E.T.A.-Hoffmann-Haus öffnet wieder

Foto: Lara Müller

Museumsbetrieb ab 2. Juni mit Hygienekonzept

Ab Dienstag, 2. Juni 2020, öffnet das E.T.A.-Hoffmann-Haus wieder seine Türen. Besucherinnen und Besucher sind am Schillerplatz 26 herzlich willkommen und dazu eingeladen, den Künstler näher kennenzulernen.

Zu Beginn des Jahres hat die Stadt Bamberg die Trägerschaft für das E.T.A.-Hoffmann-Haus von der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft übernommen. Das Kulturamt kümmert sich seitdem um das Haus und die Ausstellungen. Doch im Frühjahr musste das Museum wegen des Coronavirus bis jetzt seine Türen schließen. „Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Kulturgut wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist“, sagte Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, der derzeit kommissarisch für das städtische Kulturwesen zuständig ist.

E.T.A. Hoffmann wohnte von 1809 bis 1813 mit seiner Ehefrau Mischa in dem schmalen Haus am Schillerplatz und ist als genialer Mehrfachkünstler bekannt. Sein Leben und Werk ist in großen Teilen eng mit Bamberg verbunden. Hoffmanns Werke gelten als anerkannte Weltliteratur und das ehemalige Wohnhaus und Original-Wirkstätte ist als Kulturerbe ersten Ranges einzustufen.

Neben der ständigen Ausstellung ist im E.T.A-Hoffmann-Haus ab dem 23. Juni auch die Sonderausstellung „Hölderlin in Franken: Von Bamberg nach Coburg im himmlischen Tal“ zu sehen.

Der Schriftsteller und Gymnasialpädagoge Andreas Reuß transkribierte Handschriften Hölderlins, die einen Bezug zu Bamberg und Umgebung herstellen, und präsentiert diese gemeinsam mit Bildern aus dieser Zeit.
In den Jahren 1793–1795 hielt sich Friedrich Hölderlin in Franken auf, kurzzeitig auch in Bamberg und Umgebung. Er war nach seinen Studienjahren am Tübinger Stift, wo er eine Stube mit G.W.F. Hegel und Friedrich Schelling teilte, 1793 nach Waltershausen aufgebrochen, um dort eine Stelle als Hauslehrer für den Sohn der Charlotte von Kalb, geborene Marschalk von Ostheim, anzutreten. Auch die Geschichte dieser Familie ist eng mit Bamberg und dem Umland verbunden, aber auch mit Friedrich Schiller, Jean Paul und anderen bedeutenden Denkern ihrer Zeit. E.T.A. Hoffmann und Hölderlin teilten die Leidenschaft für das Schreiben. Die Ausstellung bringt den Besucherinnen und Besuchern Friedrich Hölderlin, eine der bedeutendsten Gestalten der deutschen Literatur, nahe und stellt ihn in einen fruchtbaren Dialog zum Hauskünstler Hoffmann.

Das E.T.A.-Hoffmann-Haus entwickelte sich seit 1908 zunächst zur Erinnerungsstätte und in den letzten Jahrzehnten zum museal genutzten Künstler- und Literatenhaus. Das Museum präsentiert Leben und Werk E.T.A. Hoffmanns und die Verbindung zwischen Künstler und Bamberg.

Öffnungszeiten sind Di–Fr 13–17 Uhr, Sa/So/Feiertag 10–12 Uhr.

Bis auf weiteres gelten im Museum Mund-Nasenschutz-Pflicht und die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln.

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