Steigende Gewalt gegen Oberfrankens Polizisten

Diebstahlsdelikte

Am 14.7.2018 befanden sich drei Jugendliche im Alter von 17 und 16 Jahren im Bereich der Konzerthalle. Ihre Wertgegenstände ließen sie für kurze Zeit in einem Rucksack unbeaufsichtigt stehen. Als sie diesen kurze Zeit später wieder an sich nehmen wollten, stellten sie fest, dass er samt Inhalt entwendet wurde. Durch die Ortung eines Handys, was sich ebenfalls im Rucksack befand konnte dann an der Promenade ein Mann ausgemacht werden, der den Rucksack bei sich trug. Er wurde an die Polizei übergeben und wird wegen Diebstahl angezeigt.

Am 15.7.2018 konnte gegen ca. 3 Uhr eine Zivilstreife der Polizei Bamberg zwei Männer dabei beobachten, wie sie in der Mußstraße in ein Auto, welches offensichtlich nicht versperrt war, hineingelangten und es nach Wertgegenständen durchsuchten. Die Männer wurden sofort festgenommen, es wird wegen Diebstahl aus Kraftfahrzeug gegen sie ermittelt. Weiter wurden Hinweise bekannt, dass die beiden Männer ihre Diebestour im Bereich Sandstraße begonnen hatten. Fahrzeugeigentümer, die ihr Fahrzeug in der Tatortnähe in der Nacht nicht verschlossen hatten und Veränderungen oder das Fehlen von Gegenständen feststellen, können sich bei der Polizei Bamberg Stadt melden.

PKW beschädigt

Am 14.7.2018 stellte eine Fahrerin eines schwarzen Skoda eben dieses Fahrzeug zwischen 15:30 Uhr und 16 Uhr in Bamberg in der Luitpoldstraße geparkt ab. In diesem Zeitraum wurde der Pkw beschädigt in Form von einer Delle in der Motorhaube beschädigt. Der Schaden dürfte bei ca. 500 Euro liegen. Hinweise auf den Verursacher nimmt die Polizei Bamberg-Stadt entgegen.

Brand eines Einfamilienhauses

FRENSDORF, LKR. BAMBERG. Rund 200.000 Euro Sachschaden entstanden in der Nacht zum Samstag bei einem Brand eines Einfamilienhauses im Gemeindegebiet. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zu der bislang noch unklaren Brandursache aufgenommen.

Gegen 4 Uhr bemerkte ein Nachbar das Feuer an dem Einfamilienhaus in der Bahnhofstraße. Er setzte einen Notruf ab und informierte die Bewohner des Hauses. Kurze Zeit nach der Alarmierung trafen sämtliche umliegenden Feuerwehren am Brandort ein und es gelang ihnen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Trotz des professionellen und koordinierten Zusammenwirkens der Wehren war die Zerstörung des Dachgeschosses nicht zu verhindern. Es entstand ein Schaden, der sich nach vorläufigen Schätzungen auf nahezu 200.000 Euro belaufen wird. Derzeit ist das Haus nicht bewohnbar.

Dem aufmerksamen Nachbarn verdanken es die Bewohner, dass sie rechtzeitig das Anwesen verlassen konnten und nicht verletzt wurden.

Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Bereich des Balkons aus und die Flammen griffen rasch auf den gesamten Dachstuhl über. Zur Erforschung der genauen Brandursache hat die Kriminalpolizei Bamberg Ermittlungen aufgenommen.

Aggressiver Ladendieb

Bamberg. Am 13.7.2018, gegen 17:30 Uhr entwendete ein männlicher Ladendieb Kleidungsstücke in Wert von 169,98 Euro. Als er von dem Ladendetektiv angesprochen wurde, versuchte er zu flüchten. Mit Hilfe einer Bundespolizistin, welche sich in der Freizeit befand, konnte der Dieb bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Durch sein Verhalten verletzte der Dieb den Ladendetektiv leicht. Den Dieb erwartet nun eine Anzeige wegen eines räuberischen Diebstahls und einer Körperverletzung.

