Letzter Brief zur gütigen Einigung bezüglich der öffentlichen Darbietung meiner Kunst mit Ankündigung des durch Sie nun erzwungenen, zivilen Ungehorsams.

Moritz Rabe am Grünen Markt. Foto: Erich Weiß

Straßenmusik ist eine Form der Kleinkunst. Seit wenigen Jahren ist Moritz Rabe in Bamberg einer, der in der Fußgängerzone seine kritischen Texte – oft untermalt mit bekannten Melodien – der Öffentlichkeit darbietet: mit unverwechselbarer Reibeisenstimme und Gitarre, ohne Verstärker. Er gehört zum Kreis der Straßenkünstler. Und finanziert damit seinen Lebensunterhalt. Eben weil Passanten seine Art der Unterhaltung gefällt und mit Geld unterstützen. Viele Liedermacher haben in den 60er und 70er Jahren gesellschaftliche Positionen bezogen, Kritik geübt. Und waren bei Demonstrationen Teil der Bewegung. Auch Rabe war Teil der Montagsdemos zum Atomausstieg im vergangenen Jahr.

Wieweit die Ladenbesitzer die Straßenmusiker schätzen, hängt vom Lokalkolorit der Stadt ab. Der rechtliche Status der Straßenmusik ist regional stark unterschiedlich. Unterschiedlich stark ist auch die Reglementierung durch die Gemeinden: In Münchentrifft das Ordungsamt eine Vorauswahl und verlangt 10 €/Tag, wobei in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem besonders gut gefüllten Hut gerechnet werden darf. In zahlreichen kleineren Städten benötigen einzeln auftretende Straßenmusiker gar keine Sondererlaubnis, müssen allerdings nach etwa einer halben Stunde aus Rücksicht auf Anwohner den Standort wechseln. In einem Offenen Brief schreibt Rabe über seine Erfahrungen in Bamberg: von der Öffentlichkeit unterstützt, vom Stadtmarketing abgezockt und von der städtischen Verwaltung reglementiert.

Moritz Rabe am Grünen Markt. Foto: Erich Weiß

Moritz Rabe

Bamberg, im Januar 2013

Werte Damen und Herren der Stadt Bamberg!

Seit 4 Jahren spiele ich, Moritz Rabe, nun regelmäßig in der Bamberger Innenstadt mit dem kleingeistigen Blickfeld weniger geplagter Passanten und dazu für die Öffentlichkeit meine Musik. Nicht nur die Herzen vieler Einheimischer und Zugereister, die sich vom stressigen Alltag abgelenkt fühlen, erfreut das, auch Auswärtige und Touristen werden immer wieder angelockt, mein Treiben zu verfolgen. Nicht unbegründet wird daher meine Darbietung bereits von Vielen als kultureller Bestandteil der Kultur-Stadt Bamberg angesehen. Auf die Frage „Womit identifiziert sich die Stadt Bamberg?“ wird als Antwort nicht nur der Bamberger Dom und sein Reiter angeführt, sondern immer häufiger auch auf den Straßenmusiker mit dem traditionellen Liedgut verwiesen. In einem Kundengespräch mit der Mutter einer 10-jährigen Schülerin konnte ich erfahren, daß diese im Kunstunterricht zur Aufgabe, Dinge zu malen, welche die Schüler mit Bamberg verbinden, einen Mann mit Gitarre darstellte, der in der Innenstadt fröhlich sein Lied trällert. Ein nicht unwesentlich anmutender Artikel über meine Arbeit hat es selbst auf die Titelseite des „Fränkischen Tag“ gebracht. So könnte ich noch unzählig viele weitere Beispiele nennen, die nur unterstreichen, wie erfolgreich ich mir hier eine Existenz aufgebaut habe.

Seit letztem Jahr allerdings häufen sich die Vorfälle, daß ich als rechtschaffender Musiker angehalten werde, Platzverweisen nachzukommen und rufschädigend wie ein Dieb und Betrüger unter den verwunderten Blicken der Gönner meiner Arbeit und Kunst aufs Polizeirevier geschleppt werde um mich dort zu dem mir zur Last gelegten Sachverhalt wie folgt zu äußern: „Ich habe gesungen!“.

Ich habe versucht durch eine Petition mit eingereichten 1.000 Unterstützungsunterschriften von Bamberger Bürgern, einer Flugblattverteilung und auch im Gespräch mit den Stadtobersten eine gütige Einigung zu erzielen. Die Ignoranz der Justiz, die Schreibtischvernunft, die nicht weiter hinausblickt als bis zum nächsten oder übernächsten Paragraphen, macht mich langsam wütend und mir deutlich, wie scheinbar egal es dieser bürokratischen Gesinnung ist, was die Bürger da draußen wollen. Ich rede hier nicht von zwei, drei konservativ stehengebliebenen, alten Menschen, die nach städtischer, gewohnter Ordnung streben (Wer sich nicht anpasst, geht ins Zuchthaus!). Ich meine hier die Kultur, die auch von der Straße lebt. Denn im Gegenzug können sie mir glauben, es gibt weit mehr als zwei, drei progressiv denkende Menschen, die diesen überholten Verwaltungsapparat nicht mögen. „Gesetz ist Gesetz!“ so lautet die Formel. Da kann man nichts ändern. Da will man auch nichts ändern.

Ich habe erklären können, daß die mir gebotenen, finanziellen Zuwendungen (Hutgeld) lt. § 516 BGB kein Entgelt, sondern eine Schenkung darstellen. Des weiteren bezog ich mich in meinen Erklärungen auf das Grundrecht der Kunstfreiheit (Art. 5, Abs. 3 GG). In kommunalen Bestimmungen, Vorschriften oder Satzungen müssen anderslautende Verordnungen deutlich in ihrem Wortlaut festhalten, was der stadtverordnende Skribent damit ausdrücken möchte. Weder die mir zur Last gelegten §§ 2 und 3 der Fußgängerbereichsatzung – in jetzt geltender Fassung – i.V.m. den §§ 2–4 und § 16 der Sondernutzungssatzung, noch der § 18 Abs.1 BayStrWG beinhalten die Formulierung Straßenkunst als Sondernutzung. Vielmehr beschränkt sich die Sondernutzungsgebührensatzung der Stadt Bamberg vom 13.11.2006 auf die Lagerung, Anbringung und Aufstellung (siehe Gebührenverzeichnis der Sondernutzungsgebührensatzung der Stadt Bamberg) von diversen den Durchgangsverkehr der Innenstadt störenden Gegenständen wie bspw. Schankanlagen oder Containern.

