Corona – 14.3.2020

Wahllokale am Sonntag geöffnet

Wählende können auch eigene Schreibstifte zum Ausfüllen der Stimmzettel mitbringen

Die Kommunalwahl findet am Sonntag, 15. März, planmäßig statt. Die 41 Wahllokale in den Stadtteilen haben von 8–18 Uhr geöffnet.

Die üblichen Hygieneempfehlungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten wie Handhygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene schützen auch vor einer Infektion mit dem Coronavirus. In den Wahllokalen sind entsprechend gut sichtbar Aushänge mit den Verhaltensmaßregeln zum Schutz vor Infektionskrankheiten angebracht. Eine geeignete Schutzmaßnahme ist besonders eine konsequente Handhygiene. Daher stehen in den Gebäuden ausreichend Handreinigungsmittel zur Verfügung. Zudem ist es für die Wählenden möglich, eigene Schreibstifte bei der Stimmabgabe im Wahllokal zu verwenden, jedoch keine Bleistifte.


Städtische Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen schließen

Weitere Schließungen, Einschränkungen und Absagen städtischer Termine wegen der Coronakrise

Aufgrund der Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus gibt es weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

  • So stellt nach dem Beschluss des Freistaats Bayern über die Schließung aller Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen auch die Volkshochschule Bamberg Stadt ab sofort (11. März, 14 Uhr) bis 19. April ihren laufenden Kurs-, Führungs- und Veranstaltungsbetrieb ein. Das Sekretariat ist ab Montag, 16.3. nur noch telefonisch oder per E-Mail unter info@vhs-bamberg.de zu erreichen.
  • Auch die Städtische Musikschule Bamberg beendet den Betrieb bis 19. April. Am heutigen Freitag, 13. März, bleibt die Musikschule noch geöffnet. Unterricht bzw. Ensembleproben mit 5 und mehr Personen wurden vorsorglich abgesagt.
  • Der BAMBERG Tourismus & Kongress Service stellt die eigenen Stadtführungen und alle anderen turnusmäßigen und für Gruppen gebuchten Stadtführungen sowie weitere Angebote bis 19. April komplett ein. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit auf die nächsten drei Jahre und werden jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt in tagesaktuell gültige Tickets umgetauscht. Weitere Infos dazu auch im Weblog des TKS unter https://blog.bamberg.info/2020/03/corona-in-bamberg-neue-situation.
  • Die Touristinfo bleibt geöffnet.
  • Bis einschließlich 19. April geschlossen bleibt auch das Welterbe-Besucherzentrum samt Shop. Auch Führungen durch die Ausstellung finden in diesem Zeitraum nicht statt.
  • Die Stadtbücherei Bamberg mit allen Stadtteilbüchereien schließt vom 16. März bis einschließlich 19. April. Alle Veranstaltungen sind in diesem Zeitraum abgesagt. Die Rückgabe der Medien ist über die Außenrückgabe der Stadtbücherei im Deutschen Haus, Obere Königstr. 4a möglich. Es werden bis Montag 27. April keine Säumnisgebühren entstehen. Ein telefonischer Jour-Dienst (0951/98119-13) ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr eingerichtet. Entliehene Medien können auch online über den OPAC verlängert werden.
  • Das Stadtarchiv Bamberg ist vom 16 März bis einschließlich 19. April geschlossen.
  • Die Sammlung Ludwig im Alten Rathaus schließt ab Dienstag 17. März bis einschließlich 19. April. Führungen, Seminare und Kindergeburtstagsfeiern entfallen. Das Historische Museum ist derzeit noch in der Winterpause, die Wiedereröffnung zum Saisonbeginn mit der Sonderausstellung „Tüte um Tüte“ findet nicht statt. Die Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer ist derzeit ohnehin geschlossen.
  • Das Hallenbad „Bambados“ der Stadtwerke Bamberg schließt ebenfalls bis 19. April.
  • Ab Montag, 16. März, fahren die Busse der Stadtwerke Bamberg nach dem Ferienfahrplan. Alle Fahrten, die im Fahrplan und auf den Aushängen mit „verkehrt nur an Schultagen“ gekennzeichnet sind, finden bis auf weiteres nicht statt.

Abgesagt wurden weiterhin folgende Veranstaltungen:

  • Präsentation der Wahlergebnisse im Großen Sitzungssaal des Rathauses am Maxplatz am 15. und 16. März.
  • Die Veranstaltung zum Equal Pay Day am 17. März (14.30 Uhr) am Gabelmann
  • die öffentliche Sitzung des Stadtgestaltungsbeirats am 19. März im Stadtarchiv.
  • Der Projekttag für Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 20. März im CineStar Kino.
  • die Filmpremiere „Make Bamberg Skate Again“ am 24. März.
  • die Präsentation des Kinderbuches „KRACH! BUMM!BUTTER! des Kunststipendiaten Martin Beyer in der Stadtbücherei Bamberg am 28. März.

