Massive Bodenschäden durch Holzernte im Forstbetrieb Ebrach

Verein Nationalpark Nordsteigerwald

Verein Nationalpark Nordsteigerwald kritisiert Holzernte und fordert mehr und besseren Schutz

Bodenschäden Forstbetrieb Ebrach. Foto: Verein Nationalpark Nordsteigerwald

Bodenschäden Forstbetrieb Ebrach. Foto: Verein Nationalpark Nordsteigerwald

Mit der geplanten Auflösung des Geschützten Landschaftsbestandteils bei Ebrach geht die Bayerische Staatsregierung genau in die falsche Richtung: mehr Nutzung und weniger Schutz. Beispielhaft möchte der Verein Nationalpark Nordsteigerwald mit folgender Beschreibung zeigen, wozu Forstwirtschaft auch führt. Die beigefügten Bilder veranschaulichen dies augenfällig!

Der Verein kritisiert massive Bodenschäden, die Ende letzten Jahres durch schwere Holzerntemaschinen im Winkelhofer Forst bei Ebrach entstanden sind. Trotz ungünstiger Witterung für die Holzrückung und nicht gefrorener Böden hat der Forstbetrieb auf den schwierigen Waldböden dort Holz mit Maschinen aus den Wald bringen lassen. Dadurch sind auf verschiedenen Fahrgassen über lange Strecken hinweg mächtige Eintiefungen und massive Bodenschäden entstanden, die Forstexperten als nahezu irreparabel ansehen. „Damit zerplatzen die Versprechungen des Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner, seine Art der Forstwirtschaft mit tollen Konzepten sei besser als ein Nationalpark, wie Seifenblasen“, so der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald. Da hilft es auch nicht, wenn der Forstbetrieb mittlerweile versucht, die massiven Bodenschäden dadurch zu kaschieren, dass er Steine in die Rückegassen füllt. Dies dient nur dazu, dass der Forstbetrieb die Rückegassen weiter befahren und so weiter Holz machen kann, die Bodenschäden aber bleiben.

Nach Angaben der bayerischen Staatsforsten werden mittlerweile 15 bis 20 Prozent der Waldfläche als Rückegassen für die Holzernte genutzt. Im Abstand von 30 Metern sollen die 5 Meter breiten Rückegassen systematisch die Staatswälder durchziehen. „Wir beobachten immer mehr große Maschinen im Staatswald, die viel mehr Holz nutzen als früher und auch noch große Schäden verursachen“, meinen die Vorsitzenden des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald.

Bodenschäden Forstbetrieb Ebrach. Foto: Verein Nationalpark Nordsteigerwald

Bodenschäden Forstbetrieb Ebrach. Foto: Verein Nationalpark Nordsteigerwald

„Vor dem Hintergrund solcher Schäden empfinden wir es als Schlag ins Gesicht der Steigerwälder, wenn von Seiten der Forstverwaltung immer wieder behauptet wird, ihre Art der Waldwirtschaft sei besser als ein Naturwald im Nationalpark“, so der Vorstand. Solche zerstörerischen Bilder machten klar, um was es eigentlich gehe: Nämlich nicht um einen wirklichen Schutz des Steigerwaldes, sondern darum, weiterhin im großen Stil Holz zu nutzen. Mit einem Trittstein-Konzept werden nämlich nur Kleinstflächen oder sogar nur Einzelbäume geschützt und dass nicht nicht einmal dauerhaft, sondern nur für 10 Jahre. Und zwischen den Trittsteinen und den Einzelbäumen wird weiterhin geholzt, mit schweren Maschinen umhergefahren und damit der Waldboden zerstört. Wie das aussehen kann, zeigen die Bilder aus dem Winkelhofer Forst bei Ebrach. Kleine Selbstwerber haben erhebliche Auflagen, bis hin zur Androhung von Bußgeldern und Schadensersatzforderungen, die Bayerischen Staatsforsten hingegen können angesichts solcher Bilder anscheinend tun und lassen was sie wollen.

„Der Forst versucht doch nur, uns Steigerwäldern mit Scheinkonzepten und kurzfristigen Versprechungen Sand in die Augen zu streuen“, so der Vorstand. Die Staatsregierung schätzt den klaren Willen der Bevölkerung völlig falsch ein, wenn sie glaubt, mit einer künstlich hochgezogenen Diskussion um ein Weltkulturerbe vom überfälligen Schutzgebiet im Steigerwald ablenken zu können. „Wir fordern deshalb einen konsequenten und dauerhaften Schutz für die Wälder in unserer Heimat. Die Konflikte im Steigerwald sind doch entstanden, weil die Staatswälder zu wenig geschützt sind, nicht wegen unserer Kirchen, Burgen und anderer Kulturgüter“. So werden die Konflikte im Steigerwald nicht befriedet!

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