Nicht um die Schäden gekümmert

Auf Turnschuhe abgesehen

BAMBERG. Am Donnerstagabend gegen 18 Uhr konnte ein Angestellter eines Kaufhauses am Grünen Markt zwei 37-Jährige dabei beobachten, wie sie mit einem Paar Sportschuhe das Geschäft verließen, ohne diese zu bezahlen. Der Angestellte verfolgte die Beiden, bis die Polizei eintraf. Die Schuhe hatten einen Wert von 55 Euro.

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Der Dschungel

Der litauische Einwanderer Jurgis Rudkus kommt mit seiner Verlobten um 1900 nach Amerika, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wie viele andere findet auch er Arbeit in den Schlachthöfen Chicagos, doch die Hygiene- und Sicherheitsstandards sind so niedrig, die Anforderungen so hoch und die Bezahlung so erbärmlich, dass die Immigranten kaum eine Chance auf ein vernünftiges Leben haben.

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Fränkisch deftig

Wie gut der hölzerne Griff der Pfanne in der Hand gelegen hatte, dachte sie verwundert. Wie sanft das Holz geglättet von den hundert und aberhundert Berührungen. Darin hatte sein Leibgericht gebrutzelt. Gebratene Leberwürste, dazu wollte er Sauerkraut. Die Leberwürste klebten wie explodiert an der Küchendecke, lösten sich jetzt partiell, tropften auf den Küchenboden, auf seine Füße, die er nur selten wusch. Ekelerregend selten. Sie stand am Herd und würzte den gestampften Kartoffelbrei. Gab noch ein wenig Butter dazu, eine Prise Salz, rieb etwas von einer Muskatnuss darüber, rührte ein letztes Mal um, dann nahm sie den Topf von der Herdplatte. Sie stieg über seine Füße hinweg, portionierte Kartoffelbrei auf ihren Teller, dazu eine Blutwurst und den Rest vom Sauerkraut, der noch im Topf war. Setzte sich und aß. Dann griff sie zum Telefon. Der junge Mann am anderen Ende wollte ihr zunächst keinen Glauben schenken. Schließlich versprach er aber einen Einsatzwagen zu der von ihr angegebenen Adresse zu schicken.

„Zertrümmerte Schädeldecke, Tatwaffe die gusseiserne Bratpfanne, Verbrühungen im Gesicht, postmortal, eindeutig vom Sauerkraut“, stellte der Pathologe fest. Sie saß ganz ruhig, strich nur ab und an mit der flachen Hand über ihre Kittelschürze. Und spürte einen tiefen inneren Frieden.

© Cornelia Stößel 2020 / Juni

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Zum Gedenken an die Mutigen des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944

Willy-Aron-Gesellschaft

Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V. lädt herzlich zum Gedenken an die Mutigen ein, die sich am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 beteiligten haben. Die Gedenkveranstaltung findet am 20. Juli 2020 um 11 Uhr am Mahnmal für Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Zivilcourage im Harmoniegarten in Bamberg statt.

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