 2008

Terrassen. Foto: Christiane Hartleitner

Vorzustand Garten, 2008

Bestand des Wegesystem besonders der Treppenstufen im Bereich der Stützmauern vorhanden

Bestand des Wegesystems mit Treppenstufen im Bereich der Stützmauern vorhanden, 2008

Treppe

Treppe als Teil des ehemaligen Wegesystems, 2008

Diese Grundstruktur ist bereits auf dem Katasterplan der Stadt Bamberg von 1898 erkennbar. Die vier Terrassen waren von Futtermauern aus Sandstein gestützt.

Einzig die dem Haupteingang der Villa gegenüber gelegene Grotte aus Süßwasser-Tuffstein auf der untersten Terrassenebene ist noch erhalten. Die Skizze von 2008 erklärt die symmetrisch mit zwei Eingängen um ein Wasserbecken angelegte Grotte, in der man dem Plätschern des Wassers im Halbdunkel lauschen konnte. Eingebaute Steinbank und -tisch luden zum Aufenthalt ein.

Aufmaß Grotte 2008

Grundriss Grotte,  2008

Das innere Becken in der Grotte

Das innere Becken in der Grotte, 2008

Grotte 2008

Grotte mit symmetrisch angelegten Zugängen ins Halbdunkel, Zustand 2008

Wenig romantisch und nur notdürftig vor Baustellen- und Baumfällarbeiten geschützt, zeigt sich der Zustand der Grotte im August 2014:

Foto: Erich Weiß, August 2014

Foto: Erich Weiß, August 2014

Foto: Erich Weiß

Foto: Erich Weiß

Haufenweise Tuffstein-Berge um die Grotte dokumentieren das allmähliche Dahinbröseln der Substanz. Die noch 2008 erhaltenen Erhöhungen des oberen Grottenrands in der Mitte sowie rechts und links haben den Sommer 2014 nicht überstanden.

Das Brunnenbecken zwischen den Eingängen ist nur notdürftig abgedeckt.

Foto: Erich Weiß

Grotte während der Baumfalls, am rechten Bildrand neue Treppenanlage Foto: Erich Weiß, August 2014

Laut Mitteilung der städtischen Pressestelle ist die Fällung des letzten Baumes der Villa Schröppel nötig, „um die Standsicherheit und damit Verkehrssicherheit der Grotte wiederherzustellen, eine statische Sanierung notwendig“ (hier).

Foto: Erich Weiß

Baumfällarbeiten. Foto: Erich Weiß, August 2014

Die letzte Eibe des ursprünglich altem Eibenbestand wird gefällt. Übrigens steht die Eibe neben der Schwarzpappel als einzige Baumart unter Naturschutz. Ihr Bestand gilt als gefährdet (Rote Liste Kategorie 3).

Foto: Erich Weiß

Baumfällarbeiten. Foto: Erich Weiß, August 2014

Foto: Erich Weiß

Baumfällarbeiten. Foto: Erich Weiß, August 2014

Von der Vernichtung des Gartenensembles erfuhr die Öffentlichkeit nichts

Auch nicht von der großflächigen Erneuerung der mächtigen Stützmauer zur Straße Michaelsberg, die zu den ältesten überkommenen Resten des aufgehenden Mauerwerks gehört. Der Südflügel der Klosteranlage St. Michael enthält noch ältere Bausubstanz, datiert 1539.

Erhaltene Reste der Wegestrukturen und Stützmauer (links) zur Straße Michaelsberg, 2008

Erhaltene Reste der Wegestrukturen und Stützmauer (links) zur Straße Michaelsberg, 2008

Mauer zur Michelsberger Straße. Foto: Christiane Hartleitner

Mauer zur Michaelsberger Straße. Foto: Christiane Hartleitner, Februar 2014

Nach Mitteilung beteiligter Handwerker wurde zunächst eine denkmalgerechte Sanierung unter möglichst weitgehender Substanzerhaltung durchgeführt. Die fand aber nicht die Zustimmung des Bauherren, der den kompletten oberen Abschluss nochmals neu anfertigen ließ.

Breifkastenloch. Foto: Erich Weiß

Neues Briefkastenloch links des Eingangsportals zur Villa Schröppel. Foto: Erich Weiß

Substanzerhaltung als Primat? Nicht beim Immobilienmanagement.

Insgesamt offenbart der Blick auf die Baustelle im Sommer 2014 ein wüstes Bild

Foto: Erich Weiß

Das letzte Grün wird gefällt. Foto: Erich Weiß, August 2014

Kein Obstbaum, keine Birke, keine Tanne, kein Buchs, kein Efeu, kein alter Eibenbestand: mit der letzten Eibe ist nun jegliches Grün entfernt.