Mir wurde ergänzend in einem Gespräch mit dem Straßenverkehrsamt dargelegt, daß die Erhebung der täglich 15,- Euro nun doch keine Sondernutzumgsgebühr darstelle, sondern lediglich als Verwaltungsgebühr für die Erhebung einer Sondernutzungserlaubnis verstanden werden muß. So lag für mich die Überlegung nahe, den Zeitraum der sogenannten Sondernutzung auf einen Monat auszuweiten, um einerseits den Verwaltungs-Aufwand der Stadt als auch meine Kosten zu minimieren. Da ich täglich meinen Arbeitsplatz „Hauptwachstraße/Grüner Markt“ begehe und nicht als durchreisender Musiker fungiere, wäre diese Einigung für beide Seiten nur erstrebenswert gewesen. Die Antwort aus dem Sozial- und Umweltreferat der Stadt Bamberg war dann wieder schablonenhaft ernüchternd, wie ich erfuhr, daß keine neuen Ideen erbracht werden, sondern man sich auf althergebrachte, antike Feststellungen beruft: „Um eine Überfrachtung der Fußgängerzone mit Straßenmusikanten [sic] und damit einhergehend eine Belästigung insbesondere der Geschäftsinhaber, aber auch der Passanten, vorzubeugen, werden in regelmäßiger Verwaltungsgebühr nur jeweils zwei Erlaubnisse für zwei Tage erteilt.“ – keine Differenzierung, Geräusch und Musik wird gleichbewertet, der Musiker als ,aggressiver Bettler‘ von der Bezeichnung des „kommunikativen Gemeinwohls“ ausgeklammert.

Nun kommt man schon von behördlicher Stelle mit Drohbriefen, mir die Möglichkeit zum arbeiten zu versagen, Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten und mir gänzlich die Erlaubnis zu nehmen, die Bamberger Bürger täglich mit meiner Straßenmusik zu erquicken. Doch das beeindruckt mich nur wenig! Wie bereits genannt, spiele ich schon seit 4 Jahren auch ohne Erlaubnis meine Lieder und kann mir bis heute damit ohne Stütze ein gutes, freies Leben leisten.

Kurz möchte ich allerdings Ihr lebens- und kulturfremdes Szenario durchdenken, um so auch Ihren Gedanken kurz Beachtung geschenkt zu haben:

Die tägliche „Verwaltungs“gebühr zur Darbietung von Kunst und Kultur auf den Straßen der Innenstadt Bambergs beträgt wie bereits erwähnt 15,- Euro. (Wissen Sie, wie lang ich oftmals dafür arbeiten muß, diese Summe zu erreichen? Möglich ist es natürlich auch für zwei Tage den Antrag zum Preis von 20,- Euro zu stellen, allerdings mit der Gefahr, einen Schlechtwettertag erwischt zu haben. Pech gehabt – gezahlt ist gezahlt!) Im Monat hochgerechnet beträgt die Verwaltungsgebühr demnach 450,- Euro, sollte ich wie bisher jeden Tag singen wollen.

Ich gehe also tagtäglich 10 Uhr zum ,Stadtmarketing e.V.‘, um eine Sondernutzungsgenehmigung zur Darbietung meiner Kunst zu beantragen. Das zu jedem Besuch neu ausgefüllte Formular zur Ausstellung dieser Erlaubnis (Name, Anschrift, Art der Darbietung, Instrument u.s.w.) wird von dort aus ans Straßenverkehrsamt geschickt. Die Bearbeitung dauert etwa 2–3 Stunden.

Von 11.45 bis 14 Uhr herrscht im Amt Mittagsruhe, was mich in der Bearbeitungszeit des Antrags gesehen, bis 14 Uhr warten läßt. Nun halte ich endlich die ersehnte Erlaubnis in der Hand. Vielleicht regnet es mittlerweile? Egal – gezahlt ist gezahlt!

In den einkommensschwachen Sommermonaten verdiene ich etwa 1200,- Euro den Monat. Abzüglich der nun anstehenden monatlichen „Verwaltungs“kosten von 450,- Euro würde es definitiv nicht mehr ausreichen, meine Pension zu zahlen, als auch mein sonstiges, prasserisch verdientes Leben weiter so zu führen. Ich wäre gezwungen, nachdem ich Eurer Stadt (Stadtmarketing e.V.) Geld bezahlt habe, wieder zu Eurer Stadt (Hartz IV-Amt) zu gehen, um Geld zu beantragen. (Ich denke nicht, daß solch Schildbürgertum in der öffentlichen Meinungsbildung den Stadtobersten wohl tut.)

Der errechnete Regelbedarf für Hartz IV beträgt in meinem Fall 382,- Euro + Versicherung und Mietzahlung (Wohl nicht für Pensionsmiete. Ich wäre gezwungen, in die Slumgebiete Bambergs Hallstadt/Gaustadt umzuziehen.) Nachdem ich also auf die 382,- Euro noch aus der eigenen Kasse 68,- Euro draufschlage um nun die benannte Summe von 450,- Euro „Verwaltungs“gebühr beisammen zu haben und sie auch ordnungsgemäß zu entrichten, kann ich endlich wieder singen, um meiner Berufung nachzukommen, nichtstuerische Depressionen vorzubeugen und das Stadtbild zu verschönern. Weit gefehlt! Selbst schon mit 1200,- Euro Schenkung durch meine Tätigkeit als Musiker auf Straßen, Wegen und Plätzen liege ich weit über dem nicht-anrechnungspflichtigen Zuverdienst (Freibetrag) und bekäme dadurch vom Amt also auch kein Hartz IV-Geld mehr.

Das hieße, ich hätte vielleicht noch die Möglichkeit mich selbst als Ein-Euro-Jobber einzustellen und so den Rest meiner Einnahmen als Vermittlungscourtage ans Hartz IV-Amt zu zahlen. Allerdings kann das kein Anreiz für Kulturschaffende sein, schon gar nicht in einer Kulturstadt wie Bamberg.

Mir bliebe also nur die Eventualität am Amt vorbei das Geld zu verdienen. Da ich in Bamberg kein unbeschriebenes Blatt mehr bin, kommt das schnell ans Licht und man wird mir mein notbetrügerisches Handwerk legen, sämtliche Leistungen streichen und mir eine fette Ordnungsstrafe aufbrummen.

Eine dritte Überlegung, eine mögliche Zufriedenheit zu erwirken, wäre es, einfach weiter zu singen und kurz vor Haftandrohung, nach ständiger Nichtzahlung der profitablen, preisgestaffelten Ordnungsstrafen wegen unerlaubten Singens in der Öffentlichkeit der Hartz IV-Zahlstelle für meine nun eröffnete „Arbeitslosen“- und Personenakte die Kontonummer der Stadt Bamberg anzugeben. / Da könnt Ihr dann von dem Euch durch Euch überwiesenen Geld täglich die zu zahlende Summe der Ordnungswidrigkeit wegen des „illegalen Musizierens“ abziehen, und von dem, was am Monatsende übrig bleibt, kauft Ihr Euch einen guten Kaffee und macht mal wieder Pause!

Zusammengefaßt läßt sich also leicht ausmachen, wohin die durch Euch erwirkte, existenzzerstörerische Forderung führen würde: Ich wäre eine Fallnummer des Arbeitsamtes, müßte Bewerbungen schreiben für Berufe, die mich nicht begeistern, ich fang an zu saufen und rutsch ab in eine Depressionsphase, die dann endends den traurigen Wegzug, die Vertreibung aus dieser Stadt besiegelt, die ich versucht habe mit dem eigenen Erfolg etwas reicher zu machen.

