Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Achim Hubel

Redaktion

Dass die Bamberger Bergstadt nicht von einer mehrspurigen Bergverbindung durchquert, das „Quartier an der Stadtmauer“ noch über seine Mikwe und das Bamberger Institut Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte (IADK) an der Otto-Friedrich-Universität nun sogar ob seiner Relevanz demnächst einen Neubau an der Regnitz eröffnen darf, sind einige der Spuren, die Prof. Dr. Achim Hubel in Bamberg hinterlassen hat. In Jahrzehnten hat er sich vielfach zu Fragestellungen nicht nur in der Kunstgeschichte sondern auch zu Methoden und Problemen der Denkmalpflege geäußert, kritisch – zuweilen auch unbequem – Stellung bezogen und Anregungen  zum Weiterdenken gegeben. Nun überreichte ihm der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt, das ihm Bundespräsident Steinmeier verliehen hat – Glückwunsch von ganzem Herzen und herzlichsten Dank für das unermüdliche Engagement für Bamberg!

Dr. Ludwig Spaenle

Laudatio des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst anlässlich der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 27. November 2017 an Herrn Professor Dr. Achim Hubel, Regensburg

Prof. Dr. Achim Hubel und Staatsminister Dr. Ludwig Spänle

Sehr geehrter Herr Professor Hubel,

durch Ihr engagiertes Wirken in Forschung und Lehre und als aktives Mitglied in nationalen wie internationalen Denkmalpflegeorganisationen haben Sie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Denkmalwissenschaft in Deutschland ausgeübt. Nach dem Studium waren Sie von 1974 bis 1981 als Diözesankonservator in Regensburg tätig. Bereits zwei Jahre nach der Neugründung der Universität Bamberg folgten Sie 1981 dem Ruf auf die neu geschaffene Professur für Denkmalpflege. Diese Professur hatten Sie bis zu Ihrem Eintritt in den Ruhestand 2011 inne. Sie haben die Entwicklung der Universität Bamberg von Anfang an begleitet und das Fach Denkmalpflege mit überregionaler Ausstrahlung entscheidend geprägt. Die zuvor in der Regel auf einem Fachstudium mit Volontariat basierende Ausbildung zum Denkmalpfleger oder Konservator erhielt mit diesem deutschlandweit renommierten Studiengang einen interdisziplinären Ansatz. Das führende Niveau des Bamberger Studiengangs wurde im Jahr 2002 durch die Umstrukturierung in den Masterstudiengang Denkmalpflege / Heritage Conservation weiter gestärkt. Zusätzlich wirkten Sie in zahlreichen Kommissionen, Gremien, Ausschüssen und Sonderbereichen an der akademischen Selbstverwaltung der Universität Bamberg mit. Vielfältige Funktionen und Mitgliedschaften in wichtigen Organisationen und Beiräten Ihres Fachgebiets belegen Ihren herausragenden Ruf in Kreisen der Kunst- und Denkmalpflege. In diesem Zusammenhang sind beispielhaft die Mitgliedschaft im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und die Tätigkeit als Berichterstatter für Bamberg der ICOMOS-Expertengruppe für das Monitoring der Welterbestätten in Deutschland zu nennen. Als Mitglied und von 1988 bis 1998 als 1. Vorsitzender des Arbeitskreises für Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. zeigten Sie herausragenden Einsatz. In dieser Zeit konsolidierten Sie den Arbeitskreis und formten ihn zu einer wichtigen Stimme innerhalb der vielfältigen Institutionen, die sich mit der Erhaltung unseres Kulturerbes beschäftigen. Sie machten die Vorträge der Jahrestagungen als wissenschaftliche Publikationen der Fachwelt zugänglich und begannen, die Jahrestagungen regelmäßig auch außerhalb von Deutschland durchzuführen. Durch diese Maßnahme trugen Sie wesentlich zur internationalen Vernetzung Ihres Fachgebiets bei. Mit Überzeugungskraft und Leidenschaft vermittelten Sie akademisches Wissen auf höchstem Niveau und verstanden es, Ihre Studenten von der Bedeutung und den Werten der Denkmalpflege zu überzeugen. Darüber hinaus trugen Sie durch Ihr engagiertes Wirken in Vereinigungen und Organisationen ganz wesentlich und deutschlandweit herausragend zum hohen Stellenwert des Denkmalschutzes in unserer Gesellschaft bei und haben sich dadurch große Verdienste um das Allgemeinwohl erworben.

Für Ihre Verdienste hat Ihnen der Herr Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Ich freue mich sehr, Ihnen diese hohe Auszeichnung aushändigen zu dürfen.

 

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