Neue Terrassenmauer und neue Treppe zum Klostergebäude. Foto: Erich Weiß

Neue Terrassenmauer und neue Treppe zum Klostergebäude. Foto: Erich Weiß, 2014

… auch sämtliche Futtermauern aus Sandstein sind Geschichte. Statt ihrer nun gänzlich neue Terrassenmauern aus maschinell extra unförmig gesägten Kalksteinen in der oberen Ebene …

Es wird geklotzt statt gekläckert: das Michaelsportal von 1744 …

Michaelsportal Inventarband, S. 403. Zustand 2005

Michaelsportal Inventarband, S. 403. Zustand 2005

… erhält eine neue „repräsentative“ Eingangssituation.

Das Umfeld der Grotte. Foto: Erich Weiß

Die Eibe auf der Grotte, umrahmt von neuer Betontreppe. Foto: Erich Weiß. August 2014

… auch auf der nächsten Terrassenebene wurden die Futtermauern aus Sandstein komplett entfernt und neue aus Kalkstein errichtet. Neue Mäuerchen mit neuen Steinchen – offensichtlich hat man noch einiges vor, denn vor der Tür harren noch etliche Kubikmeter auf Paletten.

Foto: Erich Weiß

Neue Steine stehen auf dem Gehsteig bereit. Foto: Erich Weiß

Foto: Erich Weiß

Ein kleines Geschenk. Foto: Erich Weiß

Offensichtlich hat der Bauherr weitere Gestaltungswünsche und eine feste Vorstellung dessen, was der zukünftige Mieter favorisiert.

Entwurfsplan. Foto: Erich Weiß

Entwurfsplan für den neu zu gestaltenden Garten am Michaelsberg 8e. Foto: Erich Weiß

Vorliegender Plan gibt die Gestaltung des Gartens vor. Die neuen Stützmäuerchen stehen zum Teil schon, die neue Terrasse westlich der Grotte ist in Arbeit, das Betonfundament gegossen. Für den neuen Mieter der Villa wird demnach nicht nur die Treppe punktbeleuchtet, sondern auch die historisch überkommene Gartenstruktur geändert und ein schicker Außensitzplatz neben der Grotte betoniert.

Terrasse. Foto: Christiane Hartleitner

Geplante Terrasse. Foto: Christiane Hartleitner, August 2014

Westlich der Grotte wird der neue Mieter zukünftig über sechs Stufen in einer Laube sitzen können, ein Holzbelag dient der Behaglichkeit. Im Plan sind die neu errichteten Stütz- und Trockenmauern in grün angelegt.

Plan Grotte. Foto: Erich Weiß

Plan Grotte mit Plattenbelag davor und neuer Terrasse links. Foto: Erich Weiß

Weiterer Substanzverlust ist geplant.

Die im Plan ebenfalls grün angelegten Seitenwände der Grotte lassen auf eine völlige Neuaufrichtung der unter Denkmalschutz stehenden Grotte schließen. Als Tuffstein jedenfalls ist lediglich der schmale innere Teilbereich zwischen den beiden Eingängen gekennzeichnet, wo ein kleines Wasserbecken ist. In weiser Voraussicht hat die städtische Pressestelle bereits eine „statische Sanierung“ der Grotte in Aussicht gestellt.

Die Sanierung eines Denkmals bedarf in erster Linie Sorgfalt und Kennerschaft. Laut Bayerischem Denkmalschutzgesetz sind Gartendenkmale übrigens gleichgesetzt mit Baudenkmalen. Der Umgang des städtischen Immobilienmanagement mit dem Gartenensemble um die Villa Schröppel ist der Welterbestadt Bamberg unwürdig. Salamitaktisch werden die Denkmaleigenschaften nach und nach vernichtet. Könnte man den Garten des Ensembles Michaelsberg 8e aus der Liste der Denkmäler streichen, müsste man das tun. Die Ignoranz des Bauherrn im Umgang mit dem Erbe negiert den einst überaus hohen Standard denkmalpflegerischen Vorgehens.