Ich habe in den letzten 4 Jahren die Stadt um mehrere tausend Euro entlastet und nicht ein einziges Mal von irgend einer Amtsstube Geld verlangt. Selbst dann nicht, als ich in einem Streit mit dem französischen Käsekrämer und Lügenbaron Michel Treilles, der mir neidgeplagt einen Finger brach, Eure Schlichtungsbehörde für das nicht nutzbringende Gespräch um über 100,- Euro bereichert habe, trotz daß ich durch diesen Angriff auf mich 3 Monate keine Einkünfte hatte.

Nun soll ich mich also in das Bild des unbeliebten Stadtstreichers mit einzeichnen lassen, der neben seines mafiösen Gebettels, als Stillsteher auf Bierkisten, als Hungernder oder Krummbeiniger nur dann ein Instrument herausholt, wenn gar nichts mehr geht, der niemals mit seinem fremden Gefiedel und Geschrammel kulturelles Thema werden wird. Mein Spiel wird dahin degradiert, den Geräuschen des eintonalen Zerrwanstgequetsches der rumänischen Stadt-Musikanten gleichzukommen.

Auch diese zahlen, egal wie schräg es oft klingt, egal ob nur ein Musikant oder oder als Gruppe von 10 Musikanten insgesamt 15,- Euro pro Tag. Daß die sich im letzten Sommer oft im gesamten Stadtgebiet verteilten und sich trotzdem als Gruppe auf diese eine ausgestellte Sondernutzungserlaubnis beriefen, sei nur am Rande erwähnt. Bedrohungen von denen mußte ich hinnehmen, ihren Brüdern & Bettlern mit dem Vorrang des „kommunikativen Gemeinwohls“ mußte ich Platz gewähren. Sie verschandeln das Stadtbild, geben den angereisten, unwissenden Besuchern das Bild einer kulturell reichen, aber dennoch sozial gesehen sehr armen Stadt vorgegaukelt. An jeder Ecke sitzt so ein mitleiderregender, südländischer, kniebettelnder „Obdachloser“ mit schauspiel-traurigem Blick, einem jungen Hund an der Seite und der Photographie seiner möglichen, noch armseligeren Angehörigen. Dagegen muß man vorgehen. Vor so einem Stadtbild soll man sich als Gemeindeoberhaupt schämen.

Die Bamberger Kultur hingegen wird von den Straßen gefegt und erhält in historischer Betrachtung hinter sanierten Fassaden vielleicht noch ein kleines Kämmerchen zu ihrer Darbietung. Weltkulturerbe adé!

Ich werde in der Öffentlichkeit von Wachschutz und Polizei belagert, abgetastet, abgeführt, erhalte Platzverweise ausgesprochen, Drohungen, mir die von Bürgern gegebenen Schenkungen abzunehmen, meine Arbeitsinstrumente zu konfiszieren. Ich muß es erdulden, Diffamierungen von Polizeibeamten zu ertragen („Singen dürfen Sie nicht mehr, aber Betteln wäre für Sie erlaubt!“). Ich sehe selbst das gesunde Verhältnis mit meinem Vermieter bedroht durch ständige Zustellungen von Briefen der Stadt Bamberg und der Polizei.

Ich kann meiner Berufung als Musiker und Künstler nicht frei nachgehen. Ich fühle mich als freier Mensch und Bürger der Stadt diskriminiert. Der ständige Druck, der Zwang und die Erniedrigungen sind nicht mehr länger erträglich und bedrohen mich in meiner Existenz. Ich habe ein Recht auf friedlichen Widerstand!

Da mir das Wohl der Bürger Bambergs mehr am Herzen liegt, als die strikte, bürokratische Durchsetzung überholter, juristischer Ansichten, werde ich auch künftig mein Protest- und Bürgerlied auf die Straße bringen. Sollten Sie sich dadurch ermuntert sehen, nach vergeblichen Versuchen des Konfiszierens (zur Gefahrenabwehr) der vielzähligen durch Freunde der Musik bereitgestelten Gitarreninstrumente, mich wegen des Verweigerns der Zahlung von Verwaltungsgebühren zur sog. Sondernutzung zu inhaftieren, – nur zu – ich verspreche Ihnen, die Medien lechzen nach solch reißerischen Themen – ein Sänger, der aufgrund des bloßen Singens und Beharrens auf Kunstfreiheit nicht einsieht, Gebühren zu zahlen, soll mundtot gemacht werden. Was bringt Euch diese auffällige Ablenkung von eigentlichen Problemen? Die Verfahren gegen die russische Punk-Band „Pussy Riot“ werden gegen die durch Euch gewonnene deutsch-Bamberger Peinlichkeit eine Lapalie darstellen – für mich die beste Werbung!

Mit daseinsgelassenen Grüßen,
Moritz Rabe
[Sänger auf Straßen, Wegen und Plätzen]

Wo man singet, laß dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt,
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt,
Bösewichter haben keine Lieder.

54 Gedanken zu „Letzter Brief zur gütigen Einigung bezüglich der öffentlichen Darbietung meiner Kunst mit Ankündigung des durch Sie nun erzwungenen, zivilen Ungehorsams.

  1. 1200 Euro im Monat? In Berlin läuft das im Allgemeinen zwar lockerer(weniger OA pro Person), aber Kohle gibt´s dort fast gar nicht. Für die U-Bahn gäb´s auch offizielle Genehmigungen, die aber eher ein Hindernis darstellen. 7,80 Euro am Tag wäre an guten Bahnhöfen noch akzeptabel, aber tatsächlich geht es darum, jeden Mittwoch morgens um 7.00 h in Steglitz zur Verlosung anzutreten. Die ersten fünf von gut dreissig Musikanten haben eine Chance auf halbwegs lukrative Plätze, der Rest kann froh sein, wenn keine Unkosten entstehen. Da wundern sich dann einige, warum es nur die „Illegalen“ wirklich länger machen, die dann in die Wägen gehen und direkt bzw. penetrant schnorren, statt die Atmosphäre zu bereichern.

  2. Ich kann Herrn Rabe verstehen, aber auch diejenigen, die sich gestört fühlen. Vielleicht sollte Herr Rabe innerhalb der Fußgängerzone mal ein paar andere Ecken benutzen. Wenn man/frau das Repertoire tagtäglich hört, hat man/frau vielleicht mal Sehnsucht nach was anderem.

  3. Ich finde Herrn Rabe alles andere als störend. Seine Liedtexte sind voller Wahrheiten und sein Auftreten immer höflich. Mir sind Menschen wie Herr Rabe sehr viel lieber, als die anderen „Künstler“, die nach ihrer Darbietung von Tisch zu Tisch gehen und mir ihren Hut unter die Nase halten.
    Seit 12 Jahren bin ich nun Bamberger und ich liebe diese wunderschöne Stadt. Aber wenn ich sehe wie viel Elend von außerhalb hier versucht Kasse zu machen, blutet mir das Herz.
    Ich bin wirklich kein Rassist, aber das Stadtbild wird an der ein oder anderen Ecke schon sehr verschandelt.