Umfangreiches Maßnahmenpaket für die Stadt Bamberg

OB Starke: „Die Stadtgesellschaft wird noch enger zusammenhalten“

Die Stadt und der Landkreis Bamberg sind mit einer nationalen, ja globalen Krise konfrontiert. Nachdem in der Region sechs Personen positiv getestet worden sind, haben der Oberbürgermeister Andreas Starke und der Landrat Hans Kalb einen Überblick über die bisher ergriffenen Maßnahmen gegeben. Außerdem stellte der OB ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die Stadt Bamberg vor. Ziel ist der optimale Schutz der Bevölkerung, die bestmögliche Versorgung der Betroffenen, der Erhalt der regionalen Wirtschaft sowie die Sicherung der vielfältigen und lebendigen Vereins- und Kulturlandschaft. Durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit von Institutionen, Organisation, Verbänden und Behörden ist die Stadt bestmöglich auf die bevorstehende Herausforderung vorbereitet.

Starke rief dazu auf, besonnen und konzentriert zu handeln. „Die Stadtgesellschaft wird in den nächsten Wochen noch enger zusammenhalten durch gegenseitige Rücksichtnahme, Vorsicht im Umgang und menschliche Solidarität“, so Starke.

Der Oberbürgermeister erläuterte das Maßnahmenpaket:

  1. Es soll einen „Bamberger Rettungsschirm“ für das Stadtgebiet geben, ausgestattet mit 1,5 Millionen Euro. Diesen Vorschlag will Starke so schnell wie möglich in den zuständigen politischen Gremien des Stadtrats beschließen lassen.
    Die Verwaltung will ein unbürokratisches und beschleunigtes Verfahren ins Leben rufen, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige, Künstler und Freiberufler sowie Vereine zu unterstützen. Diese Überbrückungshilfe soll greifen, wenn das heute von der Bundesregierung beschlossene Kreditprogramm nicht in Anspruch genommen werden kann (Subsidiarität). Für Begünstigte mit Wohnsitz oder Firmensitz in Bamberg wird damit eine Überbrückungshilfe geschaffen, indem die Beträge als zinsloses Darlehen ausbezahlt werden. Im Einzelfall bis zu 20.000,– Euro. Höhere Beträge unterliegen einer Einzelfallprüfung. Zur Umsetzung und für Informationen zum „Bamberger Rettungsschirm“ wird das Wirtschaftsreferat der Stadt eine Hotline anbieten.
  2. Nachdem die Bayerische Staatsregierung die Schließung aller Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen ab kommenden Montag verfügt hat, hat der Oberbürgermeister mit den Kindereinrichtungsträgern der Stadt Bamberg und den Schulen vereinbart, dass es in all diesen Einrichtungen der Stadt Bamberg Notgruppen, einschließlich der dazugehörigen Mittagsbetreuungen, gibt. Damit soll sichergestellt werden, dass Eltern in akuten Notlagen sowie aus Berufsgruppen, wie Gesundheitsversorgung, öffentliche Sicherheit und Ordnung, lebenswichtiger Infrastruktur und Katastrophenschutz eine Betreuungsmöglichkeit erhalten. Dies gilt, wenn beide Erziehungsberechtigte oder Alleinerziehende in solchen Berufen tätig sind. Die Verwaltung ruft dazu auf, dass unabhängig von diesem Angebot Nachbarschaftshilfen und Elterninitiativen organisiert werden.
  3. Die Stadt hat bereits eine Allgemeinverfügung erlassen, um Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von über 500 Personen aus Sicherheitsgründen zu untersagen. Darüber hinaus wird neben dem E.T.A.-Hoffmann-Theater ab Montag der Betrieb in der Musikschule, Stadtbücherei, VHS, den städtischen Museen und im Bambados eingestellt.
  4. Vorgesehen ist eine weitere Allgemeinverfügung der Stadt, um Alten- und Pflegeheime, akut-stationäre Einrichtungen sowie Reha-Einrichtungen zu schützen. Damit soll die Maßnahme des Freistaates unterstützt werden. Ausgenommen vom Betretungsverbot sind therapeutisch oder medizinisch notwendige Besuche und Angehörige bei Vorliegen eines dringenden Notfalls. Darunter fallen z. B. Besuche von Kindern bei ihren erkrankten Eltern.
  5. Die Stadt legt Wert auf eine ausgezeichnete Kommunikation. Deswegen werden die Stadt und der Landkreis gemeinsam eine Hotline für die Bürgerschaft zur Verfügung stellen (0951 87-2525). Daneben gibt es bekanntlich die Hotline des Gesundheitsamtes (0951 85-9700) für medizinische Fragen.
  6. Im Stadtgebiet soll eine weitere ärztliche Anlaufstelle eingerichtet werden für potentiell Corona-Infizierte nach hausärztlicher Anweisung. Diese Einrichtung dient als Ergänzung zu dem bestehenden Angebot in Scheßlitz.
  7. Um die Leistungsfähigkeit des ÖPNV im Stadtgebiet aufrecht zu erhalten, haben die Stadtwerke beschlossen, den Einstieg von Fahrgästen ausschließlich über den hinteren Eingang vorzunehmen, um den Schutz der Busfahrerinnen und Busfahrer zu gewährleisten. Fahrscheine gibt es über Automaten, online oder die VGN-App.
  8. Der städtische Krisenstab hat alle Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Bamberger Infrastruktur sicherzustellen, insbesondere bei der Versorgung mit Strom, Gas, Wasser, sowie bei der Entsorgung von Müll und Abwasser.
  9. Die Sozialstiftung hat zusätzliche Kapazitäten, auch für die intensivmedizinische Betreuung, realisiert. Damit wird die maximal mögliche medizinische Versorgung der Bamberger Bevölkerung sichergestellt.

