Stadt lässt vier Wohnhäuser verwahrlosen

GAL-Mitteilung

März 2012, die Bagger standen schon mal vor dem Lossa Haus. Foto: Christiane Hartleitner

GAL strebt umgehend eine Sanierung an und verweist auf dringende Wohnungsnot

Als es vor kurzem um die Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Bamberg ging, legte die Stadtverwaltung dem Stadtrat eine Liste mit 20 von ihr für diesen Zweck geprüften Gebäuden vor. Darauf waren allein vier leer stehende Wohnhäuser in städtischem Eigentum zu finden, die mit „unbewohnbar“, „schlechter Zustand“, „keine Heizung“ oder „Wasserschäden“ betitelt wurden. Das ruft nun die GAL-Stadtratsfraktion auf den Plan. In einem Antrag an OB Starke verlangt Ursula Sowa umgehend einen Sachstandsbericht zu diesen vier Gebäuden. Aus Sicht der GAL müssen die Häuser soweit möglich schleunigst saniert und für Wohnzwecke nutzbar gemacht werden. Dabei handelt es sich neben dem schon in die Schlagzeilen geratenen „Lossa-Haus“ in der Gaustadter Hauptstraße um die Häuser Jäckstr. 2 und Memmelsdorfer Str. 45 sowie um das Gebäude Ecke Geisfelderstraße/Schildstraße.

März 2012, Lossa Haus. Foto: Christiane Hartleitner

„In Bamberg fehlen nicht nur Unterkünfte für Flüchtlinge, sondern auch für Familien, Studierende und überhaupt Menschen mit kleinem Einkommen“, zeigt sich Sowa entrüstet, „da kann es doch nicht sein, dass die Stadt eigene Wohnungen vor sich hin rotten lässt. Das ist ein Skandal und unverantwortlich.“

Besonders kritisiert sie, dass Millionen-Investitionen rund um die Brose-Ansiedlung, in den Flugplatz, in die Konzerthalle oder bei der Landesgartenschau ohne Weiteres vom Oberbürgermeister forciert werden. „Hier setzt der Oberbürgermeister seine Schwerpunkte, aber da, wo es ums Existenzielle geht, müssen die einfachen BürgerInnen darben.“ In ihrem Antrag stellt Sowa auch die Frage nach weiterem Leerstand von Gebäuden der Stadt oder ihrer Töchter.

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