    Weitermachen Herr Rabe!!!

    mfg
    Andreas aus Bamberg

  4. Ich habe in Bamberg mich auch schon in der Straßenmusik versucht, ich bin professionelle Musikerin und spiele auch Konzerte in Kirchen, Schlössern, kulturellen Einrichtungen und bei Kulturfestivals
    Musik ist ARBEIT!!!
    Auch wenn das Einige hier nicht als solche ansehen. Es gibt Berufe, in denen man seine Zeit absitzt und wenig arbeiten muss, Musik gehört da definitiv nicht dazu!
    Es ist ein Knochenjob, erfordert jahrelange Übung, Ausdauer, es ist körperlich harte Arbeit, man hat Muskelkater und Schmerzen davon. Es erfordert langes Studium, teure Investitionen (In Instrumente, Reparaturen, …)
    15 € ist zu viel. Man ist geradezu gezwungen 2 Tage die Menschen zu „belästigen“ um das Geld wieder reinzubekommen.
    Meine Erfahrungen waren die Gleichen. Ich zahlte 15€, musste lange auf das Formular warten, durfte mit meinem akustiscgen Instrument nur in einem extrem kleinen, verkehrsmäßig sehr lauten Bereich spielen, in welchem mein Cello kaum zu hören war und wurde von manchen Passanten, die mein Spiel aufgrund des Straßenlärms gar nicht hörten, wie ein Ungeziefer angesehen. Meine Bachsuiten, für die Menschen im Konzert Geld bezahlen, die als die reichsten Werke der Musikliteratur angesehen werden wurden von einer Verkäuferin, die mich sehr aggressiv und fies beleidigte und verjagte bezeichnet: „Des ist doch keine Musik.“ Diese Frau „kontrollierte“ mich, behauptete mein Wisch (für den ich übrigens 15€ bezahlt hatte!) wäre nicht echt und war so unmöglich, dass sie mich von meinen Platz vertrieb. Komisch, der Bamberger Musikkritiker hatte mir lange zugehört und mein Spiel ausdrücklich gelobt. Aber eine Verkäuferin kennt sich natürlich „besser“ in der Musikwelt aus. Es ist nicht die Musik, sondern die Missachtung der Menschen, die jeden der auf der Straße spielt, unabhängig ob das vielleicht sogar ein große Künstler ist, als „Störfaktor“ sehen wollen. Die gleichen Menschen kaufen bei anderen Gelegenheiten für die gleiche Musik teure Karten. Bekannte Musiker die überall gelobt werden würden genauso als „asoziales Element“ verjagt werden, ein bisschen braunes Gedankengut spüre ich da auch.
    Es muss möglich sein, Kultur auf den Straßen zuzulassen. Eine Stadt mit Straßenmusik ist eine lebendige Stadt. Musik ist Kultur und ein Geschenk, ich verstehe nicht, warum mein Geschenk an die Menschen, meine Musik als asozial angesehen wird und ich in anderem Kontext überschwänglich gelobt werde.
    Herr Rabe ist für die Stadt Bamberg eine wichtige Bereicherung, auch politisch gesehen. 5€ pro Tag ist genug! Die Stadt verdient dann auch und profitiert davon.
    Und liebevolle Straßenmusik ist ein respektabler und anerkennenswerter Broterwerb. Das Geld wird ja nur von den Menschen verdient, denen man mit dieser Musik eine Freude gemacht hat!

    • Was passiert eigentlich, wenn Herr Rabe sich einen Gewerbeschein holt? Ist er dann Gewerbetreibender oder freischaffender Künstler? Kann die Stadt dann eigentlich immer noch so einen Obolus fordern?

  5. Die Bamberg Priaten haben sich den Problem auch an genommen.
    Mich hat sowieso gewundert, das die Stadt Bamberg das solange tolleriert hat.
    Viele wird diese Musik nicht gefallen, incl mir.
    Das sogenannte Hutgeld, ist garniert keine Schenkung. Da kann er gern, sich mit dem Finanzamt Bamberg streiten. Auch ein Straßenkünstler muss Einkommenssteuer nach § 22 Nr. 3 EStG bezahlen.

    • Nein, Herr Simspon, Hutgeld ist laut §516 BGB eine Schenkung und muß auch nicht besteuert werden. Aber das habe ich Dir schon vielzählige Male an anderen Stellen erläutert. Warum versucht Du immer wieder in verschiedenen Foren die Leser mit diesen schmerzlichen Rechtschreibfehlern und Deiner trotzigen Unwissenheit zu beeindrucken?

  6. Ich gebe jetzt auch noch meinen recht ausführlichen Senf dazu, weil hier auch grundlegende Punkte diskutiert wurden. Gerade auch, weil ich so ein bisschen ein „konservativer … nach städtischer, gewohnter Ordnung“ Strebender bin :)

    1. Herr Rabe ist über die Grenzen von Bamberg hinaus bekannt und hat in einer anderen schönen alten deutschen Altstadt (Erfurt) schon eine kleine „Anhängerschaft“ (Fans) hinterlassen. Nun hat er sich aber bewusst für Bamberg entschieden und deswegen finde ich es von der Bamberger Onlinezeitung durchaus gerechtfertigt, ihm diesen Raum für seine Äußerungen hier zu geben.

    2. Den Ton in dem der Brief verfasst wurde, finde auch ich stellenweise etwas zu derb und gemein gegenüber der Stadt, Stadtmarketing und den Bürgern („Slumgebiete“). Allerdings geht es, wenn ich das richtig verstanden habe, bei dem oben geschilderten Sachverhalt um nichts anderes als die berufliche Existenz, die plötzlich – weil die Stadt erst nach vier Jahren reagiert – zerstört werden soll. Da kann man die Grundstimmung verstehen, die ausschmückenden und expliziten Formulierungen sind wohl dem Künstlersinn verschuldet, hätten aber an der ein oder anderen Stelle lieber nicht auftauchen sollen :)

    3. Die Kritik an dieser Art von Arbeit finde ich stellenweise etwas unreflektiert. Herr Rabe ist Straßenmusiker (und nicht der vagabundierende „Musikant“ – keine Abwertung), ist damit „selbstständig“ und trägt alle Risiken im vollen Umfang selbst. Im Gegensatz zu anderen selbstständigen Berufszweigen, gibt es hier keinen Verband der Hilfe oder Rat zukommen lassen kann. Wie das mit den Versicherungen aussieht weiß ich nicht aber ich vermute schlecht. Natürlich ist die geleistete Arbeit mit einem geregelten Beruf nicht zu vergleichen aber trotzdem anzuerkennen. 160 Lieder zu beherrschen ist auch schon was. Wenn er von dem was er verdient bzw. geschenkt bekommt, leben kann ohne der Solidargemeinschaft auf der Tasche zu liegen, sehe ich an dieser Art des Broterwerbs kein Problem. Das davon eine Vorbildwirkung ausgehen wird, die Millionen von Beitragszahlern plötzlich zum Straßenmusiker mutieren und das Sozialsystem einbrechen lässt, glaube ich nicht. Da wird an anderer Stelle gründlicher für gesorgt.

