Bienensterben ernstnehmen – Grüne fordern keine Gentechnik auf oberfränkischen Feldern

 Redaktion

„Summ – summ – summ, Bienchen summ herum“

Damit sie in Wald und Heide ausfliegen kann und unversehrt zurückkehrt, bedarf die fleißige Nektarsammlerin und Bestäuberin ein vielfältiges und gesundes Angebot. Monokulturen und genmanipulierte Pflanzen stehen dem im Weg. Erneut fordern Grüne Konsequenzen.

Scharfenberg Elisabeth MdB
Stadtrat Dr. Klaus Schrader, Peter Lang, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Rehau u.U. e.V.,  Elisabeth Scharfenberg MdB, Stadträtin und  Vorstandsprecherin der Hofer Grünen Christine Schoerner, Sebastian Auer, Julia Konrad und Martin Wolfers-Mildner vom KV-Vorstand.

Stadtrat Dr. Klaus Schrader, Peter Lang, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Rehau u.U. e.V., Elisabeth Scharfenberg MdB, Stadträtin und Vorstandsprecherin der Hofer Grünen Christine Schoerner, Sebastian Auer, Julia Konrad und Martin Wolfers-Mildner vom KV-Vorstand.

Anlässlich der Vorführung des Dokumentarfilms „More than honey“ des Schweizers Regisseurs Markus Imhoof senden wir Ihnen eine Erklärung von Elisabeth Scharfenberg MdB und Christine Schoerner, Vorsitzende des Kreisverbandes Hof der Grünen:
Über hundert Gäste konnte die Kreisvorsitzende der Hofer Grünen, Christine Schoerner, beim grünen Kinoabend im Hofer Central Kino begrüßen. Sie kamen um „More than honey“, den spektakulären Dokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof, zu sehen und erlebten einen Thriller der anderen Art. Sorgsam recherchiert und in schönen Bildern setzt Imhoof das wunderbare Leben der Bienen in Szene. Und er dokumentiert eindringlich ihr weltweites massenhaftes Sterben. „Dieses Sterben hat dramatische Folgen für den Menschen“, erklärte Christine Schoerner. „Schließlich gäbe es ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht ohne die Bienen und die von ihnen geleistete Bestäubung“, so die Hofer KV-Vorsitzende.
Elisabeth Scharfenberg MdB bezeichnete das Bienensterben als Symptom. Die Krankheit, so Scharfenberg, heißt „industriell geprägte Landwirtschaft“. Eine Landwirtschaft, die immer mehr Ackerböden zusammenziehe, auf Spezialisierung, Monokulturen und immer größere Tierbestände setze und die nach dem Motto produziere „immer mehr, immer schneller, immer billiger“. Die Folgen sind verheerend, so Scharfenberg: Stress für die Bienen durch das großflächige Ausbringen von Pestiziden, durch Monokulturen und genmanipulierte Pflanzen. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, die zunehmende Flächenversiegelung und die aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe.
„Es ist höchste Zeit das Bienensterben als Symptom ernst zu nehmen und die Honigbiene und ihren Lebensraum zu schützen“, erklärte Scharfenberg. „Dazu gehört, dass die Ausbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die für viele Nützlinge hochgiftig sind, beendet wird, und zwar europaweit“, erklärte die Bundestagsabgeordnete. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung den Anbau von Genmais in Europa nicht gestoppt hat. Ob es nach EU-Recht möglich ist länderspezifische Sonderregelungen einzuführen, sei noch unklar. „Das ist ein riskantes Spiel zu Lasten der Umwelt, der Bienen und letztlich unserer Gesundheit, das die Bundesregierung da spielt“, erklärte die Gesundheitspolitikerin Scharfenberg. Auch die laufenden Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP mit den USA, sah die Abgeordnete kritisch. „TTIP darf nicht dazu führen unsere hart errungenen Standards im Natur- und Umweltschutz, im Arbeitsrecht und beim Verbraucherschutz aufzuweichen. Schließlich wollten Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande keine Gentechnik auf dem Teller. Und sie entscheiden sich immer häufig für Ökoprodukte“, betonte die Abgeordnete. „Der Film „More than honey“ macht deutlich“, so betonte Christine Schoerner, „es ist fünf vor zwölf um Umzudenken und sich aktiv für den Schutz der Honigbiene einzusetzen: Einkauf bei heimischen Imkern, längere Wildblumenstände und Renaturierung sind Beiträge, die jeder von uns selbst, aber auch Kommunen leisten können.“

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