Dreister Radldieb

Bamberg. Am 13.7.2018, gegen 18:55 Uhr entwendete ein unbekannter Fahrraddieb im Bereich der Sparkasse am Kunigundendamm ein kurz vorher abgestelltes Fahrrad und ließ dafür ein Fahrrad zurück, welches wenige Tage zuvor entwendet worden war. Bei dem nun entwendeten Fahrrad handelt es sich um ein Mountainbike der Marke Centurion. Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Bamberg Stadt unter der Telefonnummer 0951/9129-210 entgegen.

Gelbes Fahrzeug geflüchtet

Bamberg. In der Zeit vom Freitag auf Samstag kam es im Bereich der Brennerstraße zu einem Verkehrsunfall. Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer stieß hier mit seinem Fahrzeug gegen ein abgestelltes Wohnmobil und beschädigte dieses erheblich. Es entstand ein Schaden von ca. 3.000,- Euro. Von dem flüchtigen Unfallverursacher ist lediglich bekannt, dass dessen Fahrzeug vermutlich gelb lackiert ist.

Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Bamberg Stadt unter der Telefonnummer 0951/9129-210 entgegen.

Betrunkene Autofahrerin versucht zu flüchten

Bamberg. Deutliche Probleme beim Autofahren und Einparken hatte eine 45 Jahre alte Fahrzeugführerin im Bereich der Wunderburg in Bamberg. Als sie ihr Auto abstellen wollte, beschädigte sie ein geparktes Auto und verursachte einen Schaden von ca. 1.600,- Euro. Anschließend entfernte sie sich zu Fuß. Aufgrund von Ermittlungen vor Ort konnte die Fahrzeugführerin jedoch nach kurzer Zeit ermittelt werden. Der Grund für ihr Fahrverhalten dürfte in den über 2 Promille zu finden sein. Die Fahrzeugführerin konnte nach einer Blutentnahme und der Abgabe ihres Führerscheins nach Hause gehen.

Betrunkener Radfahrer baut Unfall

Bamberg. Mit deutlich über 1,6 Promille fuhr ein Fahrradfahrer am späten Freitagabend im Bereich der Nürnberger Straße. Hier touchierte er ein am Fahrzeugrand abgestelltes Fahrzeug und beschädigte dieses. Der Fahrradfahrer musste sich nach der Unfallaufnahme einer Blutentnahme unterziehen. In erwartet nun eine Anzeige wegen einer Trunkenheitsfahrt im Straßenverkehr.

Berauschter Radfahrer

Bamberg. Am 13.7.2018, gegen 19:40 Uhr wollte eine uniformierte Polizeistreife im Bereich der Wunderburg einen Fahrradfahrer kontrollieren. Dieser flüchtete daraufhin in Schlangenlinien und konnte erst nach einer Verfolgung gestellt werden. Während der anschließenden Kontrolle ergab sich der Verdacht, dass der Fahrradfahrer deutlich alkoholisiert war und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Nach einer Blutentnahme konnte er seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Den Fahrradfahrer erwartet nun eine Anzeige wegen einer Trunkenheit im Straßenverkehr.

Radfahrer in Schlangenlinien unterwegs

Bamberg. Mit deutlichen Schlangenlinien führte ein 25 Jahre alter Mann am 14.7.2018, gegen 4:35 Uhr sein Fahrrad in der Pödeldorfer Straße in Bamberg. Ein Atemalkoholtest war aufgrund der Alkoholisierung nicht möglich. Nach einer Blutentnahme konnte der Fahrradfahrer seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

Ladendiebstähle

  • Bamberg. Ein 39-jähriger Mann bezahlte am Donnerstag in einem Supermarkt in der Kirschäckerstraße zwei Dosen Cola. Als er anschließend den Markt verlassen wollte, löste die Warensicherungsanlage des Marktes aus. Bei der anschließenden Überprüfung des Mannes wurde schließlich festgestellt, dass der 39-Jährige noch diverse Kosmetikartikel sowie Kopfhörer im Gesamtwert von 52 Euro einstecken hatte.
  • Mit der gleichen Masche versuchte es eine 55-jährige Frau in einem Drogeriemarkt in der Pödeldorfer Straße. Auch sie bezahlte Waren von geringem Wert an der Kasse und versuchte höherwertigere Kosmetika in ihrer mitgeführten Tasche aus dem Geschäft zu bringen. Die Dame wurde allerdings vom aufmerksamen Personal beobachtet, die anschließend die Polizei verständigten.