12 thoughts on “Villa Schröppel: ehemals ein Kleinod am Michaelsberg 8e – Garten kaputt saniert

  1. Liebe Christiane Hartleitner, lieber „freiberuflich tätiger Bamberger Fotograf“, danke nochmals für diese wichtige Dokumentation, ohne die niemand auf die rigorose Zerstörung des Gartendenkmals der Villa Schröppel aufmerksam geworden wäre. In der heutigen Ausgabe des FT wird gesagt, was der Bauherr B. Felix vorhatte: nach Vollendung des brutalen Eingriffs den supi-tollen neuen Zustand der Öffentlichkeit vorstellen, ohne lästige Begleitmusik, wie den Hinweis auf den früheren Zustand des Gartendenkmals.
    Es sind offensichtlich eine Reihe von völlig kenntnisfreien, übergeschnappten Personen für die Neuschöpfung zuständig gewesen. Zum Beispiel auch die Architekten des städtischen Immobilienmanagements. Die haben für den FT sogar noch freiwillig vor den Ergebnissen ihrer architektonischen Schandtaten posiert. Stolz stehen sie vor der Grotte. Die ist jetzt nicht mehr in den grünen Hang eingebettet, was Teil der damaligen Inszenierung war und bei richtigem Denkmalschutz dringend mit hätte bewahrt werden müssen. Nein, der grüne Abhang ist weggerissen, jetzt gibt es zwei schicke steinerne Mauern links und rechts, die bis an die Grotte heranreichen. Steinmauer stößt an Steingrotte. Supi-toll. Total schick. Und die Architekten merken noch nicht einmal, wie sehr sie dieses Foto bloßstellt. Wer nur ein kleines bisschen Ahnung von Gartendenkmalpflege hat, merkt schon beim ersten Blick auf dieses FT-Foto, dass diese beiden Leute Stümper sind, wenn es um Denkmalpflege geht.

    • Der FT-Artikel ist ja wieder einmal unkritische Hofberichterstattung vom Feinsten. Zahlen Herr Starke und und Herr Felix eigentlich für den Beitrag, wie es sich für ein Werbeinserat gehört?

      • Logisch wird gezahlt: Massenweise Anzeigen der Stadtwerke und des Stadtmarketings (über die dann ja auch fleißig berichtet wird, was den „FT-Journalisten“ diktiert wird), Druck und Verteilung der Theaterzeitung und des Rathausjournals, Ft-Abos der Sozialstiftung für 1.-Klasse-Patienten, Wahlwerbung usw. und dazu wird dem Ft noch der halbe Lokalteil kostenlos geliefert, weil der ja eh nur noch aus Verlautbarungen der Pressestelle der Stadt besteht. Wäre mal interessant, wieviele Zigtausende jedes Jahr dem FT überwiesen weden. Obrigkeitshörige Artikel sind beim FT mittlerweile keine Ausnahme mehr sondern die Regel. Gipfel des Hausfrauenjournalismus: Frau Hartleitner zu kriminalisieren, die sich hausfriedensbrechend „unbefugt“ Zutritt verschafft hat, wie ein Einbrecher. Jedem Journalistenpraktikanten würde in einer echten Zeitung ein solcher Artikel um die Ohren gehauen werden.

  2. Na fein – immer weg damit! Geld und Filz regieren nun mal die Welt, warum nicht auch Franken? Also weiter so! Weltkulturerbe- Stadt Bamberg? Dieser „Ehrentitel“ wird ja nur bedroht durch die vorgesehenen Lärmschutzwände der Bahn im Zuge des ICE- Streckenausbaus. Beklebt man nun diese Wände mit netten historisierenden Steinchen, müßte doch eigentlich alles gut sein, oder?

  3. Verdient eine Stadt die solche Denkmäler mutwillig zerstört den Titel Unesco Welterbe. Vielleicht sollte man da mal externe obere Stellen darauf hinweisen, was hier abgeht. Eine Herr X/Y darf in seinem Garten weder einen Baum fällen, noch ein Dachfenster in sein denkmalgeschützes Haus einbauen, ohne Genehmigung, Vielleicht sollte man die Fotodokumentaion von der “ Zerstörung“ mal vor der Villa aufstellen, um zu zeigen was in Bamberg alles möglich ist, wenn man nicht Herr X/Y ist.

  4. Was hier geschildert wird ist wirklich ein Verbrachen an der Stadt. Diese Villa,
    ihre Treppen, ihre Lage am Hang, die rostige Rosenlaube, alles was man mit etwas Neugier von der Straße aus sehen konnte, war ein so romantischer Anblick.
    Die in Bamberg Verantwortung Tragenden scheinen keinen Sinn für die eigentliche Schönheit der Stadt zu haben.

  5. Tja, das völlige Versagen der städtischen unteren Denkmalbehörde als auch der oberen Denkmalbehörde im nahen Seehof entschuldigt nicht das ignorante, ahistorische und unter städtebaulich/historischen Gesichtpunkten unmoralische Vorgehen des Immobilienmanagements unter der selbstherrlichen Herrschaft eines Herrn Felix. Diese Denkmalzerstörung der ganz brachialen Art bekommt angesichts des zukünftigen Kompetenzzentrums in Sachen Denkmalpflege eine zusätzliche unangenehm zynische Note.

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