Antrag auf Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs

Fraktion BaLi/Die PARTEI

Wie in einer symbolischen Aktion von 2018 (auf dem beiliegenden Bild) schon angedeutet, unternimmt jetzt die Stadtratsfraktion BaLi/Die PARTEI den erneuten Versuch, den Fritz-Bayerlein-Weg im Bamberger Südwesten umzubenennen und ihn künftig als „Josef-Prenner-Weg“ zu bezeichnen. Der Weg sei derzeit nach einem Bamberger Maler benannt, der vor und in der Zeit des Nationalsozialismus tätig war, der sich entschieden zum Nationalsozialismus bekannt habe, der offensichtlich und nachweisbar diesem System willfährig gewesen sei und ihm gedient habe, und der von offiziellen Repräsentanten der NSDAP mit dem Titel des „Professors“ ausgezeichnet worden sei.

Die Benennung eines Wegs nach diesem Maler im Jahre 1962 sei, so der BaLi-Stadtrat Heinrich Schwimmbeck, „eine Ehrung und Auszeichnung für eine Person, die einem extrem demokratiefeindlichen und menschenverachtenden System nahegestanden und ihm gedient hat. Das ist grotesk und muss, nunmehr 70 Jahre nach der Befreiung von diesem System, endlich ein Ende finden.“

BaLi-Fraktionskollege Stephan Kettner ergänzt: „Mit der Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs setzt die Stadt Bamberg hingegen ein deutliches Zeichen für Demokratie und Toleranz. Das ist gerade jetzt, wo nationalistische und antidemokratische Tendenzen stark zunehmen, von besonderer Wichtigkeit.“

Der besagte Weg im Südwesten Bamberg soll künftig stattdessen nach dem Bamberger Mittelschullehrer und SPD-Mitglied Josef Prenner benannt werden. Josef Prenner zählt zu den „Widerstandskämpfern des kleinen Mannes“. Er war zur Zeit des Nationalsozialismus einer langjährigen Haftstrafe und körperlichen Mißhandlungen ausgesetzt und wurde zuletzt ins Strafbataillon 999 und in ein Außenlager des KZ Buchenwald gebracht, bevor er im September 1944 wieder nach Bamberg zurückkehren konnte.

Nach dem Stadtratsbeschluss zum Entfernen der Bilder von Bayerlein aus der demokratischen Herzkammer Bambergs, dem Sitzungssaal im Rathaus, sei die BaLi-/Die PARTEI-Fraktion sicher, nicht nur bei Grünes Bamberg/Volt/ödp und der SPD Zustimmung für die Strassenumbenennung zu finden.

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