Eine Strafanzeige wegen Diebstahls und Hausverbot sind jeweils die Folge.

BMW beschädigt

Bamberg. In der Haßbergestraße wurde die Beifahrertür eines dort geparkten BMW X1 durch einen bislang unbekannten Täter derart verkratzt, dass Sachschaden in Höhe von 300 Euro verursacht wurde. Die Tat ereignete zwischen Dienstag, 23.00 Uhr, und Mittwoch, 4 Uhr.

Verletzter Radfahrer verweigert Hilfe und flüchtet nach Unfall

Bamberg. Am Donnerstagnachmittag, um 15.45 Uhr, touchierte ein männlicher Fahrradfahrer mit seinem Fahrrad einen in der Luitpoldstraße geparkten Mitsubishi. Der Radfahrer verlor daraufhin die Kontrolle und stürzte in der Folge vom Rad. Passanten, die den Unfall beobachtet hatten, kamen dem Gestürzten zur Hilfe und leisteten dem apathisch wirkenden Mann Erste Hilfe. Als kurze Zeit später der hinzugerufene Rettungswagen eintraf und den Verletzten versorgen wollte, sprang dieser plötzlich auf und lief mit seinem schwarzen Trekkingrad in Richtung Bahnhof davon. Der geflüchtete Radfahrer wird von den Zeugen als schlank, ca. 38 Jahre alt, ca. 175 cm groß, mit blonden kurzen Haaren und ungepflegtem Aussehen beschrieben. Eine anschließende Absuche im Umfeld der Unfallörtlichkeit verlief ergebnislos. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf circa 400 Euro.

Auch die Halterin eines Audi A3 wurde Geschädigte einer Unfallflucht. Als die Frau am Donnerstag, um 10 Uhr, zu ihrem in der Marienstraße geparkten Fahrzeug zurückkam, stellte sie Beschädigungen an der Fahrertür sowie am Kotflügel vorne links fest. Ihren Pkw hatte die Frau am Montagnacht, gegen 23.30 Uhr, dort geparkt.

Hinweise zu den Unfallfluchten sowie der Sachbeschädigung nimmt die Polizei Bamberg-Stadt unter der Rufnummer 0951/9129-210 entgegen.

Steigende Gewalt gegen Oberfrankens Polizisten

OBERFRANKEN. 627 Attacken gegen oberfränkische Polizisten im Jahr 2017 belegen laut dem aktuell veröffentlichten Lagebild „Gewalt gegen Polizeibeamte“ erneut, dass Einsatzkräfte vermehrt in das Visier von Gewalttätern geraten. Im Vergleich zu 2016 bedeutet dies für Oberfranken eine Steigerung um 3,8 Prozent. 178 Beamte zogen sich bei den körperlichen Übergriffen zum Teil schwere Verletzungen zu.

Mit umgerechnet etwa zwölf Fällen pro Woche, veranschaulichen diese Zahlen eindrucksvoll, welchen Gefahren die Polizeibeamtinnen und -beamten tagtäglich ausgesetzt sind. Das massive Aufbegehren gegen polizeiliche Maßnahmen beginnt bereits bei geringfügigen Eingriffen wie Identitätsfeststellungen und eskaliert mitunter bei Platzverweisen, Gewahrsamnahmen oder Festnahmen. Oft liefern Maßnahmen im Zusammenhang mit kleineren Bagatelldelikten gewaltbereiten Bürgern bereits Anlass genug, ihrer Aggression und Respektlosigkeit freien Lauf zu lassen.

Hohe Aggressionsbereitschaft

Mit welcher Gewaltbereitschaft oberfränkische Beamten konfrontiert werden, zeigte die statistische Auswertung auch für das Jahr 2017 wieder deutlich. In einem Fall stellten Polizisten sogar einen Angreifer mit einer scharfen Schusswaffe fest und acht Mal hatte das polizeiliche Gegenüber eine Hieb- oder Stichwaffe dabei, mit der der Täter zum Teil gedroht oder sie sogar gegen die Beamten eingesetzt hatte. Die sonstigen körperlichen Übergriffe erfolgten in 118 Fällen durch Schläge mit der Hand oder Faust und 112 Mal durch Treten. 15 Mal führten die Angreifer einen Kopfstoß aus und in 23 Fällen wurden die Polizisten vom Gegenüber gebissen. In sieben Fällen setzten Personen ein Kraftfahrzeug gegen die Ordnungshüter ein.