    4. Damit wäre ich bei dem Vorwurf der „Xenophobie“ und der damit einhergehenden „Politischen Korrektheit“. Ich begrüße es, daß die „Ankläger“ sich für die Verwendung dieser Begriffe wenigstens noch rechtfertigen. Wer Herrn Rabe kennt weiß, daß solche Vorwürfe irrig sind.
    Wenn die geschilderten Vorgänge wahr sind, ist das für Bamberg problematisch. Das es Verdrängungen auf der Straße gibt hat auch Spiegel Online vor kurzen behandelt. In diesem Artikel wollte ein Person nicht zitiert werden, weil es sich ja „fremdenfeindlich“ anhören könnte.
    Deswegen hier das komplette „anti-rassistische/ -diskriminierende“ Vokabular auszupacken, halte ich für übertrieben. Dem Vorwurf der „Xenophobie“ kann man nur zu leicht den Vorwurf der Xenophilie entgegenbringen und zwar in dem Sinne das man das „Eigene“ radikal abwertet, das „Fremde“ vergöttert und ähnlich wie der latente Fremdenfeind, nicht mehr in der Lage ist „gute“ und „schlechte“ Entscheidungen zu treffen.
    Es gibt einige bekannte Bettler und Obdachlose in Bamberg, die bekannt sind und dazugehören. Ein Straßenmusiker der sich im hohen Maße mit Bamberg identifiziert, hier wohnt, arbeitet und an dem kulturellen Vorankommen Bambergs interessiert ist, kann man Durchziehenden, die nur was abgreifen wollen, wohl eindeutig vorziehen.

    5. Es liegt daher im grundlegenden Interesse der Stadt, nicht nur wegen Herrn Rabe sondern wegen der „Kultur“, die Straßenmusik in Bamberg neu zu regeln. Die Verhinderung von Belästigungen von Anwohnern und Geschäftsinhabern haben natürlich Vorrang. Evtl. wäre eine detaillierte aber unkomplizierte Einordnung der Künstler von Vorteil, so dass man zwischen Straßenmusikern, Straßenmusikanten, Mitbürgern, Fremden sowie deren Fertigkeiten und Können unterscheidet, um im öffentlichen Raum eine für Passanten, Anliegern und Musikern attraktive Atmosphäre zu schaffen.

    • Für Dich noch einmal zusammengefaßt:
      Musiker zahlen keine Gebühren, sie verlangen hingegen eine Gage für ihre Darbietungen. Wenn Du als durchreisender ‚Musikant‘ allerdings gern eine Gebühr an den Verein Stadtmarketing e.V. entrichten möchtest, dann gehe in die Geschäftsstelle „Obere Königstraße 1“ und bezahle 15,-Euro pro Tag für Deine Darbietung. Eine direkte Verordnung für Straßenkunst gibt es nicht. Die „Stadt Bamberg“ bezieht sich allerdings auf ein paar Paragraphen die den Wortlaut ‚Straßenmusik‘ nicht beinhalten(sh. Brief).

  7. dann habe ich vor ca. 2 Jahren hier mal „schwarz“ für eine 1/2 Stunde gespielt, im Frühling, und war neben gleichgültigen Passanten erstaunt von der positiven Reaktion einiger Leute…

  8. Der Ich hat alles sehr genau gelesen und muss feststellen, der singende Wunderknabe spielt gezeilt mit den Emotionen und versucht subversiv ein Bild zu malen, das ihn unverstanden und gemissbiligt darstellt. Soll er doch versuchen sein taglich Brot mit seiner Händer ARBEIT , der Ich meint richtige Arbeit, zu verdienen. Aber das sagt der Künstlerseele in keiner Weise zu. Dies ist wohl zu anstrengend. Jagt den grölenden Unhold vor die Stadt, soll er doch zur Belustigung aller vor den Stadtmauern seine Texte und Melodien verbreiten, so das es keinen anderen störe……

    • Nicht schlecht für den Anfang. Man findet in Deinen Worten poethischen Anreiz.. Nimm den aggressiven Pathos nur etwas zurück. Damit vermeidest Du, selbst zu stark in den Vordergrund zu rücken und nimmst gleichzeitig Deinem Kontrahenten möglichen Handlungsspielraum.
      Ich würde auch nicht gleich den letztlich bejubelten Troubadouren ‚vor die Tore der Stadtmauern jagen‘ um ihn dort auszubuhen, vielmehr im Ausklang des Stückes gemeinsam und gleichwertig gestellt den wahren Grund zu finden, warum wir so individuell zufrieden uns gegenseitig die Köpfe einschlagen wollen und nicht das Prinzip „Teile und herrsche!“ bekämpfen.
      Diese einende Erkenntnis zu erblicken wäre doch mal ein schönes Finale!
      Die besten Grüße, Moritz..

  9. Unser guter Moritz ist allein schon wegen seines ungewöhnlichen Liederschatzes ein Unikum! Ich bin häufig in deutschen Städten unterwegs und hab noch nie einen Stadtmusikanten derartige Lieder (Fahrtenlieder aus den 20ern, selbstgeschriebene gesellschaftskritische Songs etc.) darbieten hören. Schade, dass es so viele ignorante Personen in dieser Stadt gibt, für die schon Radio Bamberg das höchste der Gefühle darstellt, auf der anderen Seite die orchestrale Hochkultur preisen aber scheinbar aufgrund ihrer provinziellen Wesens keinen Sinn für wahre Alltagskultur haben.

  10. Ich empfehle ihnen die ‚Musik‘ evtl. in St.-Getreu anzubieten. Gibt zwar keine 1200 €, aber evtl. ist die Therapie dafür kostenlos!

    In welcher Welt leben Sie? Bürokratie hin oder her, ihre Aussagen im Artikel zeugen von vollkommener geistiger Umnachtung!

    Tipp von einem arbeitenden Bamberger: versuchen sie es mal it ARBEIT. es soll auch Musiker geben, die ihre ‚weltanschauung und leidenschaf‘ zum beruf gemacht haben. ich muss sie aber vorwarnen. dazu braucht man talent und muss steuern zahlen. würde für sie dann wohl ’slumgebiet‘ gaustadt oder hallstadt heißen!!!

    • Das ist für mich eine der aussagefähigsten Randkommentare, die ich hierzu gehört habe … Sie wirken auf mich wie ein buddhistischer Mönch, der auf dem höchsten Dach der Welt sitzt, um sich dort ein Ei zu pellen. Sie sprechen als Skribent deutlich klar von Ihrer eigenen, geistigen Tiefe.
      Ich danke Ihnen vielmals für Ihren Mut und beglückwünsche Sie zu den originellen Erläuterungen zum Thema!

        • Liebe Redaktion,

          bemühen Sie sich bitte um Artikel und Stories die es wert sind gedruckt/veröffentlicht zu werden. Dieser Möchtegern-Künstler ist keinen Euro in seinem Hut wert…

          • So ist das immer,Strassenmusiker haben keine Rechte.Nur meine Oma hat auch in Ghetto Strassenmusik gemacht und bis Transport nach Auschwiz gesungen.Auch in Auschwiz war musizieren erlaub.

          • Liebes Lahm,

            dann tun Sie halt dem Herrn Rabe keine Ihrer teuren Euronen in den Hut.

            Sie „müssen“ ja nicht – so wie z.B. bei der GEZ.

