ZDF: Bamberg in der Zwickmühle

 Redaktion

Bahnsinn in der Erlichstraße. Foto: Erich Weiß

„… geht es doch um die Lebensqualität einer Weltkulturerbestadt“. So endet der Beitrag des ZDF vom vergangenen Samstag (Beitrag hier ansehen). Viele kommen zu Wort: natürlich die engagierten Bürger der Bahnsinn-AG, Stadträte und der Baureferent Michael Ilk. Bis ins deutschlandweite öffentlich-rechtliche Fernsehen hat es nun der geplante Bahnausbau gebracht. Das ist gut. Gut für die Diskussion um eine möglichst verträgliche Lösung. Die zunehmende Lärmbelästigung – auch deutschlandweit – wird der Bahn ein Konzept abringen, das grundsätzlicher Art sein muss. Technisch machbare Lösungen sind entwickelt (siehe Weniger Lärm: FiL Rail – Funktionsintegrierte Lärmreduktion), doch ungeliebt, weil teuer. Auch der Naturschutz wird hier noch eine gewichtige Rolle spielen, soll doch bei der neuen Planungsvariante die Schneise durch den Hauptsmoorwald erheblich verbreitert werden. Der Zugriff auf den Bannwald für Verkehrsstrecken war mit dem Autobahnausbau bereits erheblich (siehe hierzu Bahnausbau: Wahl zwischen zwei schlechten Möglichkeiten).

Derzeit ist der zuständige Verkehrsminister allerdings anderweitig beschäftigt: mit der Reformation der Kfz-Kennzeichen. Schließlich geht es um „Heimatverbundenheit, Heimatliebe und Identifikation“, siehe hierzu der ARD-Kommentar: Als gäbe es nichts Wichtigeres zu tun.

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