Schließlich appellierten der Oberbürgermeister Andreas Starke und der Bürgermeister Dr. Christian Lange und Landrat Kalb an alle Bürgerinnen und Bürger, solidarisch zu sein und besonders den Mitmenschen zu helfen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind. Konkret erwähnten sie die Versorgung mit Lebensmitteln oder die Besorgung von Medikamenten.


Betreuung der Kinder systemrelevanter Berufsgruppen wird gewährleistet

Schulen und Kindertageseinrichtungen koordinieren den Notdienst in Stadt und Landkreis Bamberg
Hotline des Gesundheitsamtes ist auch am Wochenende erreichbar
Linienverkehre verkehren zunächst bis Mittwoch nach Fahrplan

Bamberg – „Die Schulen und Kindertagesstätten werden ab Montag die Betreuung der Kinder systemrelevanten Berufsgruppen in Stadt und Landkreis Bamberg sicherstellen.“ Dieses Ergebnis erarbeiteten Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke am Freitagvormittag in einer kurzfristig zusammengerufenen Konferenz mit rund 100 Vertretern der Einrichtungen und Träger. Kurz zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder bekannt gegeben, dass der Freistaat Bayern Schulen und Kindertagesstätten ab Montag schließen wird.

„Im Landkreis wird es pro Gemeinde jeweils ein Angebot für Kindertageseinrichtungen und für Schulen geben“, vereinbarte Landrat Johann Kalb mit den Vertretern der Kommunen. Die Gemeinden werden noch am Freitag das Angebot verschiedener Träger koordinieren und alle betroffenen Eltern informieren.

„Wir werden zunächst den Bedarf ermitteln“, so Oberbürgermeister Andreas Starke für die Stadt Bamberg. Am Montag wird jede Einrichtung in der Stadt Bamberg eine Notgruppe für die Kinder systemrelevanter Elternteile bis zur sechsten Jahrgangsstufe anbieten.

Nachdem das Anrufaufkommen deutlich gestiegen ist, hat Landrat Johann Kalb angeordnet, die Hotline des Fachbereiches Gesundheitswesen auch an diesem Wochenende zu schalten. Am Samstag und am Sonntag sind die Ansprechpartner von 10 bis 14 Uhr zu erreichen (0951/85-9700). Außerhalb dieser Zeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und die Corona-Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Nummer 09131/6808-5101 kontaktiert werden.

Die Linienverkehre des ÖPNV verkehren am Montag bis Mittwoch nach Fahrplan. In dieser Zeit wird der Bedarf ermittelt. Am Mittwoch wird das weitere Vorgehen mit den Verkehrsunternehmen besprochen. Private Förderschulen Montag bis Mittwoch kein Schülerverkehr. In der Zeit wird der Bedarf geklärt.

Systemkritische Berufe sind so definiert: Mitarbeiter der Gesundheitsversorgung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) und der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikations-dienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung).


2 neue bestätigte Corona-Infektionen

Seit Freitag gibt es zwei neue bestätigte Corona-Infektionen im Landkreis Bamberg. Dies teilte der Fachbereich Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg mit. Damit steigt die Zahl auf sechs bestätigte Fälle. Fünf Personen wohnen im Landkreis, eine in der Stadt Bamberg. Bei den beiden neuen Fällen ist ein Aufenthalt in Südtirol Ausgangspunkt der Infektion. Alle notwendigen Maßnahmen – häusliche Quarantäne und Ermittlung der Kontaktpersonen – sind bereits eingeleitet.

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