  11. „Das Land der Dichter und Denker“… und wenn einer dichtet und denkt, wird er nur blockiert… Armes Deutschland, armes Bamberg, das es nötig hat, sich Geld von Leuten zu holen, die ihrem Herzen folgen und andere Menschen glücklich machen und dabei eh nicht viel „verdienen“.

    Als rassistisch habe ich deine Äußerungen nicht empfunden (aber man muss bei sowas ja enorm aufpassen in unserem Land). Ich empfand es nur als realistisch und treffend.
    Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass du unzufrieden bist mit deiner Situation, sondern mit dem, was die Stadt eben daraus machen will… das ist ein Unterschied.
    Moritz, ich habe Respekt! Mach bitte so weiter!! Sowohl mit deiner Musik, als auch mit der Tatsache, dass du dich nicht klein machen lässt.
    Liebe Grüße

  12. STADT BAMBERG DROHT MIT ERZWINGUNGSHAFT
    ___________________________________________

    Sehr geehrter Mitbürger,
    leider haben Sie übersehen, den unten aufgeführten Betrag termingerecht zu bezahlen …
    Wenn Sie die Zahlungsfrist nicht einhalten, muss gegen Sie beim Amtsgericht Antrafg auf Erzwingungshaft gestellt werden.
    ___________________________________________

    Der Sachverhalt ist weiterhin der folgende geblieben: Ich habe gesungen. Als rechtschaffender Mensch, der sich allein durch das Musizieren sein täglich Brot verdient und die Stadt seit Jahren nicht ein einziges Mal via HartzIV anschnorren mußte, sehe ich es unter moralischer Bretrachtung auch gar nicht ein, überhaupt einen Cent dieser unverschämten Behörde „Stadtkasse Bamberg“ zu zahlen.
    Subsumieren wir das Ganze unter dem Tatbestand des „illegalen Singens“. Frei zu musizieren ist in der Kulturstadt Bamberg nicht erlaubt. Man muß sich der Bezahlung einer Verwaltungsgebühr zur Ausstellung einer Sondernutzungserlaubnis unterziehen, die nicht nur 15,- Euro pro Tag / 20,- für 2 Tage kostet sondern einem auch 3 Stunden wertvolle Zeit zur Bearbeitung dieser raubt. Ich betone dabei nochmal, dass es sich um eine Verwaltungsgebühr handelt. Dennoch zahle ich für die Erlaubnis – sagen wir – einen ganzen Monat zu singen nicht die einmalige „Verwaltungsgebühr“. Es wird jeder weitere Tag mit berechnet. Ich zahle also nicht 15,- oder 20,- Euro, sondern 2 Tage á 20,- Euro mal 15 = 300,- Euro. Dann handelt es sich aber auch nicht mehr um Verwaltung, sondern lediglich um Geschäftlemache und Wucher.
    Wenn mich die Stadt wohl ein paar Male zur Erzwingung dieses Geldes inhaftiert hat, sehe ich mich gezwungen das Handtuch zu werfen, nicht etwa die anstehenden Gebühren zu zahlen, aber Bamberg verlassen zu müssen. Dann wird auch wieder ein neuer Platz frei einen dem „kulturellen Gemeinwohl“ der Stadt förderlichen Bettler.
    Armes Bamberg..

  13. Also wenn ich sowas lese könnte ich kotzen… Wie da kleinen Musikern das Handwerk madig gemacht wird. Ich bin FÜR Stadtmusikanten, Kunst und Kultur. Die Stadt Bamberg würde sich wundern, was ihr fehlen wird, wenn plötzlich alle Künstler weg wären. Ein Blick nach Dublin, das Paradis der Straßenmusikanten, dürfte zeigen, wie SEHR eine Stadt von soetwas profitiert. Da sollen die mal froh sein, dass sie für diese „kostenlosen Konzerte“ nicht noch selbst etwas bezahlen müssen. So wie für die drittklassigen regelmäßigen Großdarbietungen auf dem Maxplatz.
    Mit freundlichen Grüßen und vollster Unterstützung, auch rebellischer wenns sein muss,
    Kotzberg

  14. Lande durch Zufall und Glück immer wieder in Bamberg (wohl auch in Zukunft). Habe mich tierisch über Moritz rabe gefreut, feiere seine Musik, seine Art und Weise und nach diesem offenen Brief auch die Arbeit die dahintersteckt.

    Die jungen Leute stehen hinter Dir, und das zurecht! Verkorkste Welt…

  15. Pro Moritz, ich freue mich mit meiner Familie immer, wenn ich ihn spielen sehe. Dass hier die Verwaltung und auch einige Schreiberlinge tatsächlich Gebühren oder Steuern als Diskussionsgrund vorlegen, ist typisch deutsch und eine nahezu einzigartige Korinthenkackerei. Ich freue mich weiterhin! Pro Moritz, du bist Kulturerweiterung!

  16. wäre interessant ob der Herr sein Einkommen überhaupt versteuert…
    wenn es ihm wirklich um die Kunst (nicht dass ich der Meinung wäre seine Darbietung könnte so genannt werden) geht könnte er wie jeder andere einfach 8h arbeiten am Tag und sich dann in seiner Freizeit künstlerisch betätigen..

    • Nein, Schenkungen (§516 BGB) versteuer ich natürlich nicht :) und Kunst ist frei (Art 5 III 1 GG).
      Kunst ist auch keine Freizeitbeschäftigung, sondern beinhaltet oft weit mehr als 8 h Arbeit pro Tag. Kunst als solches zu betrachten zeugt vielmehr von geringer kultureller Akzeptanz.
      Aber danke für Deinen sicherlich freundlich gemeinten Ratschlag..

    • „wäre interessant ob der Herr sein Einkommen überhaupt versteuert… (…)“, schreiben Sie also, liebes dfbdfb.

      Interessiert mich offen gestanden nicht allzu sehr. In Anbetracht der Höhe des Einkommens eines Straßenmusikers fände ich es weitaus interessanter, wenn Menschen wie Klaus Zumwinkel, Peter Graf (Steffi-Papa), Boris Becker, Paus Schockemöhle, der Herr Hoeneß, etc., etc,. etc,. ihre Einkommen dort Versteuern würden, wo Sie ihre Euronen generieren.

  17. Ich möchte mich hier gar nicht an Herrn Raabe direkt wenden – wer nach oben jammert und nach unten tritt, wer sich dabei zum verfolgten Musikgenie aufbläst und ohne jeden juristischen Sachverstand von zivilem Ungehorsam schwadroniert, der passt doch selbst viel zu gut in das von ihm kritisierte System.

    Was mich aber sehr schockiert hat, ist die Tatsache, dass die Bamberger Onlinezeitung Herr Raabe hier ein breites Forum bietet, um völlig schamlos fremdenfeindliche und menschenverachtende Parolen zu verbreiten.
    (Ich bin übrigens ein entschiedener Gegner davon, solche Vorwürfe inflationär zu verwenden oder sie gar zu instrumentalisieren. Aber in diesem Fall geht es nicht um Political Correctness, sondern um handfeste und abstoßende Hetztriaden!)
    Herrn Raabes Frust über den beschriebenen bürokratischen Unsinn mag ja berechtigt sein und auf die von ihm beschriebene Paragraphenreiterei muss auch kritisch aufmerksam gemacht werden, gerne auch polemisch, gerne auch satirisch – aber die Bamberger Onlinezeitung darf sich doch nicht zum Sprachrohr eines Frustrierten machen, der hier in aller Öffentlichkeit gegen Obdachlose und Ausländer aufhetzt!