Meist handelte es sich bei den Straftaten um Widerstandshandlungen, Beleidigungen, Körperverletzungsdelikte und Bedrohungen. Knapp die Hälfte der Übergriffe fand auf öffentlicher Straße statt, gefolgt von Privatwohnungen und Grundstücken sowie innerhalb der Polizeidienststelle. Eher seltener stellen Gaststätten oder Diskotheken die Tatorte dar.

Zu einem versuchten Tötungsdelikte zum Nachteil einer Polizeibeamtin kam es Anfang Oktober 2017, als eine Streifenbesatzung der Bamberger Polizei zu einer Streitigkeit unter zwei Männern in eine Disko in der Lange Straße gerufen wurde. Als die Kontrahenten von den Einsatzkräften getrennt und fixiert wurden, kam ein 25-Jähriger seinem Bekannten zu Hilfe und griff eine 26-jährige Polizeibeamtin an. Er würgte die Polizistin mit bloßen Händen bis zur Atemnot, bevor weitere Unterstützungskräfte ihre Kollegin aus den Griffen des 25-Jährigen befreien konnten. Der Mann aus dem Landkreis Bamberg muss sich unter anderem wegen versuchten Totschlags strafrechtlich verantworten.

Polizeibeamte durch Übergriffe verletzt

Bei den 627 Übergriffen im Jahr 2017 in Oberfranken (2016: 604) waren 1.470 Beamte und damit rund 70 Prozent der oberfränkischen Polizeivollzugsbeamten betroffen. Während zwar der Großteil dieser Polizisten die Attacken körperlich unbeschadet überstand, zogen sich dennoch 178 Beamte bei körperlichen Übergriffen zum Teil schwere Verletzungen zu, die insgesamt etwa 240 krankheitsbedingte Ausfalltage nach sich zogen. Dies entspräche umgerechnet dem Ausfall eines Polizeibeamten für ein ganzes Jahr.

Berauschte Angreifer

Die Erhebungen für das Jahr 2017 zeigen erneut, dass das Kriterium Alkohol bei gewaltsamen Übergriffen auf Polizeibeamte den Aggressionsverstärker Nummer 1 darstellt. Knapp drei Viertel der Täter standen bei den Übergriffen unter dem Einfluss berauschender Mittel, wobei der Großteil übermäßig Alkohol konsumiert hatte.

Beleidigungen gegenüber Polizeibeamten nehmen inzwischen weit mehr als ein Drittel der Gesamtdelikte ein und stehen neben ganz konkreten Bedrohungen bereits auf der Tagesordnung. Über 80 Prozent der überwiegend deutschen Täter waren Erwachsene, über zehn Prozent Heranwachsende und etwa sechs Prozent Jugendliche.

Null Toleranz gegenüber Gewalt

Auf Grundlage des Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamte“ setzen die Behörden die gewonnenen Erkenntnisse für Einsatzstrategien und -konzepte effektiv um, damit diesem Phänomen adäquat begegnet werden kann. Auch zukünftig wird die Oberfränkische Polizei in eine bedarfsgerechte Schutzausrüstung für die Polizeibeamten investieren und das Einsatz-Equipment ständig und angepasst verbessern. Ferner werden die Beamten in bislang bewährter Weise im Rahmen von Aus- und Fortbildungsmodulen beim polizeilichen Einsatztraining (PE-Training) durch spezielle Trainer geschult. Konflikte im Umgang mit dem polizeilichen Gegenüber sollen nach Möglichkeit mit Mitteln der Kommunikation gelöst werden. Gleichwohl trainieren alle Vollzugsbeamten regelmäßig für den Ernstfall einer Attacke, denn die Statistik zeigt, dass die bevorzugte kommunikative Lösung des Konflikts leider nicht immer die Zustimmung des Gegenübers erfährt.

 

2 Gedanken zu „Steigende Gewalt gegen Oberfrankens Polizisten

  1. Wenn in einem Segment der Statistik die Zahlen steigen und in anderen aber vergleichsweise stärker abnehmen, dann bedeutet das nach Adam Ries was?
    Vielleicht mal kurz nachdenken vor dem Kommentieren…

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