Zunahme schwerer Baumschäden im Strahlungsfeld von Mobilfunksendeanlagen

Nein, wir möchten keine irrationalen Ängste schüren. Doch eines steht fest: Durch fortschreitende Elektrifizierung und Nutzung von Funkwellen ist der Mensch zunehmend künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt: dem Elektrosmog. Besonders die Aufstellung von Mobilfunkstationen hat zu einer kontroversen Diskussion über deren Auswirkungen auf den Menschen und zu einer Vielzahl von Studien geführt.

Zuständig ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), im Bereich der nichtionisierenden Strahlen für die Auswirkungen des Mobilfunks. Das BfS ist für den Mobilfunk eine der internationalen Kooperationspartner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wird sich in dieser Funktion dafür einsetzen, dass die Frage nach gesundheitlichen Auswirkungen durch den Mobilfunk auch weiterhin mit Nachdruck verfolgt wird. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der WHO hat hochfrequente elektromagnetische Felder am 31.5.2011 in Gruppe 2B der IARC-Skala eingestuft. Diese Einordnung bedeutet, dass es nach Einschätzung der IARC nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand begrenzte Hinweise auf eine krebserregende Wirkung dieser Felder auf den Menschen gibt.

Die wissenschaftliche Bewertung läuft derzeit

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in seinem Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm festgestellt, dass nach dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zwar keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch hochfrequente Felder – etwa aus dem Mobilfunk – zu erwarten sind, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Allerdings gibt es weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich möglicher langfristiger Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen und insbesondere auf Kinder. Um diese abschließend bewerten zu können, liegen noch keine ausreichend langen Beobachtungs-zeiten vor. Auch durch neuere veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchungen konnten diese Unsicherheiten bisher nicht wesentlich verringert werden.

Die eigene Strahlenbelastung vorsorglich so gering wie möglich halten

Hierzu muss weiter gezielte Forschung betrieben werden. Bis zur endgültigen Klärung der offenen Fragen fordert das Bundesamt für Strahlenschutz weiterhin neben den bestehenden Vorschriften zur Gefahrenabwehr eine vorsorgliche Verringerung der individuellen Belastung und eine umfassende Information der Bevölkerung.

Das BfS hält weitere Forschungen auf diesem Gebiet für erforderlich.

Das oben erwähnte Deutsche Mobilfunk Forschungsprgramm hat zur Information der Öffentlichkeit und zur Transparenz einen Runden Tisch eingerichtet. Dort sitzen neben Wissenschaft und Behörden auch Interessensverbände. Das wäre eine gute Adresse für den Bamberger Appell. Die Ärzteinitiative Bamberger Appell, bestehend aus über 130 Ärzten, hat neuerlich bedenkliche Beobachtungen formuliert und diese nicht nur an den Bamberger Stadtrat, sondern auch an die Bayerische Staatsregierung weiter geleitet.

Schäden an Bäumen wurden bereits in den 80er Jahren beobachtet

Der Landschaftsarchitekt und Fachmann für Baum- und Naturschutz sowie Pionier der Stadtökologie, Dipl. hort. Dr. phil. nat. Aloys Bernatzky, veröffentlichte bereits in den 80er Jahren seine Beobachtungen zu Baumschäden. Stünden die Bäume im unmittelbaren Funkwellenradius, dann zeigen sie sichtbare Schäden (siehe Grafik). Angehängte Publikation von Dr. Waldmann-Selsam stellt die zahlreichen seitdem entstandenen Studien zusammen.

Die kritische Haltung der Ärzteinitiative gegenüber den Sendeanlagen ist bekannt, auch das ZDF hat in 2009 berichtet. Schon damals forderten sie eine wissenschaftliche Begleitung elektrosensibler Menschen an funkarmen Orten im Vergleich zu solchen in der Nähe von Funksendemasten. Die jüngsten Beobachtungen setzen sie nun an Bäumen fort, die fest verwurzelt dauerhaft den Strahlungen ausgesetzt sind.

 Ärzteinitiative Bamberger Appell

 

 

 

 

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