    • Nur kurz klartstellend, auch für weitere Kommentare: Das Bild des stereotyopen Ausländer- und Obdachlosenhassers u.s.w. laß ich mir nicht unterschieben. :) Wenn aber der Musiker Verwaltungsgebühren für die Darstellung seiner Kunst in einer Kulturstadt zahlen muß, während der schlichte, rumänische Bettler daneben kostenfrei kniebetteln darf, dem Künstler damit das Geschäft mürbe macht und sich unter dem Mantel des „kommunikativen Gemeinwohls“ stadtgedulded austoben kann, dann läuft in so einer Stadt etwas falsch.
      Daß meine pointierten Formulierungen wohl manchmal etwas überspitzt klingen, entschuldige man mir bitte. Ich genieße dennoch das Wohlgefallen an diesem Artikel, was sich deutlich an der starken Beteiligung an der Kommentargebung ausdrückt. Danke!

      • Die bösen rumänischen Bettler machen dir als genialem Künstler das Geschäft mürbe, während du heorischen Widerstand gegen ein unmenschliches Bürokratenregmine leistest…
        Bleib in deiner eigenen Welt und werde in ihr glücklich, aber verschone uns mit deiner Xenophobie!

        • Liegt die Wortfindung „Xenophobie“ im Zusammenhang mit mir nur an einer Fremdwortgeilheit oder versteckt sich da gar Neid und eigener Hass dahinter?
          Wer mir Fremdenfeindlichkeit unterstellen möchte, kann mich nicht kennen und sollte besser still sein.

  18. Mir persönlich gefallen die Lieder nicht und die Stimme empfinde ich als sehr aufdringlich. Aber soll er ruhig, der Erfolg der Schenkungen scheint ihm Recht zu geben, dass ich mich da wohl in der Minderheit befinde. Aber trotzdem finde ich es gut, dass er sich das nicht gefallen lassen will. Viel Erfolg dabei!

  19. Danke für die Schilderung Deiner Situation. Als Passant kommt man nur vorbei, kennt Dich vom Sehen und Hören, hat aber keine Ahnung, was für eine Bürokratie hinter Deiner Arbeit steckt. Die Stadt sollte was ändern an ihrem Umgang mit Straßenmusikanten, Dich nicht ewig warten lassen, damit Du eine zweitägige Spielerlaubnis bekommst etc. Insofern habe ich durchaus Verständnis für Deine Situation.

    Allerdings schadest Du Dir aus meiner Sicht mit der Art Deines Briefes eher als er Dir nützt. Auf mich wirken Deine Formulierung und Darstellung ziemlich echauffiert und arrogant, ich will erklären, warum.
    Ich habe den Eindruck, Du siehst Dich als armen, von der Stadt geplagten, von den Bürgern geliebten Stadtmusikanten und gefällst Dir ziemlich gut in der Rolle des getretenen Künstlers, der sich trotzdem nicht, aber vielleicht dann doch irgendwann unterkriegen lässt. Das lässt Dich dann hinreißen zu den schon oben kritisierten rassistischen Bemerkungen gegenüber den rumänischen Bettlern. Darauf will ich nicht eher eingehen, das hat BambergerStudi schon ziemlich treffend gemacht.
    Auf mich als Studentin wirkt es außerdem ziemlich unverschämt, Gaustadt und Hallstadt als „Slumgebiete“ zu bezeichnen, die Du nicht gegen Deine Pension tauschen willst. Da wohnen ganz normale, arbeitende Menschen, dort zu leben ist nun wirklich kein Armutszeugnis. Was erwartest Du eigentlich von Deinem Beruf? Dass Du mit 1000 netto am Gabelmann wohnen kannst? Wenn das enttäuscht wird, ist das vielleicht nicht die Ungerechtigkeit der Stadt, sondern eher eine zu hohe Erwartungshaltung.

    So eine Einstellung bringt Dir wahrlich keine Sympathien ein, sie schaden Dir eher und Du hast diese Seitenhiebe in Deiner Lage nun wirklich nicht nötig. Auch als Künstler sollte man Respekt vor Menschen und vor ihrer Arbeit bewahren und sich nicht zum ärmsten Kerl der ganzen Stadt stilisieren.
    Zu guter Letzt, ganz sachlich und wirklich nicht beleidigend gemeint: Es gibt auch viele Menschen, denen Deine Lieder vielleicht am Anfang mal gut gefallen haben, denen Deine Musik aber mittlerweile eher auf die Nerven geht. Einfach weil es immer dasselbe ist. Weil Du sehr laut bist und manchmal eher gröhlst als singst. Auch diese Leute haben ein Recht auf Meinungsfreiheit.

    Deswegen rat ich Dir zu etwas mehr Bescheidenheit. Wenn Du mehr verdienen willst, dann arbeite an Deinem Marketing, ergreif doch auch andere Möglichkeiten als Stadtmusik. Du hast auf Deiner Homepage gesagt, dass Du liebst, was Du tust. Dann finde doch neue, kreative Möglichkeiten, um das auch in Zukunft zu tun und verrenn Dich nicht in emotionale Streitigkeiten mit einer sachlichen, auf das Wohl aller bedachten und paragraphentreuen Stadtverwaltung.

    • Seit wann ist die Bamberger Stadtverwaltung paragraphentreu, seit wann auf das Wohl aller bedacht?

      Ist zwar ein völlig anderes Thema – aber es charakterisiert die Stadtverwaltung wohl eher:

      Rücksichtsloses Falschparken auf Geh- und Radwegen wird großzügig geduldet, wie sogar – mit in der Realität nicht zu beobachtenden Einschränkungen – sogar im elektronischen Bürgerdialog eingestanden wird.

      Gehwegparken wird vielfach ohne jegliche Rücksicht auf die Belange der Fußgänger, insbesondere derer mit Kinderwagen oder Rollator, der Rollstuhlfahrer und der gemäß StVO auf Gehwegen radelnden Kinder angeordnet – in offenkundigem Widerspruch zu den rechtlichen Vorgaben hierzu.

      Radverkehr wird entgegen der einschlägigen Bestimmungen (StVO) und fachlichen Regelwerke auf gefährliche, auf mangelhafte, auf ungeeignete Radwege gezwungen und dadurch behindert und gefährdet.

      Andererseits wird überhöhte Geschwindigkeit mit Kraftfahrzeugen, obwohl eine der wesentlichen Unfallursachen, nur unter unverständlich hohen Auflagen überwacht. So „darf“ bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h, die nicht ohne Grund angeordnet ist, erst oberhalb von gefahrenen 25 km/h geahndet werden.

      Und unabhängig vom Verkehrsthema ist der Bamberger Oberbürgermeister bereits wiederholt von der Kommunalaufsicht gerügt worden, weil er bespielsweise die Rechte der gewählten Mandatsträger mißachtet hat.

      Auf das Wohl aller bedacht? Paragraphentreu? Reines Wuschdenken – oder Ignorieren der Realität!

  20. Pointiert formuliert und, ja was soll man sagen, Du bist völlig zurecht entsetzt über das unflexible, fast schon kafkaeske Verwaltungshandeln. Genau darum hast Du auch solche Sätze doch gar nicht nötig:

    „Mein Spiel wird dahin degradiert, den Geräuschen des eintonalen Zerrwanstgequetsches der rumänischen Stadt-Musikanten gleichzukommen.“

    „An jeder Ecke sitzt so ein mitleiderregender, südländischer, kniebettelnder „Obdachloser“ mit schauspiel-traurigem Blick, einem jungen Hund an der Seite und der Photographie seiner möglichen, noch armseligeren Angehörigen. Dagegen muß man vorgehen. Vor so einem Stadtbild soll man sich als Gemeindeoberhaupt schämen.“

    Sicherlich, das organisierte Betteln hat seine ganz eigene Problematik und die Gleichsetzung Deiner Musik mit dieser Praxis ist in keinster Weise gerechtfertigt. Auch kann ich mir im Alltag gut die Konflikte mit dieser Gruppe vorstellen.

    Aber auf der einen Seite dieses „Wir Bamberger“ und auf der anderen Seite „die Bettel-Rumänen“, das verkennt doch, dass diese Menschen sich wohl durchaus eine schönere Verdienstmöglichkeit und ein anderes Leben wünschen würden.

    Ja, dies ändert nichts an den Tatsachen und der Notwendigkeit der Stadt mit diesem Phänomen angemessen umzugehen. Aber solche Sätze bringen Dir nur die Zustimmung von Leuten ein, die mit Sozialkritik und dem Gebrauch des eigenen Verstandes wenig am Hut haben. Die Deiner Musik nie zuhören würden, sondern am Stammtisch den rechtschaffenen Bamberger Musiker (der Du ja auch bist :) nur unterstützen, um im nächsten Atemzug das „andere Pack“ aus der Stadt jagen zu wollen. Doch so einfach gestaltet sich die Realität nun einmal nicht.

    Wie gesagt, es soll Dein gutes Recht sein, allen Leuten, die Dich mit Bettlern gleichsetzen, ihren Irrtum deutlich zu machen. Aber dazu braucht es keine klischeemäßige Abgrenzung von Menschen, deren Schicksal wahrscheinlich keine überglücklichen Wendungen genommen hat, dass sie im Ergebnis mitleidsheischend auf der Straße knien.

    Ist womöglich überzogene „political correctness“ an dieser Stelle, aber sonst bekommst Du vielleicht noch Unterstützung für Deine Sache, die Du überhaupt nicht willst.

    Viel Erfolg und Mut weiterhin!!!

    • Danke für die Anregung. Da ich mich selber zu selten dieser “political correctness” unterziehe, sondern singe wie mir der Schnabel gewachsen ist, kann es schon mal passieren, daß der Passant bestimmte Aussagen in den falschen Hals bekommt, anstatt sich selber ein Gesamtbild von mir zu machen.
      Deutlich will ich mich aber abgrenzen vo einem Schwarz-Weiß-Gemale. Von so Denkenden erwarte ich garantiert keine Zustimmung!

  21. Danke für den Durchhaltewillen aus dem tiefsten Herzen eines „Zuagrosaten“.
    Du würdest mehr als nur fehlen. =)
    @Stadt Bamberg: Nicht die (Kunst)freiheit hat sich zu rechtfertigen. Sondern stets nur die Beschränkung der Freiheit. Und zwar verdammt gut.
    Die Argumente für Euer Vorgehen sind in dieser Hinsicht nicht einmal eine schlechte Rechtfertigung.
    Sie sind schlicht keine.

  22. Hau rein max Rabe, mach weiter so, knall die Saiten und hau deine Stimme raus, das ist genau das, was wir Bamberger brauchen! Scheiss auf die verkorksten Ordnungswidrigkeiten, du BIST Bamberg!

  23. Als ich nach monatelanger Abwesenheit wieder einmal durch die Fußgängerzone Bambergs lief, wusste ich erst wieder wo ich war, als ich sein Reibeisen hörte. Keep it going…

  24. Ich find dich stark!!! hast mich beim maronistand in der vorweihnachtszeit immer gut unterhalten!!! lass nicht locker und mach dein ding!!

  25. das bewegt mich: moritz rabe bringt der stadt einzigartigkeit und haucht ihr das leben ein, das ihr an vielen ecken fehlt, weil sie dort verstaubt ist.
    sie sind hier viel zu stark verbreitet, diese gesetzeshüter mit scheuklappensicht, die es offensichtlich gar nicht interessiert, was die bürger wollen. weil irgendjemand mal irgendein gesetz erlassen hat, ist es für diese menschen anscheinend die wahrheit, an die man sich treu hält. anstatt mal den gesunden menschenverstand einzusetzen, hangelt man sich lieber an seinen paragraphen entlang, das ist ja überschaubar und einfach. warum arbeitet man überhaupt als polizist/beamter für die stadt, wenn man sich nicht für seine bürger interessiert? jemand, der sich wirklich für die belange der stadt interessierte, hätte schon längst bemerkt, wie überarbeitungsnötig die gesetze zur freien kunst sind. es ist so sinnlos, verwaltungsgebühren für etwas zu erheben, das man überhaupt nicht verwalten müsste!

    • ich hab selbst mal ein bisschen Strassenmusi in de 80´ern hier gemacht. Ich glaub da war´s noch leichter, oder vielleicht war ich einfach jung und „gut drauf“. Jetzt dachte ich, vielleicht mal hi und da wieder zu spielen, doch irgendwie trau ich mich nicht mehr so recht, einerseits (schon mal das Alter und) all die „Konkurrenz“ und zum andern das deutliche Gefühl, das es einem in Bamberg diesbezüglich eher schwer gemacht wird, das gilt auch für andere Künste. Ich spüre eine eher ablehnende Haltung. „Hochkultur“, die sich Leute mit wenig Geld kaum leisten können, wird kräftig subventioniert und die „Off-Szene“ kann selber zusehen wie sie klar kommt bez. eingehen wie eine Pflanze die nicht gegossen wird….. zu viel Lamorianz oder Selbstmitleid? Und Künstler gab es schon in der Steinzeit! Die hier Schreibenden mit den 8 Stunden Arbeit und Steuern zahlen für Deutschland, ja stimmt schon, dafür könnt ihr euch auch mehr leisten, Auto, Urlaub, Familie ? also bitte etwas mehr Toleranz.………. Thema Rabe, naja, T´schuldigung, wenn man schon Rabe heisst, die sind auch nicht gerade leise, wenn sie loskrächzen, haben aber auch angenehme Laute im „Programm“ und ich versuche sie trotzdem zu akzeptieren. Besonders ihre „Flugchoreographien“ abends wenn sie sich sammeln, finde ich interessant… und sie sollen gerecht sein ihren Artgenossen gegenüber… Der Herr Strassenmusikus ist natürlich keiner, heisst ja nur so…

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